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„Auch wenn wir das alles noch gar nicht richtig verarbeitet haben, muss ich leider mitteilen, dass meine wunderbare Mutter Daphne Sheldrick verstorben ist. Sie war für uns alle ein Vorbild und ich bin glücklich, dass ich sie meine Mama nennen durfte, denn sie war wirklich einzigartig. Sie war ein nationales Kleinod und eine Naturschutz-Ikone. Daphne starb am Abend des 12. Aprils nach einem langen Kampf gegen ihren Brustkrebs. Ein Kampf, den sie am Ende verloren hat. Ihr Vermächtnis ist unermesslich und ihr Tod wird weit über die Landesgrenzen hinaus nachwirken, denn das, was sie für den Naturschutz in Kenia geschaffen hat, ist einzigartig. Sie wird schmerzlich vermisst werden, aber niemals vergessen, und das war es auch, was Daphne in ihren letzten Wochen am meisten Trost spendete: das Wissen darum, dass ihr Andenken und ihre Arbeit fortgeführt wird und dass die Pionierarbeit, die sie geleistet hat, so viel für die Tierwelt und die Natur in ganz Kenia erreicht hat. Sie starb in dem Wissen, dass sie auch weiterhin jeden Tag aufs Neue durch die Arbeit des David Sheldrick Wildlife Trust und Dank eines engagierten Teams, das sie zurücklässt, etwas für das Land, das ihr so am Herzen lag, bewirken wird. Daphne hatte das Glück, lange genug zu leben, um in Ithumba Schlammbäder miterleben zu können, bei denen mehr als 100 Waisen, Ex-Waisen und ihre wilden Freunde gemeinsam herumtobten und sie konnte mit recht zu sich sagen ‘Wäre ich nicht gewesen’. Was für ein Geschenk sie uns allen hinterlässt, denn sie ist wirklich ein leuchtendes Beispiel für Menschlichkeit. Vielen Dank für all Deine Liebe, Leidenschaft und Unterstützung.“ Angela Sheldrick

 

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Daphne Sheldrick

Es ist ungefähr 30 Jahre her, da trafen wir sie zum ersten Mal, diese ganz besondere Person: Daphne Sheldrick, die „Mutter der Elefanten“. Sie war sanft und freundlich, während sie ihre vierbeinigen Kinder streichelte. Sie war aber auch stark und streng, wenn eine freche Elefantenwaise innerhalb der Elefanten-Gemeinschaft die Regeln nicht befolgte. Elefantenbabys vor dem sicheren Tod zu bewahren, wenn sie ihre Mütter aufgrund von Wilderei verloren hatten und sie nach Jahren erfolgreich wieder auszuwildern – das ist das Lebenswerk von Daphne Sheldrick.

Bereits 1989 hat unser Verein Rettet die Elefanten Afrikas e.V. an dieses unglaubliche Projekt geglaubt. Und das tuen wir auch heute noch! Unterstützt werden wir dabei von so vielen Pateneltern und Elefantenfreunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

Als wir Daphne das letzte Mal trafen, war sie bereits schwach, aber sie machte sich immer noch Gedanken um all die Probleme, die es in dieser grausamen Welt gibt.

Liebe Daphne, wir hoffen, dass Du nun an einem friedlicheren Ort ohne Schmerzen bist, SOMEWHERE IN THE GREAT SOMEWHERE, und dass Du jetzt endlich Deinen geliebten Mann David wiedertreffen wirst. Ihr beide werdet jetzt die Schutzengel der Elefanten sein. Wir werden weiterhin unser Bestes geben, um Euer wundervolles Projekt auch in Zukunft zu unterstützen.

 

Daphne, wir danken Dir von Herzen, dass Du uns die Liebe zu den Elefanten gelehrt hast und dass Du uns die Energie für den unaufhörlichen Kampf gegen Wilderei und Elfenbeinhandel gegeben hast.

 

Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

 

Die letzten Wochen mit Molly waren ein Wechselbad der Gefühle, in einem Moment sah es so aus als ginge es ihr besser, im nächsten Moment ist sie zusammengebrochen. Es wird vermutet, dass sich Molly’s Schädelhirntrauma verschlimmert und zu einer Hirnhautentzündung entwickelt hatte. Zum Glück ist das Schlimmste überstanden und es geht ihr wieder besser.

 

Das Elefantenwaisenhaus von Simbabwe verfolgt immer einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung ihrer Elefantenwaisen. Es werden nicht nur alle wichtigen veterinärmedizinischen Aspekte berücksichtigt sondern auch die psychologische Seite, denn die emotionalen Faktoren spielen eine unglaublich wichtige Rolle im Heilungsprozess. Die Methoden des Elefantenwaisenhauses von Simbabwe beinhalten eine Vielzahl von Behandlungstherapien und noch nie zuvor wurden so viele Behandlungsmöglichkeiten versucht, wie bei Molly. Das zahlt sich aus. Momentan zeigt Molly eine enorme Stärke und es scheint, dass es wieder bergauf geht. Einst war Molly ein bewusstloses Elefantenkalb, das unfähig war, selbstständig zu laufen, das seine Umwelt nicht wahrnehmen konnte und nicht in der Lage war, richtig Nahrung aufzunehmen. Aber Molly hat einen starken Überlebenswillen. Wenn Molly Infusionen benötigt, die ihr durch eine Ohr-Vene verabreicht werden, hält sie ganz tapfer still. Allen Widrigkeiten zum Trotz kann Molly mittlerweile wieder geradeaus laufen, sie benutzt ihren kleinen Rüssel und kann wieder feste Nahrung kauen.

 

Immer an Molly’s Seite ist ein Team von Pflegern, das sich seit 6 Monaten rund um die Uhr aufopferungsvoll um alle ihre Bedürfnisse kümmert. Auch Sizi, ihre „Seelenschwester“, verbringt jeden Tag sehr viel Zeit mit ihr. Langsam aber sicher gewinnt Molly an Kraft und Selbstvertrauen und sobald sie kräftig genug ist, wird sie wieder mit der restlichen Herde vereint.

Molly und Sizi

Molly bekommt rund um die Uhr Betreuung

Molly geht es von Tag zu Tag besser

Molly mit der Elefantenherde im Waisenhaus von Simbabwe

News vom Amboseli-Trust-for-Elephants – die Monate Dezember 2017 und Januar 2018:

 

Im November war die schreckliche, acht Monate anhaltende Dürre des Jahres 2017 endlich zu Ende gegangen und durch die langersehnte Regenzeit abgelöst worden! Diese setzte sich im Dezember mit ergiebigen Niederschlägen fort, welche in kürzester Zeit eine beeindruckende Regeneration der Pflanzenwelt zur Folge hatten. Für unzählige Tiere bedeutete dies die Rettung aus einer Zeit der schlimmsten Entbehrungen.

 

Die Amboseli-Elefanten haben eine schlimme Dürre überstanden.

Noch ist das ATE-Team damit beschäftigt festzustellen, welche und wie viele Opfer die Dürre gefordert hatte. Aber wenigstens ist bereits sicher, dass die furchtbaren Ausmaße des Jahres 2009 nicht erreicht wurden. Damals starben in Amboseli ungefähr 400 Elefanten als Folge der extremen Trockenheit. Dieses Jahr waren es vermutlich zwischen 50 und 60 Tiere – vorwiegend ältere Individuen und Kälber. Aber auch eine noch relativ junge Leitkuh, die 49 Jahre alte Amelia von den AA’s, erlag den äußerst schweren Bedingungen. Weiterlesen

Henry, der Ermittler von MAPP, konnte wieder in Zusammenarbeit mit der Polizei-Behörde einen erfolgreichen Schlag gegen die Elfenbein-Wilderer landen.

 

17. Februar 2018

Auszug aus dem Protokoll:

 

  • 13.27 Uhr     “Drei 3 Angeklagte und ein Paar Stoßzähne aufgespürt. Eine Gruppe Gehilfen der Wilderer verletzt. Sind auf dem Weg nach Kadoma mit den Angeklagten.“
  • 13.42 Uhr      “Ich habe gerade von einem Informanten den Tip erhalten nach Chitekete zu fahren. Wir haben zuverlässige Info über den Aufenthaltsort von Jabulani Ndengeza, der nun seit 4 Jahren auf der Fahndungsliste steht.”

 

 

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