Nairobi Nursery

Sonntag, 1. Januar 2017
Alle Waisen begrüßten das neue Jahr in bester Laune und beteiligten sich an verschiedenen Schubs-Spielen. Die kleinen Jotto, Tamiyoi und Malima rannten fröhlich auf dem Gelände der Stallungen herum und trompeteten und stampften wie die älteren Waisen im Gebüsch hinter den Gehegen. Luggard, Murit und Malkia waren damit beschäftigt, sich gegenseitig mit umschlungenen Rüsseln in Ringkämpfe zu verwickeln. Es war sehr schön und ermutigend zu sehen, wie der arme Luggard mit seinem gebrochenen Bein versuchte, mit Malkia zu spielen und auf sie zu klettern wie die Anderen, obwohl er eigentlich nur drei Beine zur Verfügung hat. Es fiel ihm schwer, die Balance zu halten, aber er begnügte sich auch damit, hinter ihr her zu jagen; Malkia machte bereitwillig mit und rangelte vorsichtig mit ihm.

Jotto ist gut gelaunt

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Donnerstag, 1. Dezember 2016
Es ist bekannt, dass ein satt gefressener Löwe kein Interesse an anderen Tieren seines üblichen Speiseplans hat, auch wenn sie ihm sehr nahe kommen. Heute Nachmittag grasten die Waisenelefanten gerade, als sie ein Warzenschweinjunges schreien hörten. Es kam den Elefanten entgegen gerannt, und ein Löwe war hinter ihm her! Die Raubkatze schien sich aber keine allzu große Mühe zu geben, sondern wollte das Ferkel offenbar nur ärgern und so tun, als ob er es jagen wollte. Die Warzenschweinmutter rannte hinterher und versuchte, ihr Kleines zu retten. Das Drama kam zu einem abrupten Ende, als die mutige Kamok, die Löwen nicht leiden kann, aus dem Gebüsch hervor kam und den Löwen verscheuchte. Er rannte weg und verschwand im Dickicht, und das kleine Warzenschwein konnte wieder zu seiner Mutter.
Heute war es bereits am frühen Morgen sehr heiß und bei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr trank Malima schnell ihre Milch aus und nahm Ambo, Jotto und Mbegu mit ins Schlammloch. Kurz darauf schloss sich ihnen auch Godoma an, und sie und Mbegu tauchten vom Kopf bis zur Schwanzspitze im Matsch unter. Mbegu erlaubte den Kleinen, auf ihrem Rücken herumzuklettern und in den Schlamm zu rutschen. Schließlich verließen sie alle das Schlammloch und gingen sich bei einem Staubbad abtrocknen. Daraufhin beschlossen Ndotto und Lasayen, hinein zu gehen und spielten selber – sie spielten Fußball und machten Kopfstand im Matsch! Am Ende gaben sie das Fußballspielen auf und gingen zu Ndottos Lieblingsspiel über – Rangeln und Klettern.

Die süße Malima gibt den Weg vor

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Dienstag, 1. November 2016
Die Waisen machten es sich am Morgen im Wald gemütlich, und Ngilai, Ndotto, Sana Sana, Lasayen, Murit und Godoma waren alle in Spiellaune, rannten herum und jagten den Warzenschweinbabys hinterher. Die winzigen Warzenschweine machten es ihnen aber nicht leicht und verschwanden immer wieder im Gebüsch, sodass Ngilai und seine kleinen Kollegen protestierend trompeteten, weil sie ihnen nicht folgen konnten. Plötzlich kamen die Warzenschweinbabys, verwirrt von dem vielen Tröten und Stampfen, aus dem Dickicht gerannt und flitzten zwischen Ndottos Beinen hindurch, wobei sie lustige Grunzgeräusche von sich gaben. Das erschreckte Ndotto ordentlich, und er flüchtete sich zu Oltaiyoni und dem Rest der Herde. Sein Geschrei schreckte auch die restlichen Waisen der Gruppe auf, und sie rannten ihm hinterher. Als sie bei der Herde ankamen, standen sie alle zusammen und stellten die Ohren auf; sogar die Kleinen, Jotto, Ambo, Tamiyoi, Esampu und Malkia machten große Ohren, verkrochen sich aber ganz in der Mitte der Gruppe, zwischen Roi, Mbegu, Oltaiyoni, Kamok, Kauro und Maramoja. Oltaiyoni marschierte los, um herauszufinden, was die ganze Aufregung sollte, war aber froh als sie sah, dass es nur die Warzenschweine waren. Sie trompetete ihnen laut zu und trat mit Staub nach ihnen, um sie zu verscheuchen, und ging dann zu ihrer Waisenherde zurück.

Ngilai hat am Morgen seinen Spaß

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Samstag, 1. Oktober 2016
Bei der privaten Besuchsstunde war es heute extrem heiß, sodass alle Waisen schnell ihre Milchflaschen leerten und dann in das erfrischende Schlammbad sprangen. Ein paar von ihnen, wie Pare, Tusuja, Galla, Godoma, Ambo und Mbegu wollten sogar zuerst in den Matsch! Das zeigt schon, wie warm ihnen gewesen sein muss; sie spritzten sich Wasser hinter die Ohren, und der kleine Ambo rollte sich sogar erst einmal ordentlich herum, bevor er sich seine Milch bei einem Keeper abholte. Als alle mit ihrer Milch fertig waren, gingen sie zurück in den Schlamm. Ndotto und Lasayen kletterten begeistert auf Roi und Oltaiyoni herum, als diese im Matsch lagen.
Während die Elefantenbabys glücklich spielten, war es ein trauriger Nachmittag für das kleine Breitmaulnashorn, das gestern angekommen war – es konnte sich nicht mehr von seinen Verletzungen von dem Löwenangriff und dem traumatischen Erlebnis, seine Mutter zu verlieren, erholen und starb am Nachmittag. Wir waren alle sehr traurig, das kleine Nashorn zu verlieren.

Die Waisen erfrischen sich beim Schlammbad

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Donnerstag, 1. September 2016
Die kleinen Elefanten bekommen von den älteren Mädchen alle Liebe, Zuneigung und Fürsorge, die sie brauchen. Als heute Ngilai aus seinem Stall kam, ging er wie üblich zu Kamoks Gehege, um nachzusehen, ob sie noch darin war. Wenn sie noch dort ist, lungert er immer noch ein wenig an ihrer Tür herum, nachdem er ihr Guten Morgen gesagt hat, damit er auf sie warten und mit ihr zusammen in den Wald gehen kann. Heute kamen alle Babys zur gleichen Zeit heraus; normalerweise sind die ganz Kleinen etwas später dran, aber heute wurde im Waisenhaus gefilmt, sodass alle zugleich heraus durften. Ambo war noch vor Oltaiyoni draußen, und er ging direkt zu ihrem Tor und stieß dagegen, damit seine Adoptivmama schneller herauskommen würde. Schließlich waren sie alle bereit und gingen zusammen in den Wald. Alles verlief nach Plan; einige grasten und andere spielten zusammen.
Manchmal sind die kleinen Babys neidisch auf ihre älteren Freunde. Ambo genoss heute etwas leckeres, weiches Grün, das er von einem Keeper zugesteckt bekam. Ngilai kam dazu und wollte auch etwas abhaben, doch Ambo ging auf ihn los und stieß ihn mit dem Kopf weg. Weil der Keeper dabei war, wusste er, dass er keine Rache von Ngilai zu befürchten hatte; Ngilai hätte ihn gerne zurückgeschubst, doch er wusste, dass der Keeper Ambo beschützen würde, da er viel kleiner ist als Ngilai. Als die Babys sich an einer Stelle drängelten, verirrte sich eine Warzenschweindame in die Gruppe und fand den Weg hinaus nicht mehr. Tagwa und Roi machten es ihr nicht leicht und verscheuchten sie schließlich. Naseku und Godoma schlichen sich von ihren Freunden davon und gingen weiter in den Busch hinaus. Sie standen ein ganzes Stück von den Anderen entfernt, als es noch nicht ganz hell geworden war, und waren von etlichen anderen Tieren umgeben. Wo sie grasten, stand auch ein einzelner Büffelbulle, und als Naseku ihn sah, begann sie zu trompeten, um die anderen Waisen anzulocken und ihn mit vereinten Kräften zu verscheuchen. Es reagierte aber nur Roi, die ebenfalls trompetete, aber nicht zu ihr gelaufen kam. Schließlich ließen Naseku und Godoma den Büffel in Ruhe und kamen, immer noch trötend, zum Rest der Gruppe zurück.

Ngilai draußen im Wald

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