Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.02.2019

Montag, 11. Februar 2019
Jotto ist wirklich ein großer Schatz – er ärgert nie die anderen und beschützt die kleineren Waisen und die Neuankömmlinge, wenn es nötig ist. Seit der Ankunft von Nabulu ist er fleißig dabei aufzupassen, dass sie nicht von Emoli, Mapia und Sagala herumgeschubst wird, die nicht besonders erfreut sind von ihrer Ankunft. Mapia schien sie heute erschrecken zu wollen, aber Jotto schritt gleich ein und schob ihn weg. Danach blieb er die ganze Zeit an Nabulus Seite. Auch Luggard ist immer dabei, wenn einer der neu geretteten Waisen Zuspruch braucht, vor allem, wenn es mittags und nachmittags zur Fütterung geht. Wenn die anderen hinunter gehen, bleibt Luggard bei den Neulingen, die noch nicht mitkommen. Heute teilte er sich in der Zeit das Futter mit Nabulu. Deshalb versteht sich auch die kleine Larro so gut mit ihm.

Die Waisen im März

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: März 2019

 

Diesen Monat ereilte uns ein weiterer Schicksalsschlag: Unser kleiner Sonnenschein, Breitmaulnashornbaby Maarifa, ist gestorben. Seither ist die Stimmung verständlicherweise düster, auch dann noch, als ein weiterer kleiner Elefant aus der Masai Mara zu uns kam, dessen Mutter dem Konflikt zwischen Wildtier und Mensch zum Opfer fiel. Das kleine Kälbchen wurde mit Aufmerksamkeit überschüttet, weil sich alle mit etwas Schönem ablenken wollten. Daher ging die Eingewöhnung für den kleinen Bullen ungwöhnlich schnell und er wird bald ins Waisenprogramm aufgenommen werden. Seit Dame Daphne die Formel für die Ersatzmilch zur Aufzucht von Waisenelefanten entwickelt hat, konnten wir 244 Elefanten auswildern. Aber trotz all dieser Erfahrungen und Erfolge, trifft uns der Tod eines unserer Schützlinge jedes mal hart. „Die Waisen im März“ weiterlesen

Die Rettung von Larro

Am 2. Januar 2019 wurde der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi um Hilfe bei der Rettung eines verwaisten Baby-Elefanten gebeten, das ganz allein in der Ripoi-Gegend in der Maasai Mara gesichtet worden war. Das kleine Kalb befand sich in der Nähe einer Siedlung, und die Bewohner hatten die Angelegenheit dem Kenya Wildlife Service (KWS) gemeldet. Dessen Ranger hatten sich zum Ort des Geschehens begeben, sich davon überzeugt, dass es sich tatsächlich um ein verwaistes Baby handelte, und daraufhin den SWT kontaktiert. Das Alter des kleinen Elefantenmädchens wurde auf unter 1 Jahr geschätzt, sodass es mit Sicherheit noch milchabhängig war. Die lokalen Bewohner hatten sie schon zwei Tage lang beobachtet, aber keine anderen Elefantenherden in der Nähe gesehen. Die Mitarbeiter in Nairobi bereiteten alles für die Rettung vor: Decken, Seil, Matratze und den Erste-Hilfe-Koffer mit der unverzichtbaren Rehydrierungsflüssigkeit, die ganz wichtig ist für solch ein kleines Kalb, das schon mehrere Tage ohne Muttermilch hatte auskommen müssen. Zwei Keeper machten sich damit auf den Weg zum Wilson-Flughafen, wo ein gechartertes Flugzeug bereits auf sie wartete. Kurz vor 15 Uhr starteten sie und kamen am Siana-Flugfeld in der Maasai Mara gegen 15:45 Uhr an.

 

 

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Die Waisen im Februar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Februar 2019

 

Ambo, Kiasa, Sattao, Malima und Tamiyoi haben die Keeper diesen Monat wie immer ordentlich auf Trab gehalten. Es ist jetzt auch wieder sehr heiß und trocken in Nairobi und daher werden wieder Luzernepellets zugefüttert – das sorgt immer noch für Extra-Aufregung. Eines Morgens als die Stalltür der Fünf aufging, rannten sie schnurstracks zum Futterlager und versuchten mit ihren Rüsseln durch die Holzpfeiler so viel Luzernereste wie möglich zu sich zu schaufeln. Als die Keeper sie verscheuchen wollten, rannten Kiasa, Ambo und Sattao in Richtung Wald. Diese Route schlugen sie aber absichtlich ein, drehten einen großen Kreis um das Stallgelände und schlichen sich dann zurück zum Futterlager. Sie dachten natürlich, sie hätten die Keeper überlistet und schaufelten weiter Pellets. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen