Artenschutz

Berichte über den Schutz der Elefanten aus aller Welt

US-Großwildjäger dürfen künftig wieder Stoßzähne afrikanischer Elefanten importieren.

 

Donald Trump, in Form der US-Regierung hat das Importverbot von Elefanten- Jadgtrophäen aus Simbabwe und Sambia aufgehoben für Trophäen gejagte Tiere aus dem Zeitraum Januar 2016 bis Dezember 2018.

 

Damit wurde ein Verbot rückgängig gemacht, das Barack Obama erlassen hatte. Vorangetrieben wurde die Neuregelung von der Safari Club International Foundation und der mächtigen Waffenlobby NRA. Die Jäger haben es unter anderem auf das teure Elfenbein der vom Aussterben bedrohten Elefanten abgesehen.

 

Diese Wende dürfte die gerade eingeführten Handelsverbote  der USA und China untergraben und den illegalen Handel und damit die Wilderei wieder stärken.

 

Wenn Sie sich einsetzen wollen – hier gibt es eine Petition gegen diese Entscheidung.

 

UPDATE vom 18.11.2017

Donald Trump reagiert auf die massive Kritik von Tierschützern:
Der US-Präsident stoppte vorerst die Erlaubnis, Stoßzähne afrikanischer Elefanten zu importieren.

Wir werden weiter verfolgen, wie die USA hier weiter vorangehen werden.

Folgenden Brief von „Actions for Elephants UK“ unterzeichnete REAeV zusammen mit vielen NGO´s weltweit:

 

Sehr geehrte Premierministerin,

 

wir sind hocherfreut über das Vorhaben ihrer Regierung, eine Gesetzesvorlage zum vollständigen Verbot des Elfenbeinhandels im Vereinigten Königreich zu erarbeiten. Mit diesem Brief wollen wir diesen Meilenstein honorieren und unseren Dank zum Ausdruck bringen, dass Sie und ihre Regierung beschlossen haben, den Elfenbeinhandel zu bekämpfen und entscheidende Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

 

Der folgende offene Brief wurde von etwa 200 Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Umweltschützern, Parlamentsmitgliedern und weiteren Personen unterzeichnet und demonstriert, wie wichtig den Menschen ein Verbot des Elfenbeinhandels ist. Obwohl die Unterzeichnenden die Ankündigung des Umweltministeriums begrüßen, ist allen klar, dass die Verhandlungen über den Gesetzentwurf noch bevorstehen und die Vertreter des Antiquitätenhandels alles daransetzen werden, das Vorhaben soweit wie möglich zu verwässern und weitreichende Ausnahmen durchzusetzen. Wir hoffen, dass die Regierung sich in ihrer Entschlossenheit nicht beirren lassen wird und das Verbot tatsächlich den Verkauf von Elfenbeinprodukten jeglichen Alters betreffen wird, wie vom Umweltministerium angekündigt wurde.

 

Es gibt bereits weltweite Bemühungen, den globalen Elfenbeinhandel, der für den katastrophalen Rückgang der Elefantenpopulationen verantwortlich ist, zu beenden. Sobald das geplante Verbot in der angekündigten Tragweite umgesetzt ist, wird es die internationale Führungsrolle Großbritanniens bei diesem Unterfangen untermauern, und Großbritannien wird im Jahr 2018 als würdiger Gastgeber der Konferenz zum illegalen Wildtierhandel auftreten können.

 

Wir sind voller Hoffnung und Erwartung, dass Ihre Regierung so bald wie möglich erfolgreich ein umfassendes Verbot des Elfenbeinhandels im Vereinigten Königreich umsetzen wird.

 

Der offene Brief:

 

Sehr geehrte Premierministerin,

 

am heutigen Tage kommen zum vierten Mal Menschen in über 100 Städten der Welt zum Global March for Elephants and Rhinos zusammen, um sich gemeinsam für den Schutz von Elefanten und Nashörnern, majestätische und zugleich vom Aussterben bedrohte Tierarten, einzusetzen und dafür, dass überall auf der Welt der Handel mit ihren Stoßzähnen bzw. Hörnern ausnahmslos verboten wird. Wenn dieser Handel nicht weltweit gestoppt wird, werden diese Tiere weiterhin massenhaft gewildert werden, bis sie schließlich aus ihrem natürlichen Lebensraum, der Wildnis, verschwunden sein werden.

 

Weiterlesen

Global March for Elephants and Rhinos 2017

 

 

Folgende Aktionen finden 2017 in Deutschland statt:

 

29.9. in München

 

14.10. Stuttgart

 

7.10. in Berlin

 

8.10. Hamburg

Der 31. März – ein guter Tag für die Elefanten!
China macht Ernst mit seiner Ankündigung, den Elfenbeinhandel zu beenden und schließt rund ein Drittel seiner insgesamt 164 offiziellen Schnitzwerkstätten und Elfenbeinshops. Die restlichen sollen bis zum Jahresende folgen.

 

Dieser wichtige Schritt zur Rettung der akut vom Aussterben bedrohten Elefanten steht übrigens in der EU bis dato noch aus.
Künftige Schlupflöcher für den Elfenbeinhandel zeichnen sich aber auch in China ab: So hat die Regierung bereits „Sonderverkäufe“ von „legalem“ Elfenbein etwa an Museen angekündigt. Solche Ausnahmen könnten den Markt wieder anheizen. Ungeklärt ist zudem die Frage, was mit den riesigen Mengen kursierenden Elfenbeins geschieht. Am schnellsten wäre der legale Handel nach Ansicht von Experten zu beenden, wenn die chinesische Regierung das Elfenbein aus Schnitzwerkstätten und Shops aufkaufen würde. Ob China sich allerdings zu einer Zerstörung seiner offiziellen Lagerbestände durchringen kann, steht noch in den Sternen.

 

Sorge bereitet auch die Tatsache, dass die Elfenbeinschmuggler angesichts des chinesischen Durchgreifens auf andere Länder ausweichen.
Chinesische Käufer beschaffen sich mittlerweile Elfenbein in Vietnam oder Laos und lassen es sich per Post zuschicken. Eine Schwachstelle stellt auch Hongkong dar: In Hongkong beispielsweise soll der Handel erst 2021 beendet werden.

 

In der EU wird weiterhin über ein Vorgehen zur Beendigung des Elfenbeinhandels in den Mitgliedstaaten beraten – ein endgültiges Verbot ist offen.
Der Verein „Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“ warnt vor den Folgen der skrupellosen Wilderei, der jährlich bis zu 40 000 Tiere zum Opfer fallen. Wenn nicht endlich Schluss ist mit der Jagd nach dem Weißen Gold, könnten Afrikas Elefanten in zehn Jahren ausgerottet sein. Deshalb fordern die Artenschützer seit langem ein Ende jeglichen Handels mit Elfenbein.

 

 

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