WAG – Wildlife Action Group Malawi

News aus Malawi

Gemeinsam mit unseren Partnern des Lilongwe Wildlife Trust und African Parks haben wir heute einen Elefantenbullen mit einem Satellitenhalsband markiert. So können wir den Bullen in Zukunft hoffentlich rechtzeitig davon abhalten, das Waldreservat zu verlassen, und im Dorf die Felder leer zu fressen. Wir danken unseren Geldgebern Rettet die Elefanten Afrikas e.V., Georg Kloeble und der Wildlife Action Group International sowie Dr. Amanda Lee Salb, Brad Reid und natürlich unseren WAG-Scouts und Reto für die gute Arbeit!

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Liebe Unterstützer, Freiwillige und Freunde,

 

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wir möchten Ihnen noch einmal Danke sagen für all die Unterstützung im vergangenen Jahr.

 

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Die Wildlife Action Group Malawi wünscht allen eine Frohe Weihnacht sowie ein gesundes und glückliches Jahr 2018!

 

 

Botswana, Kenia, Tansania, Südafrika. Jeder kennt diese Länder, aus wunderschönen Tierfilmen oder war selbst schon einmal vor Ort und hatte die Möglichkeit, Elefanten, Büffel, Antilopen und andere Tiere in ihrem natürlichen Umfeld vom Rücksitz eines Geländefahrzeugs aus zu beobachten. Ein einmaliges Erlebnis, nicht wahr? Für die Wildlife Action Group (WAG) ist es tägliche Arbeit – allerdings nicht in einem der berühmten Safari-Länder, sondern in Malawi, einem der vielen anderen Länder im Afrika südlich der Sahara. Die Tier- und Pflanzenwelt ist hier oftmals einem noch größeren Druck ausgesetzt, weil diese Länder durch den weniger ausgebauten Tourismus nicht das verdiente Maß an Aufmerksamkeit erhalten. Der Naturschutz ist allerdings auch hier eine der wenigen Möglichkeiten, die Armut zu bekämpfen [1], in die Fußstapfen der Safari-Länder zu treten und Einnahmen aus dem Tourismus zu schöpfen. Viele große und kleine Initiativen in Malawi setzen sich genau hier ein,  die WAG ist eine davon.

 

Leider ist es sehr schwierig, finanzielle Unterstützung für Personalkosten zu erhalten. Dies liegt zum einen daran, dass viele Menschen noch nie von Malawi gehört haben und potentielle Unterstützer ihr Geld daher lieber in die berühmten Safariländer geben (siehe oben). Zum Anderen haben wir des Öfteren die Erfahrung gemacht, dass Geldgeber nicht für Personalkosten aufkommen wollen. Finanzierungshilfen sind meistens sachorientiert, z.B. ein Fahrzeug, Projekte in den umliegenden Dorfgemeinden, Beschilderungen, GPS-Geräte und andere Ausrüstung. All diese Dinge sind natürlich auch enorm wichtig für uns, jedoch helfen sie nicht, wenn das Geld für die Bezahlung derjenigen fehlt, die die eigentliche Arbeit ausführen. Und noch viel wichtiger: deren Hauptaufgabe es sein soll, das Waldreservat und deren Tier- und Pflanzenwelt zu beschützen, was hauptsächlich durch Patrouillen geschieht, z.B. um Wilderer dingfest zu machen oder Schlingfallen einzusammeln!

 

Im August 2005 begann die WAG das Sponsor-a-Scout-Programm, in der Hoffnung, dass sich die ein oder andere Einzelperson, Firma oder andere Organisation finden würde und das Gehalt eines Wildhüters finanzieren würde. Wir haben die Unterstützung tatsächlich erhalten – am Ende des Jahres 2005 wurde das damals 6-köpfige Team ausschließlich durch dieses Programm bezahlt. Aber es war auch ein wichtiger Schritt, um weitere Unterstützer zu gewinnen. So erhielt die WAG im Jahr 2006 Unterstützung vom US Fish & Wildlife Service zur Einstellung weiterer 6 Wildhüter! Was für einen positiven Unterschied das für unsere tägliche Arbeit machte! Und Anfang 2009 patrouillierten schon 16 Wildhüter im Auftrag der WAG. Ende 2017 arbeiteten 33 Wildhüter für die WAG, von denen 11 durch das Programm bezahlt wurden.

 

Auch Sie können uns helfen!

 

Wir möchten Privatpersonen , Firmen, Gruppen wie Schulklassen oder Vereine finden, die sich für diese Art der Unterstützung begeistern können und für ein Jahr (natürlich gerne länger) mit 1.100 Euro einen Wildhüter finanzieren!

 

Ein Wildhüter der WAG erhält ein Gehalt von umgerechnet ca. 60 Euro pro Monat, je nach Dienstgrad und -zugehörigkeit. Das ist überdurchschnittlich für Malawi, wo das mittlere Monatseinkommen ca. 23 Euro beträgt, Festanstellungen sind ohnehin die Ausnahme. Mit Ihrem direkten Beitrag zum Naturschutz geben Sie also auch einem Malawier die Möglichkeit auf ein Einkommen, welches  ihm langfristige Planung inklusive Alters- und Gesundheitsvorsorge ermöglicht. Außerdem ermöglicht es ihm, eine Familie zu ernähren und seine Kinder zur Schule und zum Arzt zu schicken. Zu den 720 Euro Ausgaben für das Gehalt (von denen der Wildhüter Steuern zahlt!), wird der Rest der Summe für seine Ausrüstung (Uniform, Stiefel, Schlaf- und Rucksack usw.), Härtezulagen und Notfälle (z.B. Dienstunfall) verwendet.

 

Als Unterstützer können Sie auf Wunsch mit dem Wildhüter Kontakt halten (z.B. durch Emails oder Briefe), erhalten den ca. vierteljährlich erscheinenden WAG-Newsletter und haben freien Eintritt ins Thuma Waldreservat, falls sie einmal bei uns vorbeischauen. Dann zeigt Ihnen der von Ihnen finanzierte Wildhüter natürlich gerne auf ausgedehnten Wanderungen seinen Arbeitsplatz vor!

 

Bei Fragen wenden Sie sich gern direkt an uns über kristina.roesel@reaev.org

 

[1] Das Bruttoeinkommen pro Kopf in Malawi betrug im Jahr 2016 nur etwa 320 US-Dollar. Zum Vergleich: In Deutschland lag es im gleichen Zeitraum bei 43.660 US-Dollar pro Kopf. Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung http://www.bmz.de/de/laender_regionen/subsahara/malawi/profil.html

 

Ingrid Rösel wünschte sich zum 50. Geburtstag Geld von ihren Gästen, um einem Wildhüter in Malawi das Jahresgehalt zu finanzieren.

 

Der Jugendclub Bernsdorf veranstaltete zwei Jahre in Folge eine Party, von deren Erlös das Jahresgehalt eines WAG-Wildhüters in Malawi finanziert wurde.

 

 

 

   Die WAG-Scouts Ende 2006. Photo: WAG/ Albert Schenk

 

32 der 33 WAG-Scouts im November 2017. Photo: WAG/ Lynn Clifford

11. Dezember 2017: Eine weitere erfolgreiche Verhaftung in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei. Der Verdächtige ist allen gut bekannt und führt eine lange Liste an Verstößen gegen das Naturschutzgesetz. Diese beinhalten illegalen Waffenbesitz, illegalen Besitz von Munition, Korruption, Verleih von Waffen zur Jagd auf Elefanten und andere Tiere. Er wird außerdem direkt in Zusammenhang mit zwei anderen Fällen aus diesem Jahr gebracht. Wir waren ihm seit März 2017 auf den Fersen und sind daher umso erfreuter, daß er jetzt endlich gefaßt ist. Großer Dank an alle, die bis zur Verhaftung mitgeholfen haben. Niemals aufgeben – mehr Schweiß, weniger Wilderei!  Photo © Wildlife Action Group Malawi

 

13. Dezember 2017: „Acht Jahre Strafarbeit für den Handel mit falschem Elfenbein“ lautet das Urteil von Magistrat Kantiki aus Salima für einen Mann, der falsches Elfenbei verkauft hat. Das harte Strafmaß soll abschreckend wirken und den Wilderern zeigen, daß es der Regierung ernst mit dem Schutz bedrohter Tierarten ist. Der Staatsanwalt in Salima zeigte sich sehr erfreut über das Urteil und hofft, daß es sich schnell herumspricht. Wir danken allen, die bei der Aufklärung des Falles geholfen haben! Photo © Wildlife Action Group Malawi

 

 

 

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