REA-Projekte

News von anderen REA-Projekten

Der Wild Is Life Trust hat zusammen mit Kiki’s Zimbabwe und Birdwoods Zimbabwe das Kunst-Projekt „One By One“ ins Leben gerufen, um Bewusstsein für den Schutz von Elefanten zu schaffen und um finanzielle Mittel für Nichtregierungsorganisationen in Simbabwe zu gewinnen, die sich für den Elefanten-Schutz engagieren.

 

Für dieses Kunst-Projekt werden Metall-Elefanten von einheimischen Schweißern angefertigt und von Künstlern aus Simbabwe gestaltet. Wer sich für einen dieser Kunst-Elefanten interessiert, kann ihn als Pate sponsern. Die Kunst-Elefanten werden an verschiedenen Plätzen aufgestellt und mit dem Namen des Paten versehen. Die Spendengelder, die dieses Kunst-Projektes einbringt, unterstützen Organisationen in Simbabwe, die sich für den Schutz der Elefanten einsetzen.

 

Unser Verein „Rettet die Elefanten Afrikas“ unterstützt mit einer Patenschaft dieses Kunst-Projekt. Unsere beiden Elefanten wurden von Roxy Danckwerts, der Gründerin des Elefanten-Waisenhauses, gestaltet. Sie stellen dar, wie Roxy ihre mit der Flasche aufgezogenen Elefanten-Mädchen in einigen Jahren am liebsten sehen möchte: als stolze Elefanten-Mutter mit einem eigenen Kalb – frei und wild lebend. Roxy hat ihnen den Namen „Princess Narcisse und ihr Flower Child“ gegeben. Mit ihrer goldenen Farbe leuchten sie warm im Sonnenlicht. Roxy hat diese Farbe für die kleine Elefantenfamilie bewusst gewählt, denn Gold steht für Zuversicht und für die Heilung von Leiden. Gibt es ein schöneres Symbol, den Wunsch für eine glückliche Zukunft für die Elefantenwaisen auf künstlerische Art und Weise auszudrücken?

 

Princess Narcisse und Flower Child

Princess Narcisse und Flower Child

Princess Narcisse

Princess Narcisse

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News vom Amboseli-Trust-for-Elephants – die Monate April und Mai 2018:

 

Die sogenannte „Große Regenzeit“ wurde dieses Jahr ihrem Namen wirklich gerecht! Sie begann ungewöhnlich früh bereits im Februar und brachte außergewöhnlich starke und ergiebige Regenfälle mit sich. Die während der Monate März bis Mai gefallenen Niederschläge entsprachen etwa 150 % der Menge eines gesamten durchschnittlichen Jahres!

 

Zwar wurde dadurch fast der gesamte Park überschwemmt aber das erschwerte „nur“ die Fortbewegung der Menschen. Die Straßen und Pisten standen zum großen Teil unter Wasser – auch wenn in Amboseli viele davon ohnehin auf Dämmen verlaufen. Das ATE-Team musste daher die Zufahrt zum Camp durch Pfähle markieren um nicht versehentlich vom Weg ab zu geraten. Allerdings waren teilweise auch die richtigen Wege so hoch überflutet, dass das Wasser durch die Autotüren ins Innere der Land-Rover gelangte…

 

Elefantenkuh in bester Verfassung!

 

Die meisten Tiere kamen mit den Folgen der ergiebigen Regefälle wesentlich besser zurecht. Sie wichen einfach auf höher gelegenes Land in der Nachbarschaft aus. Dort gab es kaum Überschwemmungen und trotzdem üppige Weideflächen.

Wenn mit Beginn der nächsten Trockenzeit die Überflutungen im Park zurückgehen werden sich die Überschwemmungsflächen in grüne Savannen mit saftigen Gras verwandeln, wodurch die Nahrungsversorgung für weitere Monate gesichert ist!

 

Die Elefanten befanden sich daher in bester körperlicher Verfassung und das wirkte sich auch deutlich auf ihr Verhalten aus. Vor allem die Kälber aber auch Kühe und sogar Bullen waren verspielt und ausgelassen. Männliche Elefanten sind ohnehin häufig dabei zu beobachten wie sie ihre Rangfolge durch Schiebeduelle klären. Diese verlaufen grundsätzlich freundlich und fair. Es kommt kaum zu ernsthaften Verletzungen. Nur zwischen Bullen von etwas gleichem Rang, die sich beide gerade in der Phase der „Musth“ befinden, kann es zu ernsthaften Kämpfen kommen.

 

Kämpfende Elefantenbullen

 

Einige Elefantenfamilien arrangierten sich besonders gut mit den Überschwemmungen und hielten sich auch im April und Mai die meiste Zeit innerhalb des Parks auf. Hierzu gehörten beispielsweise die AA’s, die EB’s und die GB’s, also einige der bekanntesten Familien Amboselis.

 

Die AA’s hatten das Glück, dass ihre wichtigsten Weidegründe ohnehin zum Großteil von den Überflutungen verschont geblieben waren. So konnten Sie problemlos in ihrem Kerngebiet bleiben, und dort einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Dem Weiden in den Sümpfen!

 

Nachdem die letzte Leitkuh der AA’s ein Opfer der Dürre geworden war nahm nun Astrid ihren Platz ein. Sie scheint ihrer Aufgabe gewachsen zu sein – und möglicherweise auch einen etwas anderen Führungsstil zu praktizieren. In der Vergangenheit duldete die AA-Familie fremde Jungbullen nicht besonders gerne in ihrer Mitte. Sie vertrieben diese meistens ziemlich schnell. Nun hielt sich Garango, ein jugendlicher Bulle aus der GB-Familie, einen ganzen Tag zwischen den AA’s auf! Vielleicht bedeutet dies, dass Astrid den Jungbullen gegenüber mehr Toleranz zeigt als ihre Vorgängerinnen – vielleicht war es aber auch nur eine Ausnahme. Das ATE-Team wird die Entwicklung jedenfalls im Auge behalten! Es ist immer faszinierend zu beobachten welche Verhaltensweisen Elefanten entwickeln, beibehalten oder auch verändern! All dies belegt die stark ausgeprägten individuellen Charakterzüge der Grauen Riesen.

 

Elefantenpaarung während der Regenzeit

 

Eine weitere Veränderung konnte man in der räumlichen Verteilung der Familienmitglieder feststellen. Vor und während der Dürre hatten sich die AA’s meistens in kleinere Untergruppen aufgeteilt. Nun waren häufig alle in einer Gruppe zusammen anzutreffen.

 

Sehr erfreulich ist die Entwicklung von Astrids kürzlich geborenem Sohn. Ihm geht es sehr gut! Es ist großartig zu sehen wie ausgelassen er herumtobt! Eines Tages spielte er fröhlich er mit Artemis Sohn, der letzten Dezember geboren wurde. Die AA’s hielten sich gerade am Observation-Hill auf und das abschüssige Gelände sorge für aufregende Entwicklungen bei den Schiebe-Duellen der beiden Jungs! Da sie fast dasselbe Alter haben sind sie ideale Spielgefährten. Und das werden sie bleiben, bis sie eines Tages zu unabhängigen jungen Bullen herangewachsen sind – vielleicht sogar darüber hinaus! Denn Elefanten – auch Bullen – bilden oft lebenslange Freundschaften.

 

Die AA’s machten insgesamt einen sehr glücklichen Eindruck! Nur Astrid’s Tochter Annan war eine Ausnahme – aus mehr als verständlichem Grund: Sie hatte im April ihr kleines Kalb verloren! Es war bereits ihr viertes gewesen – und keines davon hatte überlebt! Annan blieb nahe bei ihrer Mutter und unterstützte sie in dem sie auf ihren kleinen Bruder aufpasste. Gerade in diesen Situationen wird der soziale Charakter der Grauen Riesen besonders deutlich. Sie trauern um ihre Toten – beginnen aber bald wieder sich um die Lebenden zu kümmern.

 

Elefantenkuh und Kalb vor dem Kilimanjaro

 

Auch von den EB’s wurden viele Familienmitglieder öfters innerhalb der Parkgrenzen gesichtet. Ella und ihre Töchter hielten sich allerdings, wie schon in den Vormonaten, außerhalb des Parks im Selengai-Conservancy auf. In diesem Gebiet ist das Futterangebot besonders reichhaltig – vermutlich ein Hauptgrund für ihre Aufenthaltswahl.

Die meisten anderen Angehörigen der EB-Familie verbrachten jedoch viel Zeit innerhalb Amboselis. Am 9. Mai brachte hier Elana, eine Urenkelin der berühmten Echo, ein weibliches Kalb zur Welt. Nachdem sie ihr erstes Kalb verloren hatte (was häufig bei Elefanten vorkommt) hofften alle sie würde bald eine zweite Chance erhalten. Nun war es so weit und die Bedingungen dieses Jahres hätten hierfür nicht besser sein können! Nur extrem selten gibt es ein so reiches Nahrungsangebot. Elana sollte es unter diesen Umständen leicht fallen ausreichend Milch für ihr Baby zu produzieren.

 

Die Mitglieder der GB-Familie befanden sich ebenfalls in bester Verfassung. Was für ein Unterschied zur Situation gegen Ende der nur wenige Monate zurückliegenden Dürre! Jetzt trafen sich Gruppen der GB’s gerne mit anderen Familien und genossen die Annehmlichkeiten dieser guten Zeiten!

Außerdem gab es auch bei ihnen Familienzuwachs: Garamba brachte am 13. Mai ein weibliches Kalb zur Welt! Auch sie hatte bisher leider nur wenig Glück mit ihrem Nachwuchs gehabt. Sie bekam zwar bereits fünf Kälber, doch diese waren fast alle in noch sehr jungem Alter gestorben. Letztlich hatte bisher nur eines ihrer Babys überlebt: Gakuo, welches 2011 zur Welt kam. Nun hoffen natürlich alle, dass es auch ihre neue kleine Tochter schaffen wird. Dank der außergewöhnlich guten Bedingungen dieses Jahres hat sie hierfür auch die besten Chancen!

Tatsächlich gab es in vielen Familien Nachwuchs. Ein ganz besonderes Ereignis fand allerdings in der PA-Familie statt: Die junge Kuh Paru brachte Zwillinge zu Welt! Ein männliches und ein weibliches Kalb! Zwillingsgeburten kommen bei Elefanten nur extrem selten vor. In Amboseli fand die letzte vor 38 Jahren statt. Damals wurde Estella aus der EA-Familie die Mutter von Eclipse und Equinox, ebenfalls einem Mädchen und einem Jungen. Beide Kälber haben überlebt! Das ist gar nicht selbstverständlich, da viele Elefantenkühe kaum in der Lage sind genug Milch für zwei Babys zu produzieren. So hätte es Paru also gar nicht besser treffen können als ihre Zwillinge in einem Jahr mit so außergewöhnlich ergiebiger Regenzeit zur Welt zu bringen! Das ATE-Team wird die Entwicklung ihrer Kälber natürlich genau im Auge behalten!

 

Eine Elefantenherde wird von einem Bullen besucht.

 

Letztlich bestimmen verschiedene Faktoren, wie viele Babys eine Elefantenkuh ihm Laufe ihres Lebens zur Welt bringt – und wie viele davon überleben.

Einer davon ist die Länge des Zeitraums, währenddessen sie grundsätzlich in der Lage ist Babys zu bekommen: Also in welchem Alter sie zum erste Mal zur Paarung bereit ist und in welchem dies zum letzten Mal geschieht. Dies hängt ebenso von genetischen Veranlagungen wie von mehr oder weniger günstigen Umweltbedingungen ab.

Von großer Bedeutung ist auch die Unterstützung, die eine Kuh von ihrer Familie erhält. Gibt es viele junge Kühe so steht immer eine große Zahl von Babysittern zur Verfügung, die eine Mutter entlasten. Und weniger Stress erleichtert ihr die Produktion von ausreichend Milch.

Besonders wichtig ist die Anzahl erfahrener älterer Kühe in einer Familie. Diese helfen gerade jungen und unerfahrenen Kühen die richtigen Entscheidungen zu treffen um ihren Kälbern zu möglichst optimalen Überlebenschancen zu verhelfen.

Und schließlich ist auch das Geschlecht der Kälber ein wichtiger Faktor: Bullenkälber benötigen deutlich mehr Kalorien als Kuhkälber, da sie schneller wachsen. Gerade in Jahren mit schlechter Nahrungsversorgung sinken daher ihre Überlebenschancen deutlich. Falls eine Kuh viele männliche Kälber bekommt und gleichzeitig häufig Dürreperioden herrschen, kann sich das sehr negativ auf ihren Fortpflanzungserfolg auswirken.

 

Dieses Jahr sorgte die Große Regenzeit jedenfalls dafür, dass die Überlebenschancen aller neugeborenen Kälber außergewöhnlich gut sind. So kann das ATE-Team ziemlich optimistisch in die Zukunft blicken.

 

Wiedersehen mit Rea!

 

Wie viele unserer Unterstützer vielleicht wissen hat Cynthia Moss vom Amboseli Trust for Elephants ein Elefantenkalb aus Amboseli nach unserem Verein benannt: Rea, eine Tochter Risas aus der RA-Familie.

 

Rea wurde im Januar 2012 geboren und war von Anfang an ein sehr hübsches Baby mit riesigen Segelohren! Sie hatte gleich einen guten Start ins Leben, da es in ihrem Geburtsjahr sehr viel Regen gab. Ihre Mutter fand daher mehr als ausreichend Nahrung und konnte problemlos genug Milch für ihre kleine Tochter produzieren. Außerdem war Risa mit 42 Jahren bereits eine sehr erfahrene Mutter, die schon mehrere Kälber großgezogen hatte.

2016 bekam sie sogar ein weiteres Baby – dieses Mal ein männliches. Rea kümmert sich, typisch für weibliche Elefantekälber, liebevoll um ihren kleinen Bruder.

 

Es ist allerdings gar nicht so einfach ihre Entwicklung im Auge zu behalten, da sich die RA-Familie nicht nur innerhalb des Amboseli-Nationalparks aufhält sondern gelegentlich auch außerhalb liegende Gebiete aufsucht. So verschwinden sie schon mal für einige Zeit vom „Radar“ des ATE-Teams.

 

Umso erfreulicher war es als Dr. Vicki Fishlock am 16. Juli, als sie gerade auf dem Weg zu einem Meeting war, die RA-Familie innerhalb des Parks entdeckte und dabei auch Rea ausfindig machen konnte. Es gelang ihr ein Foto zu machen, welches Rea neben ihrer Mutter Risa und ihrem kleinen Bruder zeigt. Wie man sieht ist sie ordentlich gewachsen und in bester körperlicher Verfassung! Außerdem nimmt sie ihre Rolle als Kindermädchen offenbar sehr ernst!

 

Rea mit ihrem Bruder und ihrer Mutter Risa.

 

Wir freuen uns natürlich sehr über Reas wundervolle Entwicklung und hoffen, dass sie in Amboseli auch weiterhin ein glückliches Leben in Freiheit – sicher vor Wilderei und Mensch-Wildtierkonflikten – führen kann.

 

Während alle Augen auf den Umzug der ersten sechs Elefanten in das Auswilderungsgebiet Panda Masuie gerichtet waren, blieben Moyo und Kukukurukura – kurz: Kura – weiterhin in der Obhut der Pfleger im Elefantenwaisenhaus in Harare.

Moyo und Kura

Moyo und Kura

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Die sechs Elefantenwaisen Sizi, Annabelle, Matabele, Tulku, Mfana und Nora aus der Zimbabwe Elephant Nursery (ZEN), die sich seit Mai in der nächsten Phase ihrer Wiederauswilderung befinden, haben sich sehr gut in ihr neues Zuhause im Panda Masuie Wald, in der Nähe der Victoria Fälle, eingelebt.

Erkundungstour in Panda Masuie

Erkundungstour in Panda Masuie

Annabelle

Annabelle

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