MAPP – Matusadona Anti Poaching Project

MAPP

Das „Matusadona Anti-Poaching Project“, das im Norden Simbabwes, im Matusadona National Park, am Südufer des Karibasees aktiv ist, hat seinen Jahresbericht für 2016 veröffentlicht. Wie schon in den vorhergehenden Jahren, war es auch in diesem Jahr, allen Schwierigkeiten zum Trotz, wieder sehr erfolgreich. Insgesamt konnten 174 Wilderer verhaftet werden. 159 von Ihnen wurden bereits dem Haftrichter vorgeführt und verurteilt, Es konnten 5 Tonnen Fisch, 400 kg Bushmeat und 37 kg Elfenbein sichergestellt werden.

MAPP ist ein privates Projekt, das auf Spendengelder angewiesen ist. Die Aufwendungen für die Mitarbeiter und die Fahrzeuge beliefen sich 2016 auf etwas mehr als 80.000 US$. Etwa 25% davon stammt von REAeV. Kevin Higgins, der Leiter von MAPP, bedankte sich für die Spenden aus Deutschland und betonte, wie wichtig diese Gelder seien. Ohne sie wäre ein nachhaltiger Schutz der Elefanten kaum möglich. Ja, es wäre nicht einmal möglich, die Wilderer zu verurteilen, da die Zeugen, ohne die tatkräftige Unterstützung von MAPP, nicht in der Lage wären, vor Gericht zu erscheinen. Ohne Zeugen müssten die Verbrechen wieder auf freien Fuß entlassen werden – so, wie das bis vor wenigen Jahren, ohne die Unterstützung durch REAeV. noch sehr häufig der Fall war.

 

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Spendenkonto:
Hypo Vereinsbank
IBAN: DE30200300000621918283
BIC: HYVEDEMM300

Verwendungszweck: MAPP

Im Park gab es einen urplötzlichen Anstieg der Wilderei und wir wissen, dass mindestens zwei sambische Banden und eine simbabwische Bande im Park operieren. Diese Informationen bekamen wir durch Informanten und durch Kamerafallen, die im gesamten Park aufgestellt wurden (siehe Foto, offensichtlich haben diese Männer noch nie vorher eine Kamerafalle gesehen). Diese Kamerafallen sind Teil eines Raubtier-Erhebungsprojektes und sie sind an viel genutzten Pfaden positioniert.

 

Wir setzten vorletzten Sonntag (10. Juli) ein Rufsignal-Team in der Sanyati Schlucht ein und Montagmorgen hatten die Ranger Kontakt. Es gab auf keiner Seite Todesopfer, aber es wurden Munition (siehe Foto) und Fleisch beschlagnahmt. Am vergangenen Sonntag (17. Juli) wurde ein Schuss in der Talsohle gemeldet. Phiri wurde eingesetzt und am Montag hatten die Ranger Kontakt mit einer simbabwischen Bande. Auch hier gab es auf keiner Seite Todesopfer, aber es wurden Elfenbein und verschiedene andere Dinge beschlagnahmt.

 

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Leider ist einer unserer Ranger letzte Woche ertrunken, nachdem sein Kanu von einem Flusspferd attackiert wurde, deshalb hat unsere Station momentan noch ein paar andere Probleme zu bewältigen.

 

Partson Phiri hat am 16. Juli offiziell seine Arbeit in der Talsohle aufgenommen. Er ist in Tashinga im Zamsoc Haus stationiert, das wir kürzlich für diesen Zweck renoviert haben. Diese Renovierungen umfassen ein neues Strohdach, neue Türen und Fenster, eine neue Sickergrube, Anstrich innen und außen, Solarlampen und eine Funkbasisstation. All das wurde durch MAPP finanziert. Phiri hat vorher für einen Safari-Anbieter als Fahrer und Fährtenleser gearbeitet. Er war viele Jahre in diesem Sektor tätig und war bis letztes Jahr im Gache Gache Camp (Kariba). Ich habe ihn zusätzlich mit Uniformen und Camping Utensilien ausgestattet, für den Fall, dass er die Nächte draußen mit den ZPWMA (Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority) Rufsignal-Teams verbringen muss. Seit dem 16. Juli nimmt er Befehle vom Gebietsmanager Victor Mukwebu entgegen und hat von verschiedenen Standorten der Talsohle Rufsignale eingesetzt und erhoben. Er macht sich noch mit dem Straßennetz vertraut und baut langsam eine Zusammenarbeit mit den Park-Rangern und dem Management auf. Er begleitete Henry auch auf einige See-Patrouillen.

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