Wilderei

Meldungen über Elefanten-Wilderei aus Afrika

11. Dezember 2017: Eine weitere erfolgreiche Verhaftung in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei. Der Verdächtige ist allen gut bekannt und führt eine lange Liste an Verstößen gegen das Naturschutzgesetz. Diese beinhalten illegalen Waffenbesitz, illegalen Besitz von Munition, Korruption, Verleih von Waffen zur Jagd auf Elefanten und andere Tiere. Er wird außerdem direkt in Zusammenhang mit zwei anderen Fällen aus diesem Jahr gebracht. Wir waren ihm seit März 2017 auf den Fersen und sind daher umso erfreuter, daß er jetzt endlich gefaßt ist. Großer Dank an alle, die bis zur Verhaftung mitgeholfen haben. Niemals aufgeben – mehr Schweiß, weniger Wilderei!  Photo © Wildlife Action Group Malawi

 

13. Dezember 2017: „Acht Jahre Strafarbeit für den Handel mit falschem Elfenbein“ lautet das Urteil von Magistrat Kantiki aus Salima für einen Mann, der falsches Elfenbei verkauft hat. Das harte Strafmaß soll abschreckend wirken und den Wilderern zeigen, daß es der Regierung ernst mit dem Schutz bedrohter Tierarten ist. Der Staatsanwalt in Salima zeigte sich sehr erfreut über das Urteil und hofft, daß es sich schnell herumspricht. Wir danken allen, die bei der Aufklärung des Falles geholfen haben! Photo © Wildlife Action Group Malawi

 

 

 

Eine tolle Woche geht zu Ende. Unsere Bilanz seit Mittwoch, 22. November 2017:

 

Verhaftungen außerhalb der Reservate:

  • 1 Person für den Handel mit Elfenbeinimitat
  • 1 Hoteleigentümer, der Wildfleisch verkauft hat
  • 1 bewaffneten Wilderer auf einem Moped
  • 1 Geschäftsmann in Besitz einer Schußwaffe, aber ohne Waffenschein
  • 6 Männer, die innerhalb des Dedza-Salima-Waldreservates ihren Acker bestellten
  • 18 Fischer innerhalb der Reservate

 

Wir sind immer noch auf den Fersen eines Elfenbeinhändlers – drückt uns die Daumen!

 

Herzliche Grüße von Lynn und den Scouts

Es begann mit dem brutalen Mord an einer Elefantenfamilie im Oktober 2012, eine Mutter und ihre zwei Töchter wurden wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet. Die Big Life Organisation fasste am folgenden Tag in einer gemeinsamen Operation mit dem Kenya Wildlife Service einen der Killer, Pekei Shoke.

 

Es war ein langer Weg seit damals. Es gab zahlreiche Gerichtsverfahren, Zeitverzögerungen und sogar einen Vorfall, bei dem Pekei die Flucht gelang und er erst wieder in Tansania erneut verhaftet wurde. Aber am 14. Mai 2015 fiel endlich der Richterhammer. Pekei wurde für schuldig befunden, drei Elefanten abgeschlachtet zu haben und zu einem Jahr Gefängnis sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von ungefähr 500 Dollar verurteilt.

Der Tag, als Quanza gerettet und ihrer ganzen Familie beraubt wurde.

Der Tag, als Quanza gerettet und ihrer ganzen Familie beraubt wurde.

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Als es im Laufe der Trockenzeit immer dürrer wurde und die regenwassergefüllten Wasserlöcher austrockneten, kamen wieder mehr wilde Elefanten wie auch unsere Ex-Waisen täglich zu den Wassertränken sowohl am Schlammloch als auch bei den Ithumba Stallungen. Die Elfenbeinwilderei ist in den letzten Wochen eskaliert, nicht nur in Tsavo, sondern in ganz Kenia. Die Wilderer-Banden schienen darauf aus zu sein, soviel Elfenbein wie möglich zu rauben, bevor die neuen, härteren Strafen für Wilderei in Kraft treten. Diese Strafen waren in letzter Zeit Gegenstand vieler Pressemitteilungen.

Wilde Bullen besuchen die WaisenDie wilden Bullen bei den Stallungen

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Artenschützer schlagen Alarm:

2011 war das schlimmste Jahr für die Elefanten seit zwei Jahrzehnten; allein in zwei Wochen wurden über 3000 Stoßzähne konfisziert. Unschwer, sich auszumalen, welche traurige Jahresbilanz daraus folgt. In Zentralafrika gelten die Populationen bereits als extrem gefährdet, in Kamerun beispielsweise wurden innerhalb weniger Wochen hunderte von Elefanten niedergemetzelt. Auch in Ostafrika, vor allem in Kenia, hat die Wilderei neue Rekordhöhen erreicht.

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Damit ist das Überleben des größten Landsäugetieres der Erde in Afrika weiterhin massiv bedroht: In den 80er Jahren verlor der Kontinent die Hälfte seiner Elefanten – mehr als 600 000 Tiere. Sie mussten ihr Leben lassen, weil die Gier nach dem „weißen Gold“ nicht zu stoppen war. Allein Kenia verlor damals 85 Prozent seiner Elefantenherden.

Inzwischen hat sich die Zahl der Afrikanischen Elefanten auf weniger als 500 000 verringert. Deshalb nochmals unser Appell an alle ElefantenfreundInnen und an alle Menschen, denen das Fortbestehen der Natur, der Vielfalt der Arten ein Anliegen ist: So weit darf es nicht wieder kommen.

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