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Titelbild für Rettet die Elefanten Afrikas e.V.
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Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

German NGO "Rettet die Elefanten Afrikas e.V." ("Save the Elephants of Africa"), founded in 1989, pr

Das ist Pascal, einer der größten Elefantenbullen, die derzeit in Amboseli leben. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befand er sich gerade in Musth, was man an den laufenden Schläfendrüsen und ständig tröpfelndem Urin erkennen kann. Während der Musth zeigen Bullen ein besonderes starkes Interesse an Paarungen mit Kühen im Östrus und legen weite Strecken zurück, um sie zu finden. Gleichzeitig ist ihr Testosteronspiegel extrem hoch und sie versuchen alle anderen Bullen zu dominieren. Dies kann zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen, doch glücklicherweise kommt es nur selten dazu. Die Bullen befinden sich nicht alle gleichzeitig in Musth sondern zu verschiedenen Zeiten über das Jahr verteilt. Kleinere Bullen erkennen die Überlegenheit der größeren und gehen ihnen aus dem Weg, manchmal verlieren sie sogar die Musth-Sympthome. So werden Kämpfe vermieden. Und dann gibt es noch individuelle Unterschiede: Manche Bullen wie Pascal zeigen sich sogar während der Musth relativ entspannt und bevorzugen es mögliche Konkurrenten allein durch ihre Größe zu beeindrucken.

Außerhalb der Musth-Perioden ziehen sich männliche Elefanten gern in sogenannte Bullenreviere zurück, wo sie sich mit anderen Bullen in lockeren Gruppen zusammenschließen. Auch zwischen ihnen können Freundschaften entstehen, die oft ein ganzes Leben bestehen bleiben. Pascal verbringt die Musth-freie Zeit übrigens gern im Kimana-Sanctuary, einem Schutzgebiet östlichen des Amboseli-Nationalparks, das durch Kooperation zwischen der lokalen Bevölkerung, der Big Life Foundation und dem Sheldrick Wildlife Trust geschaffen wurde. Ein wunderbares Beispiel dafür, was möglich ist, wenn die in den Elefantengebieten lebenden Menschen und Naturschutzorganisationen respektvoll und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. ... mehrweniger

Das ist Pascal, eine

⚠️ Sensibler Inhalt: Dieser geteilte Beitrag enthält ein Bild, das den Körper eines Elefanten nach einem tödlichen Kampf zeigt.

Sehr traurige Nachricht aus Samburu: Wie Save the Elephants (StE) mitteilt ist Malasso, ein bekannter Elefantenbulle aus diesem Gebiet an den Folgen eines Kampfes mit einem anderen Bullen gestorben. 💔Malasso war ein häufiger Besucher des StE-Forschungscamps im Samburu-Nationalreservat und für seinen besonders sanften Charakter bekannt. Er befand sich allerdings gerade in Musth, ebenso wie sein Gegner, der unter dem Namen Mohammed Ali bekannt ist. Bei dem Kampf erlitt Malasso schwere Verletzungen an Hals und Nacken, die zu seinem Tod führten. Tödliche Kämpfe zwischen Elefanten sind selten, doch während der Musth-Phasen besteht ein höheres Risiko, vor allem wenn Bullen aufeinandertreffen, die annähernd gleich stark sind. (Musth ist ein Zustand erhöhter sexueller Aktivität und Aggression bei männlichen Elefanten.)Als Mitglied der Royals-Familie nahm Malasso einen besonderen Platz in den Herzen des StE-Teams ein, vor allem auch wegen seines sanftes, ruhiges Wesen im Umgang mit Menschen. Eine seiner liebenswertesten Gewohnheiten war es, vorsichtig auf Zehenspitzen die Wege hinter den Hütten entlangzuschleichen, als wolle er niemanden stören – eine stille Präsenz, die seine Freunde zutiefst vermissen werden. 😔Es ist ein kleiner Trost zu wissen, dass Malasso noch am Tag zuvor dabei beobachtet wurde, wie er sich mit mehreren Kühen paarte. Wir hoffen, dass durch sie seine Gene und sein sanftes Wesen weiterleben werden.Ruhe in Frieden, Malasso. ❤️🐘 ... mehrweniger

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Heute möchten wir auch an ganz besondere Mütter denken: Elefantenmütter. Sie ziehen ihre Söhne bis zu zwölf oder fünfzehn Jahre groß, bevor diese sich in die Unabhängigkeit verabschieden, und pflegen mit ihren Töchtern ihr ganzes Leben eine enge Beziehung.

Zu den besonders eindrucksvollen Elefantenmüttern gehört Alto aus Samburu, die vor etwas mehr als zwei Jahren Zwillinge geboren hat. Zwillingsgeburten sind extrem selten bei Elefanten, sie machen nur ca. 1% aller Geburten aus. Noch seltener ist es, dass beide Kälber überleben. Doch Altos Kälber haben es bis heute geschafft. Sie wurden erst kürzlich im Samburu-Nationalreservat gesichtet und sahen schön rundlich und gesund aus. Es ist wirklich bemerkenswert, zu sehen, wie diese zwei Schwestern gemeinsam gedeihen. 💫🐘🐘Wir gratulieren Alto und ihre Zwillingen – und hoffen, dass sie sich weiterhin so wunderbar entwickeln. .Und auch allen anderen Mütter da draußen wünschen wir einen schönen Muttertag! 💖 ... mehrweniger

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Die Waisen im März

               

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Amboseli News: Oktober bis Dezember 2025

Freshet und andere Mitglieder der FBs

Während des letzen Quartals im Jahr 2025 entdeckte das Team des Amboseli Trust for Elephants (ATE) 48 neue Kälber unter den Elefanten Amboselis. Der Babyboom der vergangenen Monate setzte sich somit fort, wodurch sich die Gesamtzahl der Geburten in diesem Jahr auf über 220 erhöhte. Mehr als 30 % der weiblichen Elefanten im fortpflanzungsfähigen Alter hatten im Jahr 2025 ein Kalb zur Welt gebracht, wodurch es zu diesem Rekordergebnis kam. Viele dieser Kälber waren Mitte 2023 gezeugt worden, also während trockener Monate, in denen es aber dank vorausgegangener reicher Niederschläge trotzdem ein gutes Nahrungsangebot  gegeben hatte. Was den Babyboom in 2025 noch erfreulicher machte war die Feststellung, dass es fast allen der neugeborenen Kälber sehr gut ging. Nur zwei hatten nicht überlebt, und außerdem wurde im letzen Quartal auch bei den erwachsenen Elefanten kein Todesfall verzeichnet. Diese Entwicklung bot berechtigten Anlass für Optimismus.

 

Freshet und andere Mitglieder der FBs
Freshet und andere Mitglieder der FBs

 

Wenn dem ATE-Team trotzdem etwas Sorge bereitete, dann waren es die ein wenig unter dem Durchschnitt liegenden Regenmengen, die es im Dezember gegeben hatte. Doch da die früher im Jahr erhaltenen Niederschläge weit über dem Durchschnitt lagen gab es einen Puffer, der die Vegetation weiterhin kräftig hielt, so dass es noch zu keinem Nahrungsengpass bei den Elefanten kam. Allerdings war doch zu beobachten, dass der Weidedruck durch die Wildtiere und dem Vieh der lokalen Bevölkerung die Vegetation in einigen Gebieten bereits deutlich dezimiert hatte. Es blieb zu hoffen, dass die nächste Regenzeit, die von Ende März bis Ende Mai zu erwarten war, wieder ausreichend Niederschläge bringen würde.

Während der trockenen Monate kehren normalerweise viele Elefanten und andere Wildtiere in den Park zurück, da die außerhalb liegenden Gebiete nach und nach austrocknen. Die im Zentrum des Nationalparks liegenden Sümpfe bieten hingegen das ganze Jahr über verlässlich Wasser und Nahrung.

 

Blick auf den mit frischem Schnee gekrönten Kilimanjaro
Blick auf den mit frischem Schnee gekrönten Kilimanjaro

 

Das Team des ATE ist zu dieser Zeit gewöhnlich sehr damit beschäftigt zu kontrollieren,  wie es den einzelnen Familien geht, ob es Zuwachs oder Verluste gegeben hat oder Veränderungen in der Familienstruktur festzustellen sind.

Dieses Jahr mussten sie ihre Zeit allerdings auch für mehrere andere Aktivitäten nutzen. Ein großer Teil davon betraf Aufklärungsveranstaltungen für die lokale Bevölkerung, in deren Rahmen den Menschen vermittelt wurde, wie sie Konflikte mit Elefanten vermeiden und – falls sie dennoch eintreten – sicher und gewaltfrei lösen können. Außerdem wurde für die Ranger der Big Life Foundation, welche zu den wichtigsten Partnern des ATE zählt und außerhalb des Parks tätig ist, ein dreitägiges Training durchgeführt. Alle diese Arbeiten sind wichtig, um ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Elefanten zu ermöglichen und dadurch die Toleranz der Menschen gegenüber diesen Tieren zu bewahren. Dies ist unerlässlich, wenn man das Überleben der Elefanten sicherstellen will.

Die Hauptaufgabe des ATE-Teams bleibt aber natürlich die Feldforschung, um weiterhin möglichst viel über die Elefanten zu lernen sowie die Entwicklung von Familien und Individuen zu verfolgen.

 

Aurora B von den AAs
Aurora B von den AAs

 

Eine besonders schöne Beobachtung gab es im Dezember. Die AA-Familie, die sich normalerweise ziemlich standorttreu im Zentrum des Parks aufhält, war etwas weiter gewandert und bildete eine Gruppe mit den FA- und FB-Familien sowie zehn unabhängigen Bullen. Obwohl es noch in vielen Gebieten ausreichend Nahrung gab, so dass die Elefanten nicht gezwungen waren, sich wegen der Nahrungssuche nah bei einander aufzuhalten, hatten sie sich dennoch in einer Gruppe zusammengeschlossen. Einfach nur, weil sie die Gesellschaft der anderen genossen.

Elefanten sind sehr soziale Tiere, die es gerade in Zeiten mit gesicherter Nahrungsversorgung lieben, sich mit anderen Familien und Bullen zu treffen. Es ist immer ein eindrucksvolles Erlebnis, solche Versammlungen zu beobachten, die als eine große Herde friedlich durch die Weidegründe ziehen.

 

Eine Gruppe der AA-Familie
Eine Gruppe der AA-Familie

 

Eine große Überraschung erlebte das ATE-Team bei einer Begegnung mit der KB-Familie. Beide Familienzweige, der eine angeführt von Kalliope und der andere von Kate, waren das ganze Jahr über mehrfach beobachtet worden und es ging allen gut. Vor allem auch die 2025 geborenen Kälber machten einen lebhaften und neugierigen Eindruck und wurden immer verspielter.

 

Kalliope, eine Matriarchin der KBs
Kalliope, eine Matriarchin der KBs
Keetee und mehrere Kälber der KBs
Keetee und mehrere Kälber der KBs

 

Von einem der neuen KB-Kälber hatte ATE Anfang des Jahres berichtet, dass es Kigali zur Welt gebracht hatte und dabei bemerkt, wie aufmerksam sich Kalybar gegenüber dem Neugeborenen verhielt. (Kalybar ist eine Nichte Kigalis, allerdings acht Jahre älter.) In den vergangenen Monaten zeigten wiederholte und sorgfältige Beobachtungen jedoch, dass Kalybar selbst die Mutter dieses Kalbs war. In Elefantenfamilien kümmern sich oft mehrere Kühe ausgiebig um die kleinen Kälber und manchmal werden diese sogar von ihnen gesäugt. Das Säugen fremder Kälber ist zwar nicht alltäglich, kann aber gerade bei eng verwandten Familienmitgliedern doch immer wieder beobachtet werden. In diesen Fällen ist es schwierig festzustellen, wer die wirkliche Mutter ist. Oft kann das Rätsel erst durch längere Beobachtungen gelöst werden. Auch dieses Verhalten zeigt den engen Zusammenhalt in einer Elefantenfamilie.

 

Kalybar und ihr Kalb
Kalybar und ihr Kalb

 

Das vierte Quartal des Jahres 2025 bildete den sehr erfreulichen Abschluss eines Jahres, das ohnehin bereits von überwiegend positiven Entwicklungen geprägt war. Das Team des ATE sieht daher dem kommenden Jahr mit einer guten Portion Optimismus entgegen. Dem schließen wir uns gerne an.

 

(Alle Fotos © Amboseli Trust for Elephants)

Die Waisen im Februar

               

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Die Waisen im Januar

Olomunyak

               

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