Emoli

Donnerstag, 10. Januar 2019
Bei der öffentlichen Besuchsstunde war der Spaß heute groß; die erste Gruppe Waisen trank schnell ihre Milchflaschen leer und stieg dann ins Schlammloch, um das Bad zu genießen. Als sie wieder herauskamen, stießen sie sich fröhlich gegenseitig an und schuffelten sich aneinander, bevor sie zum Staubbad übergingen. Sattao, Emoli und Musiara kletterten auf allem und jedem herum, der auf dem Boden lag. Zwischendurch rangelten sie immer einmal wieder miteinander, und als sie Tamiyoi und Enkesha kommen sahen, flitzten sie zu ihnen, weil jeder der erste sein wollte, der auf die älteren Mädchen kletterte! Emoli machte sich als erster auf Tamiyoi breit und Sattao auf Enkesha, sodass Musiara niemanden mehr zum klettern hatte. Also machte er sich daran, Sattao von Enkesha herunter zu schieben und selbst auf ihren Bauch zu krabbeln. Der vertriebene Sattao forderte daraufhin Emoli, der immer noch auf Tamiyoi herumkletterte, zum Ringkampf auf, und so ging das Gewimmel weiter!

Mittwoch, 9. Januar 2019
Malima war einmal ein ziemlich ruppiges Mädchen, und daher wurde sie in die Gruppe der älteren Waisen befördert, damit diese ihr etwas gutes Benehmen beibringen können. Das scheint gut funktioniert zu haben, denn jetzt ist sie sehr freundlich und kommt gut mit den anderen aus. Das zeigt wieder einmal, warum es so wichtig für Elefanten ist, in der Gesellschaft von Artgenossen zu leben, besonders für die Waisen! Malima kümmert sich jetzt auch viel mehr um die kleinen Babys. Heute kam sie sofort angerannt, als Mukkoka von dem frechen Emoli über den Haufen geschubst wurde. Während Mukkoka sich wieder aufrappelte, war Malima im Nu da, bevor Tagwa und Tamiyoi ankamen, und danach wollte sie nicht mehr von seiner Seite weichen. Sie kümmert sich besonders eifrig um Mukkoka und Dololo.

Samstag, 5. Januar 2019

Emoli geht vorneweg

Tamiyoi

Enkesha

Samstag, 5. Januar 2019
Bei der öffentlichen Besuchsstunde gab es heute viel Spiel und Spaß, nachdem die Waisen ihre Milchflaschen geleert hatten. Kiasa, Emoli, Maisha, Sattao, Tamiyoi und Enkesha alberten alle mit ihren Freunden herum. Kiasa, Emoli und Sattao kletterten auf den Erdhaufen herum und rutschten in allen möglichen Posen wieder herunter. Dann begann Emoli, auf Enkesha, Tamiyoi und Maisha herumzuklettern; Maisha war bald genervt davon und verscheuchte ihn. Emoli ist aber clever: er tat so, als würde er wegrennen, um dann von der anderen Seite wieder um den Erdhaufen herum zu kommen! Er brachte alle Besucher und Keeper zum lachen!

Mittwoch, 2. Januar 2019
Kaum hatten es sich die Waisen am Morgen im Wald breit gemacht, flippten sie plötzlich aus! Sie begannen, hin und her zu rennen, trompeteten und stampften die Büsche nieder. Die großen Mädchen Tagwa, Tamiyoi, Sagala, Kuishi und Maisha waren ganz vorn mit dabei. Die Keeper wunderten sich nur, aber beschlossen, ihnen ihren Spaß zu lassen. 20 Minuten lang alberten sie nach allen Regeln der Kunst herum. Tagwa, Sagala und Kuishi rollten sich auf dem Boden herum und luden die Kleinen wie Musiara, Sattao, Maktao und Emoli dazu ein, auf ihnen herumzuklettern – und sogar ein paar ältere wie Jotto, Mapia und Ambo kamen dazu und machten mit! Die Keeper sagen immer, dass, wenn die Waisen sich so benehmen, eine Rettung bevorsteht! Und tatsächlich kam am Nachmittag ein Anruf aus der Maasai Mara, dass ein kleines Kalb, das offenbar schon länger ohne seine Mutter unterwegs gewesen und bereits sehr dünn und ausgezehrt war, gerettet werden musste. Das kleine Mädchen ist etwa zehn Monate alt und wurde Larro genannt. Sie bekam ein Gehege neben dem von Enkesha, nachdem sie spät am Abend angekommen war, und hatte sich bald genug beruhigt, um etwas Milch zu trinken.

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