Boromoko

Samstag, 24. Februar 2018
Wir sind wieder inmitten der Trockenzeit, und das bedeutet, dass die Ex-Waisen und wilde Elefanten täglich an den Stallungen zu Besuch sind. Die Ex-Waisen machen sich immer gleich über das Luzernenheu her, das von den Keepern verteilt wird. Zwei wilde Elefanten waren heute dabei, die offenbar neu in der Gegend sind; sie liefen mit erhobenen Rüsseln herum und verstanden nicht so recht, warum so viele Elefanten, alle recht jung und im gleichen Alter, auf einem Haufen herumliefen, und dazu noch einige Menschen! Als Laragai vorbeikam, streckte sie den Rüssel nach ihnen aus und kommunizierte mit ihnen – offenbar konnte sie ihre Fragen beantworten! Laragai, Kithaka, Boromoko, Sokotei, Siangiki, Garzi, Barsilinga, Lemoyian, Sirimon und Olsekki gehen jeden Morgen ihrer eigenen Wege, aber kommen meist spät am Abend wieder zu den Stallungen zurück.

Freitag, 23. Februar 2018
Eine große Gruppe Ex-Waisen kam am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Sie wissen genau, wann es losgeht, und passen auf, dass sie rechtzeitig da sind! Alle bekamen etwas von dem Heu ab, und Barsilinga nahm ein Häufchen auf dem Rücken mit, damit er noch etwas für später hatte. Boromoko begleitete die Waisen den ganzen Tag. Galla war sehr aktiv beim Schlammbad; er rollte sich im neuen Schlammloch herum und kratzte sich Bauch, Kopf und Hintern am Baum. Sechs wilde Bullen kamen zum Saufen, aber außer Boromoko war keiner der Ex-Waisen da. Zurück in den Weidegründen graste Sapalan wie üblich für sich allein. Auf dem Heimweg gingen die Waisen noch einmal am kleinen Wasserloch neben dem Fahrweg vorbei und kühlten sich dort ab. Wendis Herde kam zu den Stallungen, um Wasser zu saufen und denn Keepern Hallo zu sagen, die sie nun ein paar Tage nicht gesehen hatten. Kinna, Nasalot, Sunyei, Galana, Yatta und Mulika mit all ihren Babys waren dabei. Narok tauchte auch auf und hatte nur Bomani und Vuria dabei. Enkikwe bekommt noch seine Medizin. Laragais Gruppe kam am Abend auch nach Hause und ging ins Gehege, mit Ausnahme von Kithaka und Laragai selbst.

Donnerstag, 15. Februar 2018
Galana, Baby Gawa, Wendi, Baby Wiva, Chyulu, Lenana, Nasalot, Baby Nusu, Makena, Orwa, Bomani, Sidai und Narok kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Ein einzelner Büffel soff an der Tränke, und als Tusuja und Kamok ihn sahen, versuchten sie, ihn zu verscheuchen. Er ließ sich aber nicht beeindrucken, und so mussten Kamok und Tusuja den Rückzug antreten. Kamok ging zu Gawa und erschreckte sie, und alle überlegten, ob sie wohl später, wenn sie selbst einmal Nachwuchs hat, netter zu ihren Babys sein würde! Tusuja rollte sich lieber auf dem Boden herum, und schließlich gingen Laragai, Kithaka, Barsilinga, Garzi, Lemoyian, Siangiki und Olsekki mit den Ex-Waisen wieder in den Busch. Boromoko und Sokotei tauchten am Morgen nicht auf, aber gegen Mittag hatten sie sich Laragai und ihren Kollegen angeschlossen. Sirimon beschloss dann, bei den abhängigen Waisen zu bleiben. Bei der Mittagsfütterung trickste Roi, die sehr gierig auf die Milch geworden ist, die Keeper aus. Nachdem sie ihre Milch geleert hatte, stellte sie sich ein Stück weg, kaute auf ihrem Rüssel herum und tat ganz brav; als die Keeper damit beschäftigt waren, die nächste Gruppe zu füttern, schlich sie sich auf Zehenspitzen heran und schnappte sich eine der Flaschen, die auf dem Boden standen. Bis die Keeper sie ihr wieder weggenommen hatten, war sie schon komplett geleert!

Mittwoch, 14. Februar 2018

Pare schimpft mit Kama

Orwa frisst Luzernenheu

Boromoko und Meibai

Enkikwe erholt sich langsam

Wilde Bullen beim Schlammbad

Mittwoch, 14. Februar 2018
Am Morgen tauchten Yatta mit Yetu und Baby Yoyo, Kinna mit Baby Kama, Mulika mit Mwende, Kenze, Orwa, Meibai, Ithumbah, Sunyei mit Baby Siku und zwei wilde Bullen beim Luzernenheufrühstück auf. Die freche kleine Kama hatte es auf Pare abgesehen, aber der ließ sich nicht alles bieten. Sie hatte ihn schon öfter geneckt und war dann schnell zurück zu Mama gelaufen, aber heute war sie ein ganzes Stück weg von ihrer Mutter, und Pare nutzte die Gelegenheit, um ihr eine kleine Lektion zu erteilen. Er verpasste ihr einen Schubser und ging dann schnell davon, um es nicht mit Kinna zu tun zu bekommen. Wenig später schaute Olares Gruppe kurz vorbei und nahm Sokotei und Boromoko mit. Beim Mittagsschlammbad waren 15 wilde Bullen zu Besuch; so viele waren seit Anfang des Jahres noch nie da gewesen – offenbar wird es jetzt überall sehr trocken. Die Kleinen hielten respektvoll Abstand zu ihnen. Schließlich halfen die Keeper etwas nach, indem sie die wilden Bullen von der Tränke weg scheuchten, damit auch die Waisen ihren Durst stillen konnten. Die wilden Elefanten haben noch den ganzen Tag Zeit zu saufen, aber die Waisen müssen schließlich abends um 17 Uhr wieder zurück an den Stallungen sein. Am Nachmittag legten Pare und Maramoja eine kleine Pause ein, um sich unter einem Baum auszuruhen. Als es Zeit für den Heimweg wurde, waren Boromoko und Sokotei noch nicht wieder da – anscheinend hatten sie beschlossen, über Nacht bei Olares Herde zu bleiben.

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