Aktuelle Meldungen

Aktuelle Berichte über unsere Waisen-Elis.

Im Oktober dieses Jahres befand ich mich zusammen mit einigen Freunden in Ithumba, dem Norden des Tsavo-East-Nationalparks in Kenia.

 

Selbstverständlich besuchten wir so oft es möglich war die hier gelegene Auswilderungsstation für Elefantenwaisen des David-Sheldrick-Wildlife-Trusts. Bei diesen Gelegenheiten bekamen wir neben den derzeit hier lebenden Waisen stets auch mehrere der bereits ausgewilderten Ex-Waisen und ihrer wilden Freunde zu sehen.

 

 

Sowohl dieses Jahr wie auch in den Vorjahren hatten einige der ehemaligen Elefanten-Waisen selbst Nachwuchs bekommen. Als wir Mitte Oktober in Ithumba eintrafen gab es unter ihnen bereits sechs Kühe, die insgesamt sieben eigene Babys in der Wildnis geboren hatten. Und so nach und nach bekamen wir sie alle zu sehen.

 

 

Ein ganz besonderes Erlebnis hielt allerdings der 22. Oktober, ein Sonntag, für uns bereit. Wie jeden Tag fuhren wir am frühen Morgen, noch bei Dunkelheit, zu den Stockades. Als wir dort ankamen waren bereits viele Elefanten versammelt: Einige wilde Bullen und mehrere Ex-Waisen. Auch die Waisen mischten sich unter sie und es trafen laufend weitere Gruppen von Elefanten ein. Besonders freute uns, dass wir unter den Ex-Waisen alle sechs Mütter mit ihren sieben Kälbern entdeckten: Yatta mit Yetu und Yoyo, Mulika mit Mwende, Wendi mit Wiva, Galana mit Gawa, Kinna mit Kama und Nasalot mit Nusu, der erst sieben Tage alt war. Bereits dieser Umstand machte diesen Morgen zu einem ganz besonderen Erlebnis für uns.

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Am frühen Morgen des 21. Juli 2017 erreichten das Ziwani Anti-Wilderei-Team des DSWT im Tsavo-West Nationalpark Berichte von einem Anwohner, dass ein einsames Elefantenkalb am Tag zuvor gesichtet worden war. Am Morgen darauf war es wieder da, immer noch allein und in wenig elefantenfreundlichem Gebiet unterwegs. Da in einigen der Nachbarorte Elefanten Felder geplündert hatten, vermuteten wir, dass es ein Opfer des Mensch-Wildtier-Konflikts geworden war. Weiterlesen

Am 23. August 2017 kamen Touristen im Tsavo East Nationalpark am Voi-Fluss an einem zusammengebrochenen Elefantenkalb vorbei, das kaum noch atmete. Die Dürre im südlichen Teil des Parks hat die wilden Tiere schwer getroffen, und vor allem die Elefanten, die noch in der Gegend sind, haben darunter zu leiden. Obwohl es noch hier und da Wasser gibt, ist genug Futter nur noch sehr schwer zu finden. Da die Mütter mit ihren kleinen Kälbern nicht besonders weit laufen können, um besseres Futter zu finden, bleiben sie häufig in der Nähe von Wasser und fallen so als erste den harschen Bedingungen zum Opfer, wenn es kein Futter mehr gibt. In diesem Teil von Tsavo spielt sich gerade die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten ab – schon das zweite Jahr in Folge ist nur wenig Regen gefallen – und so starben in den letzten Monaten dort schon über 100 Elefanten, darunter leider auch viele Kälber, die zu spät gefunden werden, um noch gerettet zu werden. Weiterlesen

Am 20. März wurde ein kleines einsames Elefantenkalb gesichtet und von Maasai-Bewohnern dem Kenya Wildlife Service (KWS) und den Scouts von Big Life gemeldet. Zunächst bestand die Hoffnung, dass es seine Herde wiederfinden würde, und so wurde es erst einmal ein paar Tage aus der Entfernung beobachtet. Im Laufe der Zeit wurde aber klar, dass er ein Waise war, denn er blieb allein, sein Zustand verschlechterte sich und es bestand immer mehr die Gefahr, dass er das Opfer von Raubtieren werden würde.

 

 

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Dupotto, Karisa und Kelelari verschwanden im Mai aus Ithumba, nachdem irgendetwas sie erschreckt hatte – nur wenige Tage nachdem sie vom Waisenhaus in Nairobi zur Auswilderungsstation umgezogen waren. Da sie nur so kurz da gewesen waren, kannten sie sich in der Gegend noch gar nicht aus, und die Keeper waren zuversichtlich, dass sie bald wiedergefunden werden würden. Doch trotz mehrtägiger Suche mit Flugzeug und Helikopter blieben sie verschwunden. Da die Regenzeit gerade begonnen hatte, war es in Ithumba sehr grün und dicht bewachsen, und viele wilde Elefantenherden hielten sich in der Gegend auf. Das beruhigte alle etwas, denn dies bedeutete, dass sie immerhin genug Futter und Wasser in der Wildnis haben würden. Trotzdem ging die Suche natürlich weiter, zu Fuß wie aus der Luft – aber erfolglos.

Kelelari, Kauro und Dupotto in IthumbaKelelari, Dupotto und Karisa nach ihrer Ankunft in Ithumba

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