Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2018

 

Juli und August waren so bitter kalt in Nairobi, daß selbst die Elefantenwaisen keine Lust hatten, nass zu werden und wir das Suhlen im Schlamm erst einmal ausgesetzten. Stattdessen haben wir einige Haufen mit loser, roter Erde aufgeschüttet, in denen sich die Waisen in den Wintermonaten liebend gern herumrollen. Die Jüngsten versuchten ihr Bestes, ihren älteren Herdenmitgliedern auf den Rücken zu klettern, was ihnen aufgrund ihrer kurzen Beine und kugelrunden Bäuche nicht immer gelang! Gegen Ende des Monats wurde das Wetter wieder wärmer und die Suhle re-aktiviert, besonders auf Drängen von Enkesha und Emoli, die damit begannen, sich in den Sumpf davonzuschleichen, weil sie es nicht erwarten konnten, wieder zu baden. Emoli entwickelt jetzt seinen ganz eigenen Kopf und ist jetzt viel verspielter, aber auch dickköpfiger. Er fordert die anderen Jungbullen wie Sattao und Musiara gerne zum Ringen heraus, aber die sind nicht besonders interessiert an ihm. Wenn sie ihn ignorieren, albert er einfach vor sich hin. Eines Tages leerte er eine der Wassertränken aus und kickte sie herum wie einen Fußball. Ein anderes Mal belästigte er seine Kumpels Sattao, Musiara und Maktao beim Fressen so sehr, daß Tamiyoi und Enkesha eingreifen mußten.

 

Kiasa ist bei der Fütterung so ausgebufft wie eh und je und so wird ihr immer noch als Allerletzte die Flasche gegeben. Sobald sie damit fertig ist, macht sie sich auf die Suche nach noch mehr Milch, die sie ihren Altersgenossen abnehmen könnte. Wenn die Opfer sie bemerken, formen sie mit ihren Keepern einen Kreis und den Milchflaschen nach innen, um die verfressene Kiasa von ihren Flaschen fern zu halten. Leitkuh Tagwa hält immer ein Auge auf Kiasa und versucht sie zu disziplinieren, wann immer sie kann. So jagt sie sie von der Gruppe weg, wenn sie es mit ihren Neckereinen wieder einmal übertreibt. Obwohl sie schon ein Jahr älter ist, ist Malima ebenso ausgebufft. Zur Fütterung selbst benimmt sie sich zwar, aber vorher schmeißt sie gerne die Eimer mit den Milchflaschen um oder schubst während der öffentlichen Besuchsstunde am Vormittag die Leute am Absperrseil. Natürlich ist das Verhalten der Waisen auch von ihrer Tagesform abhängig. Ndiwa ist normalerweise nicht besonders aufmerksam gegenüber den Jüngeren, aber einmal überraschte sie alle, als sie Emoli half, der im Sumpf stecken geblieben war. Tagwa ist am fürsorglichsten von allen Nursery-Waisen. So war sie schon als Baby, ist also bestens geeignet als Leitkuh! Sana Sana hilft ihr leidenschaftlich gern dabei und passt eifrig auf die Kleinsten auf. Sattao und Ambo scheinen besonders an Sana Sana zu hängen, und sobald irgend einen Pieps von sich geben, ist Sana Sana zur Stelle um nach dem Rechten zu sehen.

 

Maktao, Emoli und Kiasa sind sehr neugierig. Vielleicht liegt das an ihrem Alter, sie saugen alles auf, was sie um sich herum beobachten. Eines Morgens, die Waisen fraßen friedlich vor sich hin, jagte das Trio ein paar kleine Impala-Antilopen durch das Gelände, die sich im Gebüsch versteckt hatten. Als die Impalas verschwunden waren, traf Maktao auf eine große Schildkröte, die schwerfällig über das Gelände tapste. Als die Schildkröte die Elefanten sah, zog sie ihren Kopf ein, aber als dieser wieder herauslugte, verpasste er Maktao einen riesen Schreck, der brüllend zu den älteren Elefanten zurück rannte!

 

Klein Enkesha ist ein höfliches und liebes Elefantenmädchen und ist viel glücklicher seit sie die Infektion ihres Rüsselhandicaps überstanden hat. Sie spielt am liebsten mit Maisha, die ihr charakterlich sehr ähnlich ist. Im Busch sieht man die Beiden in der Regel zusammen fressen, manchmal ist auch Sattao mit seinen Freunden Luggard und Musiara dabei. Es ist erstaunlich, Enkesha dabei zu beobachten, wie sie trotz des Loches im Rüssel Wasser aufsaugt und in ihr Maul spritzt. Das Loch stammt von einer Verletzung, die durch eine Drahtschlinge verursacht wurde und ihr den Rüssel fast komplett abgeschnitten hatte. Um das Loch zum Saufen kurzzeitig zu schließen, muss sie viele hunderte Muskeln anspannen. Sie kann ihren Rüssel jetzt fast genauso nutzen, wie die anderen Babys ihre intakten Rüssel, und es gibt nichts, das sie mit ihrem Werkzeug nicht machen könnte.

 

Jotto und Ambo sind die beiden ältesten Bullen in der Nursery und gute Spielgefährten. Sie testen jetzt oft ihre Dominanz gegenüber dem jeweils Anderen. Ambo ist nach wie vor besessen von den leckeren Luzernepellets. Wenn er, Malima, Ndiwa und Tamiyoi nicht gerade dabei sind, sich durch die Gatterstäbe von Maxwell zu bereichern, trägt er die Reste um das Futterlager weg und schafft seine Beute wie ein Nashörnchen in ein geheimes Versteck.

 

Kuishi und Malkia sind immer noch sehr unfreundlich gegenüber den jüngeren Bullen Jotto, Ambo, Emoli und ganz besonders Mapia. Sie ärgern ihn oft und scheinen ihm klarmachen zu wollen, wer in der Herde das Sagen hat. Wegen dieser Gemeinheiten, meiden die Jungbullen sie oft, wenn die Herde gemeinsam in den Busch zieht. Ndiwa und Sagala gehen immer noch gerne auf Streifzug in den Wald und versuchen, die anderen mitzulocken. Tagwa scheint jedoch die Entscheidungen zu treffen, denn wenn sie sich gegen einen Abstecher entscheidet, bleiben alle bei ihr.

 

Die Nashörner: Maxwell, unser blindes Nashorn, war sehr erfreut, als er bemerkte, daß wir seinen Stall erweitert hatten. Zuerst war er ein wenig verwirrt, aber danach inspizierte und markierte er jeden Winkel.

 


Kiasa and Ndiwa head down to the mud bath area 8/1/2018

Ambo follows Kiasa and Ndiwa to mud-bath 8/1/2018

 


Enkesha with Sana Sana 8/1/2018

Tagwa browsing in the bushes 8/2/2018

 


Sattao enjoys some solo browsing 8/2/2018

Emoli after early morning feed  8/2/2018

 


Malima reaching up to the juiciest leaves 8/3/2018

Ambo with friends 8/3/2018

 


Maxwell in his stocakde 8/3/2018

Musiara and Tagwa browsing 8/4/2018

 


Mapia sucking his trunk 8/4/2018

Malkia in the forest 8/4/2018

 


Kiasa trying to lead orphans to browse 8/5/2018

Sattao in the forest 8/5/2018

 


Tagwa off to the 11am feed 8/5/2018

Tamiyoi after her morning milk bottle 8/6/2018

 


Enkesha reaching up to the juicer leaves 8/6/2018

Emoli looking for friends to play with 8/6/2018

 


A very relaxed Sana Sana 8/7/2018

Sagala browsing deep in the forest 8/7/2018

 


‚Jotto crossing the water with Maktao 8/7/2018

Musiara going to the mud-bath with his friends 8/8/2018

 


Maisha sniffs the air 8/8/2018

Kiasa in a hurry to get her milk bottle 8/8/2018

 


Emoli getting ready to mock charge 8/9/2018

Kuishi happy to browse alone 8/9/2018

 


Mapia having his milk bottle 8/9/2018

Mapia and Ndiwa lead the orphans in the morning 8/10/2018

 


Ambo coming out of the forest 8/10/2018

Tagwa Sagala and Sana Sana browsing 8/10/2018

 


Maktao after his tortoise encounter 8/11/2018

Emoli and Maktao ready to make mischief 8/11/2018

 


Malima browsing in the forest 8/11/2018

Kuishi heards something in the distance 8/12/2018

 


Enkesha sucking her trunk 8/12/2018

Orphans heading home 8/12/2018

 


Sattao in a playful mood 8/13/2018

Maktao trying to sniff Sattao’s mouth 8/13/2018

 


Sagala waiting for her milk bottle 8/13/2018

Sana Sana ready to lead the orphans 8/14/2018

 


Jotto dusting 8/14/2018

Luggard with his keeper 8/14/2018

 


Enkesha very clever at using her trunk now 8/15/2018

Maisha can sniff the milk bottles 8/15/2018

 


Kuishi swinging her trunk 8/15/2018

Jotto sniffing the air 8/16/2018

 


Kiasa listening to wild animal sounds 8/16/2018

Tamiyoii and Maisha walking together 8/16/2018

 


Jotto and Maktao crossing the small river 8/17/2018

Ambo browsing in the forest 8/17/2018

 


Luggard finds a quiet spot to browse 8/17/2018

Maisha and Sattao browsing together 8/18/2018

 


Jotto and Musiara spend time together 8/18/2018

Maktao and Kuishi on top of the rocks 8/18/2018

 


Kiko in one of the pens 8/19/2018

Maktao and Tagwa pluck at some green leaves 8/19/2018

 


Sana Sana with a trunk full of grass 8/19/2018

The Keepers find Luggard in the bushes 8/20/2018

 


Musiara not too far from where Luggard was 8/20/2018

Enkesha ready to head home for 5pm bottle 8/20/2018

 


Tamiyoi with a friend 8/21/2018

Malima catching some wild animal scents 8/21/2018

 


Ndiwa flapping ears 8/21/2018

Kuishi getting ready to go down to mud-bath 8/22/2018

 


Maisha and Sagala browse together 8/22/2018

Jotto with a warthog in the background 8/22/2018

 


Malkia trying to scratch her head 8/23/2018

Ambo with mouthful of grass 8/23/2018

 


Kiasa browsing 8/23/2018

Malkia Maktao & Malima with her ears spread open 8/24/2018

 


Emoli enjoys browsing with Maisha 8/24/2018

Orphans waiting for their morning bottle 8/24/2018

 


Mapia filling his tummy 8/25/2018

Sana Sana stuffing her mouth with grass 8/25/2018

 


Malima and Jotto walk to the forest 8/25/2018

Emoli browsing away from Kiasa 8/26/2018

 


Maktao taking the lead 8/26/2018

Kuishi in a playful mood 8/26/2018

 


Maxwell sensing another animal must be close by 8/27/2018

Malima browsing 8/27/2018

 


Ndiwa leading orphans to mud-bath 8/27/2018

Maisha waiting patiently for her milk bottle 8/28/2018

 


Musiara scratching his eye with his trunk 8/28/2018

Tamiyoi happy to wait for her bottle 8/28/2018

 


Sagala browsing deep in the forest 8/29/2018

Ndiwa browsing close to Sagala 8/29/2018

 


Sana Sana with mouth full of grass 8/29/2018

Maktao Sagala and Kuishi at 9am feed 8/30/2018

 


Maisha Emoli Maktao browsing away from Malkia 8/30/2018

Malkia keeps an eye on the boys 8/30/2018

 


Mapia at 9am feed 8/31/2018

Malima waiting her turn to go down to mud-bath 8/31/2018

 


Kuishi Emoli Maktao and Musiara 8/31/2018

 

Monatsbericht für die Voi-Gruppe: August 2018

 

Tsavo ist diesen Monat wieder deutlich trockener geworden, obwohl jetzt Winter war. Aber das ist normal und wir waren diesen Monat schließlich mit einer guten Regenzeit gesegnet, so daß wir trotz einsetzender Trockenzeit immer noch gutes Grünfutter hatten. Obwohl es fast jeden Tag bewölkt und kalt war, wird es langsam wärmer. Die Waisen suhlten ab und an wieder im Schlamm und es gab immer mal einen leichten Schauer, der den Staub aus der Luft wusch. Weil es jetzt wieder trockener wurde, kamen auch wieder mehr wilde Elefanten zum Saufen ins Stallgelände. Die Tränke befindet sich in der Nähe des großen Affenbrotbaums und bietet den Waisen immer eine gute Gelegenheit, mit wilden Artgenossen Kontakt aufzunehmen.

 

Mbegu und ihre Herde, die erst im Mai und Juni aus der Nursery nach Voi gekommen sind, waren anfangs ein wenig zaghaft bei diesen Begegnungen, aber diesen Monat waren sie schon um Einiges wagemutiger und freuen sich sogar über die Treffen. Mbegu ist immer noch sehr beschützerisch gegenüber „ihrer“ Herde, also Godoma, Ndotto, Lasayen, Murit und Ngilai. Layoni und Dabassa, zwei Jungbullen und Ex-Waisen, kamen nach über einem Monat einmal wieder im Stallgelände vorbei und liefen direkt auf Lasayen zu, um ihn zu grüßen. Der war komplett überrascht und ein wenig eingeschüchtert, weil er die beiden sich ihm so schamlos annähernden Elefantenbullen nicht kannte. Er rannte schreiend davon, was Mbegu auf den Plan rief, die sich sofort zwischen ihn und die älteren Bullen stellte. Kenia und der Rest der Herde kamen ebenfalls schnell dazu und kollerten Mbegu beruhigend zu, denn sie kannten die zwei Besucher schließlich. Wenn Ndoria wieder einmal schlechte Laune hat, so wie an dem Tag, als sie Tahri ohne Grund schubste und Ndii einschreiten musste, auch dann hält Mbegu ihre kleine Herde zusammen, damit sie bloß nicht in Schwierigkeiten gerieten.

 

Ihre kleine Nursery-Herde integriert sich allerdings mehr und mehr in den Rest der Voi-Waisenherde und man sieht sie oft zusammen spielen. Naipoki hatte zum Beispiel einen wunderbaren Ringkampf mit Ndotto – bis Lasayen eifersüchtig wurde, und ihren auserkorenen Schützling Ndotto vom Spielplatz entfernte. Die Kleinen haben auch immer noch großen Respekt vor der Größe der Älteren. Als Nelion einmal Murit zum Spiel auffordern wollte, machte diese beim Anblick seiner wachsenden Stoßzähne eingeschüchtert Halt und trat den Rückzug an! Um sich in ihrem neuen Zuhause zurechtzufinden, waren sie jedoch von den alteingesessenen Waisen abhängig. Ganz besonders in der Trockenheit, wo es überlebenswichtig ist, zu wissen, wo man noch Nahrhaftes findet. Die älteren Waisen kommen außerdem besser an die höher sitzenden Zweige und Kenia und Kihari sind immer clever genug, um immer noch höher in den Baum zu reichen. Die Jüngeren wie Ngilai, Araba, Mbegu und Godoma scheinen aber zufrieden mit der Lösung, unten zu stehen, und alles aufzusammeln, was von den Großen runterfällt.

 

Mudanda war diesen Monat ziemlich frech, was uns ein wenig verwunderte, denn normalerweise ist Ndoria diejenige, die man wegen ihrer Schwanzbeißerei im Auge behalten muss. Mudanda wurde dabei beobachtet, wie sie andere in der Herde belästigte und mobbte. Vor allem Nguvu musste dran glauben, und sie versuchte mit aller Kraft ihn morgens von seinen Luzernepellets fernzuhalten. Wir nehmen an, daß sie sich wegen all der jungen Neuankömmlinge vielleicht ein bißchen Autorität verschaffen will? Ndii hält immer noch große Stücke auf „ihr“ kleines Baby Tahri und kann es überhaupt nicht leiden, wenn andere – so wie Panda zum Beispiel – in ihrer Nähe fressen wollen. Zum Ende des Monats gab es 20 Waisen in Voi, die noch Milch bekamen. Kenia, Kihari, Ishaq-B, Naipoki, Ndii und Panda sind inzwischen alle von der Milch abgesetzt, aber immer noch Teil der Herde.

 


Tawi browsing 8/1/2018

Bada front leading the orphans 8/1/2018

 


Ndotto front splashing 8/1/2018

A wild elephant and her calf having a drink 8/2/2018

 


Ndotto going down the stocakde terrace 8/2/2018

Araba enjoying a dustbath 8/2/2018

 


Godoma playing 8/3/2018

Naipoki 8/3/2018

 


Suswa after the supplement feeding 8/3/2018

Ndii with Tahri 8/4/2018

 


Panda play fighting with Tundani 8/4/2018

Murit lying down while Mbegu scratches 8/4/2018

 


Murit smelling the air 8/5/2018

Araba enjoying a dustbath 8/5/2018

 


Wild elephatn herd comes for a drink of water 8/5/2018

Lentili 8/6/2018

 


Ndotto and Mbegu 8/6/2018

Tawi joins a wild herd of eland and zebra 8/6/2018

 


Panda left and Nelion strength testing 8/7/2018

Naipoki scratching 8/7/2018

 


Murit left and Ndotto strength testing 8/7/2018

Mbegu scratching 8/8/2018

 


Rorogoi left and Bada 8/8/2018

Arruba browsing 8/8/2018

 


Ndotto and Mbegu play fighting 8/9/2018

Godoma lying down 8/9/2018

 


Mbegu scratching 8/9/2018

Embu and Mudanda browsing togther 8/10/2018

 


Suswa gettting ready for a mudbath 8/10/2018

Araba and Tahri 8/10/2018

 


Panda left and Tundani 8/11/2018

Ndotto playing 8/11/2018

 


Ndoria browsing 8/11/2018

Panda 8/12/2018

 


Mashariki busy browsing 8/12/2018

Kihari and Ishaq-B browsing 8/12/2018

 


Mbegu left with Layoni 8/13/2018

Lasayen with Dabassa and Layoni 8/13/2018

 


Bada 8/13/2018

Ndotto standing in the water trough 8/14/2018

 


Mbegu splashing 8/14/2018

Tawi facing the camera and kepers 8/14/2018

 


Ndoria 8/15/2018

Mbegu playing in the water 8/15/2018

 


Godoma playing 8/15/2018

Kihari standing on a rock 8/16/2018

 


Lasayen and Godoma playing 8/16/2018

Ndotto dustbathing 8/16/2018

 


Nelion browsing 8/17/2018

Bada and Rorogoi strength testing 8/17/2018

 


Mudanda browsing 8/17/2018

Ndoria in the browsing fields 8/18/2018

 


Tundani in the borwsing fields 8/18/2018

Lasayen in the lead 8/18/2018

 


Suswa busy browsing 8/19/2018

Kenia in the browsing fields 8/19/2018

 


Rorogoi browsing with the others 8/19/2018

Wild boy play fighting with Panda 8/20/2018

 


Kihari by a tree at the mudbath 8/20/2018

Teenage wild boy following the orphans 8/20/2018

 


Capturing the orphan calf 8/21/2018

The captured calf 8/21/2018

 


The team capturing the calf 8/21/2018

Rorogoi and Suswa 8/22/2018

 


Mashariki on Msinga Hill 8/22/2018

Araba on Msinga Hill 8/22/2018

 


Nelion and Tundani strenth testing 8/23/2018

Kihari and Araba 8/23/2018

 


Bada running to catch up 8/23/2018

Mbegu reachiing for green leaves 8/24/2018

 


Nguvu scratching 8/24/2018

Embu enterin the mudbath 8/24/2018

 


Panda standing next to Kihari at the dustbath 8/25/2018

Lasayen left and Murit 8/25/2018

 


Lentili standing on a rock 8/25/2018

Ngilai on the path 8/26/2018

 


Nelion scratching 8/26/2018

Panda and Tahri in an erosion 8/26/2018

 


Ndii playing at the dustbath 8/27/2018

Ndotto in the water with the others 8/27/2018

 


Tahri scratching 8/27/2018

Mudanda dustbathing 8/28/2018

 


Ndii dustbathing 8/28/2018

Suswa in the mudbath 8/28/2018

 


Ishaq-B browsing 8/29/2018

Ndii scratching 8/29/2018

 


Panda scratching 8/29/2018

Ndotto and Ishaq-B strength testing 8/30/2018

 


Tahri down playing 8/30/2018

Rorogoi busy browsing 8/30/2018

 


Bada scratching 8/31/2018

Godoma scratching 8/31/2018

 


Tahri scratching 8/31/2018

 

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: August 2018

 

Tsavo hatte zum Glück eine gute Regenzeit, so daß es trotz Hitze immer noch gut Futter gibt. Die Wasserlöcher im Norden des Parks trocknen dennoch langsam aus, so daß die wilden Herden jetzt wieder mehr zur Suhle nach Ithumba kommen, und zwar in großer Zahl. Der Tiva-Fluss führt dieses Jahr auch noch Wasser, so daß von dort Nachschub für unsere Tränken geholt werden kann, denn Bohrlöchern kann man zu dieser Jahreszeit kein Wasser mehr holen. Die Ex-Waisen und Noch-Waisen verbringen morgens viel Zeit zusammen, denn in der Trockenzeit geben wir morgens immer Zusatzfutter aus. Auch an der Suhle trifft man sich häufig, auch mit den wilden Herden, und das kam diesen Monat fast täglich vor. Unsere Ex-Waisen bleiben mit ihrem eigenen Nachwuchs meistens in der Nähe. Klein Siku, Sunyeis jüngstes Baby hat immer noch ein verstauchtes Bein, aber es hat sich über die letzten Wochen schon deutlich gebessert.

 

Ein paar Tage waren so heiß, daß Kauro sogar einmal baden ging, und daß, obwohl Wasser nun so gar nicht sein Element war. Die Suhle hat er zumindest die meiste Zeit seines jungen Lebens gemieden. Kauro war aus Ithumba zurück nach Nairobi in die Nursery gebracht worden, weil er krank war, aber es geht ihm inzwischen wieder sehr gut. Trotz der Trockenheit hat er eine ausgezeichnete Konstitution und das ist für ihn besonders wichtig, denn er hat die Spitze seines Rüssels verloren. Diese braucht man normalerweise zum Abrupfen von saftigen Blättern, besonders während der Trockenzeit.

 

Naseku liebt es, mit den Kleinsten zu spielen und mag daher besonders gern mit den Ex-Waisen und ihrem Nachwuchs zusammensein, zumindest, wenn es deren Mütter erlauben. Einmal durfte sie mit Nusu, Nasalots Erstgeborenem, spielen und führte ihn zur Suhle. Rapas Begegnungen mit den in der Wildnis geborenen Babys sind meist nicht so spaßig und er streitet sich häufig mit Kinnas Baby Kama. Kama kann Rapa vor den Augen ihrer Mutter und Kindermädchen herumschubsen, ohne daß sie eingreifen. Das treibt Rapa zur Weißglut! Er war immer ein wenig frech, hat sich aber seit dem Umzug nach Ithumba sehr gebessert! Oltaiyoni dagegen, toleriert solchen Unfug in keinster Weise. Sie war einst Leitkuh in der Nairobi-Nursery, und als Yattas Zweitgeborenes Yoyo sie zu verjagen versuchte, schubste sie ihn einfach. Und Oltaiyoni ist sonst einer der höflichsten Elefanten überhaupt! Wenn mittags die Zeit für die Milch heran ist, läuft sie langsam zur Suhle und wartet dann, bis ihr einer der Keeper die Flasche bringt. Sie würde sich niemals selber bedienen, so wie die anderen Gierschlünder Karisa, Roi und Esampu, die beim Fressen meist sämtliche guten Manieren vergessen.

 

Karisa war seinerzeit sehr schüchtern, hat aber inzwischen so viel Selbstbewußtsein entwickelt, daß er sogar Galla zum Ringen herausfordert. Er ist sehr neugierig auf die älteren Bullen, wie wir beobachten konnten, als die Ex-Waisenbullen Kenze und Taita auftauchten. Karisa und Wanjala waren voller Bewunderung gegenüber den 13 und 15 Jahre alten Bullen. Wahrscheinlich fragten sie sich, ob sie auch jemals so groß sein würden. Genau wie Menschenkinder, scheint ihnen das Erwachsenwerden gar nicht schnell genug zu gehen.

 

Der Schwanz der armen Turkwel musste nach einer Löwenattacke amputiert werden, weil sie nach dem Angriff erst einmal für ein paar Tage verschwand und sich die Wunde in dieser Zeit schwer infizierte. Unserem Tierarzt Dr. Poghon blieb blieb nichts weiter übrig, als den Schwanz zu amputieren. Es war herzerwärmend, mitzuerleben, wie ihre Familie, Mutaras Herde Ex-Waisen, sich während des Heilungsprozesses um sie gekümmert hat. Schon während der Operation haben sie angespannt vor dem Stall gewartet und waren gar nicht begeistert, daß sie ein paar Tage drin bleiben musste, und brachten ihren Unmut mit lautem Trompeten zum Ausdruck. Während Turkwel das Krankenlager hütete, brachten sie ihr Luzerne vom Fressplatz in den Stall. Es wurde klar, daß Kainuk eine ganz besonders wichtige Freundin von Turkwel war, denn sie schlief nachts sogar vor dem Stall, selbst als der Rest von Mutaras Herde weitergezogen war. Die beiden jungen Kühe stammen aus der gleichen Region in Nordkenia, sind aber nicht miteinander verwandt. Trotzdem sind die beiden wie Pech und Schwefel.

 

Turkwels Amputation macht sie zum vierten schwanzlosen Elefantenwaisen in Ithumba. Erster war Kilaguni, dessen Schwanz (mutmaßlich) von einer Hyäne abgebissen wurde, als er gerade seine Familie verloren hatte und alleine durch die Gegend irrte. Kanjoro ereilte als Zweiten ein ähnliches Schicksal und danach Kelelari, der seinen Schwanz in der Masaai Mara verloren hatte, bevor er zu uns kam. Turkwel hat die Operation gut überstanden und verbrachte den Rest des Monats mit unserer Waisenherde. Sie kam auch nachts freiwillig mit zurück ins Stallgelände, wo sie täglich behandelt wurde. Offenbar hat sie daraus gelernt, was beim ihrem letzten nächtlichen Ausflug passiert ist. Natürlich hatte sie auch ein paar kulinarische Anreize, nachts im Stall zu schlafen, z.B. eine Flasche Milch (sie war eigentlich schon abgesetzt), die ihr zusätzlich noch dabei half, nach der ganzen Tortur wieder auf die Beine zu kommen. Enkikwe, der noch viel schlimmere Verletzungen durch die Löwenattacke davon trug, wird wohl sein ganzes Leben lang humpeln. Trotzdem hat sich sein Zustand verbessert und er tauchte und planschte an manchen Tagen im Wasserloch, so als würde ihm nichts fehlen.

 

Die angriffslustigen Löwen in Ithumba bereiten uns in der Tat großes Kopfzerbrechen, und so haben wir auch die Hilfe der kenianischen Wildtierbehörde (eng. Kenya Wildlife Service) angefordert, in der Hoffnung, daß sie die Löwen umsiedeln würden. Die Raubkatzen sind wirklich unberechenbar. Sie verschwinden wochenlang im Nichts und tauchen auf, wenn man es am wenigsten erwartet. Die letzte Atempause war nur kurz, denn am 18. August tauchte Chemi Chemi mit einer frischen Bißwunde am Auge und Ohr auf. Die Hautwunden konnten relativ schnell behandelt werden, aber wir befürchten, daß sein Auge bleibende Schäden davon getragen haben könnte. Er war auch kein besonders geduldiger Patient und brach aus dem Stall aus, wann immer ihn die Keeper behandeln wollten. Diese rannten ihm sogar nachts öfter (und todesmutig!) in den Busch hinterher, weil sie nur sein Bestes wollten. Chemi Chemi ist inzwischen ein stattlicher, zehn Jahre alter, unabhängiger Elefantenbulle, passte also eigentlich überhaupt nicht ins Beuteschema eines Löwen. Er war nach dem Vorfall schwer traumatisiert. Wilde Bullen begleiteten ihn fortan Tag und Nacht wie Bodyguards und das schien ihn sehr zu beruhigen. Ende August sahen ihn die Keeper mit einer wilden Kuh, die sie bereits gut kannten. Weil er so schnell nach der Attacke zu uns gekommen war, verlief die Heilung bisher komplikationslos. Er blieb hauptsächlich bei Olares Herde und mit der wilden Elefantenkuh. Direkt nach dem Vorfall, als alle superwachsam waren, gab es von den Löwen keine Spur mehr.

 

Aber es gibt auch weniger dramatische Nachrichten: die drei Neuankömmlinge aus Nairobi haben sich sehr gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt. Obwohl der Umzug Esampu und Mtetu, die in Nairobi richtige Nervensägen waren, deutlich gebändigt hat, sie sind immer noch aufmüpfig und frech. Eines Tages, als sie gerade ihre Milch ausgesoffen hatten, wanderten sie ganz unbehelligt zu Namaloks Eimer, in den immer die Milch gefüllt wird, und ließen es sich genüßlich schmecken. Namalok war zwar ein Jahr älter, aber brüllte vor Wut, so daß die Keeper herbeigerannt kamen und das freche Duo verscheuchten. Ihre spitzbübischen Charaktere haben ihnen sicher auch dabei geholfen, sich so schnell so gut einzuleben, und wir sind uns sicher, daß die beiden und auch Mudusi hier weiter wachsen und gedeihen. Alle Drei machen einen sehr glücklichen Eindruck und waren in bestern körperlicher Verfassung – sie waren rundfressen wie vollgesogene Zecken. Der arme Namalok musste Ende August nochmal einstecken, als er Naseku zu nahe kam. Ihm war nicht bewusst, daß die jungen Elefantenkühe immer zusammenhalten, und kaum als er sich Naseku näherte, tauchte Roi auf auf und begann, ihn zu vermöbeln. Siangiki kam schnell zur Verstärkung und Namalok blieb nichts weiter übrig, als sich aus dem Staub zu machen!

 


Galla playing with Karisa 8/1/2018

Mundusi, Ukame and Mtito 8/1/2018

 


Kauro by the mudbath 8/1/2018

Ex orphans with their calves 8/2/2018

 


Sapalan 8/2/2018

Nusu following Naseku 8/2/2018

 


Rapa playing with Kama 8/3/2018

Tusuja calling Enkikwe 8/3/2018

 


Siangiki in the water 8/3/2018

Esampu and Kainuk 8/4/2018

 


Siangiki with a wild bull 8/4/2018

Sunyei and Siku 8/4/2018

 


Turkwel receiving treatment 8/5/2018

Namalok plays with Dupotto 8/5/2018

 


Namalok and Naseku  8/5/2018

Turkwel sleeping and getting much needed rest 8/6/2018

 


Oltaiyoni having mik 8/6/2018

Kauro and Galla dust bathing 8/6/2018

 


Pare leading 8/7/2018

Maramoja leading 8/7/2018

 


Mteto playing 8/7/2018

Turkwel out with the others 8/8/2018

 


Bomani browsing 8/8/2018

Wanjala following Turkwel 8/8/2018

 


Tusuja plays with Wanjala 8/9/2018

Sapalan and Kitirua 8/9/2018

 


Kenze enjoying Lucerne 8/9/2018

Siku tries to push Wanjala 8/10/2018

 


Dupotto relaxing in the shade 8/10/2018

Kauro browsing 8/10/2018

 


Makena chasing buffaloes 8/11/2018

Naseku pulling up grass 8/11/2018

 


Suguta soil dusting 8/11/2018

Orphans sleeping 8/12/2018

 


Siangiki and Olsekki 8/12/2018

Galla plays with Namalok 8/12/2018

 


Wild elephants at the stocakde water trough 8/13/2018

Roi and Galla 8/13/2018

 


Mteto scratching 8/13/2018

Sapalan 8/14/2018

 


Buffaloe sharing water with wild bulls 8/14/2018

Roi watching over Enkikwe 8/14/2018

 


Kenze 8/15/2018

Siangiki with wild bulls 8/15/2018

 


Namalok coming out of the mudbath 8/15/2018

Esampu scratching 8/16/2018

 


Kauro dustbathing 8/16/2018

Enkikwe browsing with Mundusi 8/16/2018

 


Turkwel followed by Kainuk 8/17/2018

Barsilinga and Garzi browsing together 8/17/2018

 


Namalok plays Tusuja 8/17/2018

Chemi Chemi after treatment 8/18/2018

 


Tumaren enjoying Lucerne with the orphans 8/18/2018

Kamok and Kauro 8/18/2018

 


Chemi Chemi browsing in the bush with the orphans 8/19/2018

Kithaka leads the group  8/19/2018

 


Maramoja and Karisa play fighting 8/19/2018

Orwa enjoying Lucerne 8/20/2018

 


Vuria  8/20/2018

Bomani carries Lucerne on his back 8/20/2018

 


The younger orpahns scared of the buffaloes 8/21/2018

Chemi Chemi mudbathing 8/21/2018

 


Turkwel browsing after treatment 8/21/2018

Kibo with the oprhans at the stockade 8/22/2018

 


Kinna and Kama 8/22/2018

Esampu tossing soil in the air 8/22/2018

 


Pare scratching 8/23/2018

Oltaiyoni with ears spread wide 8/23/2018

 


Siangiki and Enkikwe at mudbath 8/23/2018

Siangiki uprooting grass 8/24/2018

 


Yatta and Yoyo at the stockade 8/24/2018

Turkwel scratching her bottom 8/24/2018

 


Garzi trying to get over the wall 8/25/2018

Ololoo in the bush 8/25/2018

 


Mteto with trunk in the air 8/25/2018

Lemoyian scratching his neck 8/26/2018

 


Galla playfighting with Kauro 8/26/2018

Roi browsing 8/26/2018

 


Ololoo at the stocakde 8/27/2018

Karisa playing with Namalok 8/27/2018

 


Wild elephants coming to the mudbath 8/27/2018

Lone bull drinking with the orphans 8/28/2018

 


Laragai following a dustbath 8/28/2018

Rapa busy browsing 8/28/2018

 


Melia 8/29/2018

Tumaren 8/29/2018

 


Chemi Chemi 8/29/2018

Olares group 8/30/2018

 


Oltaiyoni sharing a branch with Siangiki 8/30/2018

Kauro having a drink of water 8/30/2018

 


Wild bulls at the stockade 8/31/2018

Orphans and wild elephants 8/31/2018

 


Wanjala attempting to bully Sapalan 8/31/2018

 

Monatsbericht für die Kibwezi-Gruppe in Umani Springs: August 2018

 

Der Kibwezi-Wald war diesen Monat von wilden Elefanten überlaufen und unsere Waisen hatten fast täglich Kontakt zu ihren wilden Artgenossen. Die wilden Elefanten fühlen sich angezogen von all den verschiedenen Pflanzen, die hier wachsen, dem nie versiegenden, frischen Quellwasser und den angenehm kühlen Temperaturen im Wald, während andere Gebiete des Tsavo-Schutzgebietes austrocknen und zunehmend heißer werden.

 

Einer der wilden Elefanten war Sonjes Verehrer, von den Keepern liebevoll den „launigen Osama“ genannt. Wie sein Spitzname verriet, war er ein bißchen launisch, und so begegneten ihm die Waisen mit einiger Vorsicht. Manchmal war er ganz sanft mit ihnen, und dann ist er wirklich angenehm, aber andere Male war er so garstig, daß er allen das Leben schwer machte. Auch ein paar andere wilden Bullen lungerten in der Nähe des Stallgeländes herum, auch sie schienen besonders interessiert an Sonje und Murera. Der launige Osama war aber besonders hartnäckig, und weil Zongoloni und Quanza im Vergleich wirklich noch winzig sind, hielten sie sich von den Riesen lieber fern!

 

Gegenüber anderen wilden Tieren, die sich ihnen zu nähern wagten, waren die Waisen aber nicht so gastfreundlich. Dies galt vor allem für Buschböcke und Büffel. Die Waisen waren besonders unliebsam ihnen gegenüber, wenn sie gerade badeten oder fraßen. Alamaya und Ziwa schlagen dann sofort an, in dem sie trompeten und den Eindringling verjagen. Es war ein lustiger Anblick, als eine kleine Horde von Buschböcken und Pavianen den Elefanten mit einigem Sicherheitsabstand folgten, in der Hoffnung, daß sie ein paar Akazienschoten abgreifen konnte. Aber die Waisen waren zusehens genervt von ihrer Anwesenheit und es dauerte nicht lange, bis sie wie verrückt trompeteten und ihrer Verfolger verscheuchten. Wann immer die Waisen im Wald auf Wildtiere treffen, sogar wenn es wilde Elefanten sind, schicken sie Lima Lima vor, denn sie vertrauen ihrem Urteilsvermögen blind, besonders wenn die Älteren wie Sonje und Murera nicht dabei sind. Wie wir in den Monatsberichten schon mehrfach geschrieben haben, folgen auch die Keeper Lima Lima vorbehaltslos, denn sie hat ein hervorragendes Gespür für Gefahr. Sie ist wahnsinning aufmerksam und gibt auf alle Babys in Umani acht, überläßt nichts dem Zufall.

 

Murera ist mit ihren neun Jahren vielleicht die Älteste, aber sie hat es deutlich klar gemacht, daß sie noch nicht bereit für die Wildnis ist. Eines Tages war sie sogar die einzige, die im Stallgelände blieb, selbst als sogar ihr Schützling Mwashoti mit den anderen in den Busch loszog. Sie war war darüber sehr nervös und kollerte aufgeregt bis die anderen wieder zurückkamen, um nach ihr zu sehen. Als Älteste hat sie einige Privilegien, und wenn Murera spricht, hören alle zu.

 

Egal wie wild und ungestüm die älteren Bullen auch werden, Murera verehren sie nach wie vor. Jasiri, Faraja, Ngasha und Ziwa hören sofort mit Rangeln auf, wenn Murera mit strengem Blick auf sie zustapft. Wenn Lima Lima und Quanza es ihr nachmachen, werden sie komplett ignoriert! Am Ende des Tages sind eben Murera und Sonje die Leitkühe und sorgen für Ruhe und Ordnung. Shukuru geht es immer besser in ihrem neuen Zuhause, was für eine schöne Entwicklung, nachdem sie so lange krank war! Inzwischen hat auch sie den grauen Schimmer des Umanibodens angenommen, den auch die anderen Umani-Waisen tragen. Wenn man sie nach dem Suhlen jetzt mit den anderen umherrennen sieht, kann man sie von den alteingesessenen Elefanten gar nicht mehr unterscheiden. Wir sind so überschwenglich über diese Entwicklung, einfach nur, weil weil sie sich so lange gequält hat. Während des Badens hält sie sich vor allem von den ungestümen Jungbullen fern, um alles noch ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Auch ihre Luzerne frisst sie lieber allein, denn die anderen Waisen werden aus Futterneid manchmal recht wild. Für die Luzerne oder herumliegende Akazienschoten sind so lecker, daß sie dafür auch einmal die Milchflasche wegläßt. Die Milch muss immer mit Vorsicht gehandelt werden. Eines Tages brach Streit aus, als die Keeper Shukurus nicht-getrunkene Milchflasche an Mwashoti weiterzureichen, weil diese am wenigsten Interesse an der Flasche zeigte. Shukuru selbst war zutiefst gekränkt und wollte die Flasche natürlich plötzlich doch! Sie ist ein bißchen wankelmütig, an manchen Tagen liebt sie ihre Milch und versucht sogar an eine Extraportion zu kommen, an anderen Tagen ist ihr die Flasche völlig egal.

 

Murera und Sonje lassen die Milch zur Mittagsfütterung derzeit weg. Die gierige Lima Lima und ihr Komplize Mwashoti griffen sich die übriggebliebenen Flaschen und feierten sich sogar noch dafür! Murera und Sonje hätten ohnehin längst abgesetzt werden müssen, aber wir wollten ihnen die Milch nicht verwehren, so lange sie noch in der Waisenherde leben.

 

Alamaya und Mwashoti sind inzwischen vier Jahre alt und wachsen jetzt unheimlich schnell. Mwashoti wird immer noch verhätschelt (von Sonje und und Murera), aber Alamaya ist ein temperamentvoller Typ, flink und wendig wie eine Zecke, selbstbewußt und mutig – er hält, was sein Name verspricht. In der Sprache der Maasai bedeutet “Alamaa“ mutig. Zongoloni und Quanza beobachteten ihn dabei, wie er sich schamlos von hinten an Faraja anschlich und ihn schubste – in vollem Bewußtsein der Folgen, aber selbstsicher genug, daß er keine Angst vor der Strafe hatte. Er testet seine Kraft gerne mit den Kühen, aber die sind natürlich nachsichtig und geduldig mit ihm. Die älteren Bullen dagegen, lassen sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen und er wurde hin und wieder ordentlich geschubst und daran erinnert, wo er sich in der Umani-Rangordnung noch befindet! Wenn ihm so ist und er einen Tag voller brüderlicher Gefühle hat, verteidigt er seinen Altersgenossen Mwashoti aber auch. So geschehen einmal, als Ziwa Mwashoti herumschubste, nachdem sie Murera hatte weg laufen sehen. Mwashoti mag die Ringkämpfe nicht, wegen seiner chronischen Beinverletzung. Er beobachtet dann lieber Alamaya beim Toben.

 


Ziwa standing in the shade 8/1/2018

Faraja looking at the wild herd 8/1/2018

 


Alamaya with ears spread wide 8/1/2018

Lima Lima with a mouthfull of grass 8/2/2018

 


Sonje busy browsing 8/2/2018

Faraja and Jasiri dustbathing 8/2/2018

 


Shukuru heading to join the rest 8/3/2018

Sonje busy browsing 8/3/2018

 


Mwashoti getting into the waterhole 8/3/2018

Quanza ready to head out for the day 8/4/2018

 


Ziwa sizing up Ngasha 8/4/2018

Orphans coming back from the springs 8/4/2018

 


Quanza reaching for branches 8/5/2018

Orphans having a drink at the waterhole 8/5/2018

 


Shukuru leading the orphans home 8/5/2018

Murera with ears spread 8/6/2018

 


Zongoloni in the bushes browsing 8/6/2018

Ziwa after a mudbath 8/6/2018

 


Shukuru splashing muddy water over herself 8/7/2018

Jasiri at the mudbath 8/7/2018

 


Ziwa and Ngasha mudbathing 8/7/2018

Ziwa on browsing patrol 8/8/2018

 


Murera dustbathing 8/8/2018

Mwashoti in the browsing fields 8/8/2018

 


Lima Lima and Ngasha at the milk feeding area 8/9/2018

Quanza coming to the milk feeding area 8/9/2018

 


Alamaya and Mwashoti strength testing 8/9/2018

Faraja and Ziwa playing together 8/10/2018

 


Sonje after a mudbath 8/10/2018

Jasiri busy browsing 8/10/2018

 


Sonje in the bushes 8/11/2018

Alamaya browsing on leaves 8/11/2018

 


Lima Lima dustbathing 8/11/2018

Murera standing under some branches 8/12/2018

 


Sonje in the lead 8/12/2018

Jasiri and Faraja strength testing 8/12/2018

 


Shukuru arrives at the waterhole 8/13/2018

Lima Lima trying to peel bark from an acacia tree 8/13/2018

 


Mwashoti near the waterhole 8/13/2018

Ngasha having fun at the mudbath 8/14/2018

 


Faraja after mudbath 8/14/2018

Alamaya after a wallow 8/14/2018

 


Mwashoti with a mouthful of leaves 8/15/2018

Alamaya finishes his milk 8/15/2018

 


Quanza walking between the bushes 8/15/2018

Murera and Mwashoti 8/16/2018

 


Alamaya scratching 8/16/2018

Lima Lima leading the orphans home 8/16/2018

 


Shukuru drinking water from the pipeline 8/17/2018

Jasiri witha small branch in his mouth 8/17/2018

 


Zongoloni busy breaking branches 8/17/2018

Zongoloni busy browsing 8/18/2018

 


Murera on her way to the waterhole 8/18/2018

Quanza picking acacia leaves 8/18/2018

 


Lima Lima and Ziwa having a disagreement 8/19/2018

Sonje at the waterhole 8/19/2018

 


Ngasha heading to the bushes 8/19/2018

Ziwa mounting Ngasha 8/20/2018

 


Quanza leading the orphan herd 8/20/2018

Orphans having a drink of water at the stocakde 8/20/2018

 


Zongoloni scratching 8/21/2018

Ziwa and Faraja 8/21/2018

 


Sonje relaxing on the loading bay 8/21/2018

Orphans heading out 8/22/2018

 


Jasiri at the waterhole drinking 8/22/2018

Shukuru smelling  8/22/2018

 


Faraja and Ziwa strength testing 8/23/2018

Zongoloni leaving the dustbath 8/23/2018

 


Orphans browsing in the forest 8/23/2018

Lima Lima with Shukuru 8/24/2018

 


Mwashoti and Sonje 8/24/2018

Quanza 8/24/2018

 


Faraja and Ziwa having their milk bottle 8/25/2018

Jasiri and Ngasha at the waterhole 8/25/2018

 


Lima Lima finishing her share of milk 8/25/2018

Mwashoti taking the lead in the evening 8/26/2018

 


Faraja and Shukuru having a dinrk 8/26/2018

Zongoloni in the forest browsing 8/26/2018

 


Shukuru dustbathing 8/27/2018

Mwashoti at the dustbath 8/27/2018

 


Lima enjoying acacia branches 8/27/2018

Ngasha busy browsing 8/28/2018

 


Murera on the pathway 8/28/2018

Orphans ready to begin another day 8/28/2018

 


Lima Lima on a hill 8/29/2018

Jasiri in the browsing fields 8/29/2018

 


Shukuru enjoys a dustbath 8/29/2018

Sonje and her friends in the forest 8/30/2018

 


Ngasha and Jasiri 8/30/2018

Ziwa picking acacia leaves 8/30/2018

 


Alamaya with Murera 8/31/2018

Zongoloni picking the best leaves 8/31/2018

 


Quanza walking to the springs 8/31/2018

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