Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.11.2017

Donnerstag, 2. November 2017
Alle fraßen heute von dem vielen frischen Grün, das seit Beginn der Regenzeit überall sprießt, und es gab keine Spiele weiter. Es war kühl und regnete häufig, sodass sich niemand in den Schlamm traute. Manche der Waisen versuchten am Absperrband, sich unter die Regenschirme der Besucher zu verkriechen. Die Kleinen, wie Musiara, Sattao, Emoli, Maisha und sogar Jotto stellten sich bei den Keepern mit Regenschirmen unter, als der Regen sehr stark wurde, aber Emoli und Maisha versuchten dann, bei einem Zuschauer mit Regenshirm unterzukommen. Während die einen dem Regen entkommen wollten, spielten andere, wie Tamiyoi, Malima, Esampu, Ambo, Murit, Godoma, Kuishi und Enkesha, fröhlich in der Erde; sie staubten sich ein, rollten sich herum und stießen aneinander. Am Nachmittag kam dann ein neuer kleiner Bulle aus Tsavo, der zusammengebrochen aufgefunden worden war. Er kam nach seiner Rettung mit dem Hubschrauber im Waisenhaus an und wurde sofort an eine Infusion gelegt, um ihn wieder zum Leben zu erwecken.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 30.10.2017

Montag, 30. Oktober 2017
Die Waisen waren am Morgen offenbar besonders gut gelaunt und rannten durchs Gebüsch, trompeteten und begrüßten den neuen Tag und all das leckere Grün, das sie fressen konnten. Vor allem die Kleinen wie Sattao, Musiara, Tamiyoi, Malima, Jotto, Ambo, Malkia, Tagwa, Godoma, Kuishi, Maisha und Emoli, sowie ein paar der Älteren, wie der verspielte Ngilai, Pare, Ndotto, Lasayen und Murit. Auch der arme Luggard mit seinem kaputten Bein war zum Herumtoben aufgelegt, und dann kann ihn nichts zurückhalten! Mini-Leitkuh Mbegu hatte alle Hände voll zu tun und rannte zwischen den aufgekratzten Babys hin und her, um sicherzugehen, dass es allen gut ging. Irgendwann wurde es ihr zuviel, und sie trompetete laut, sodass alle wie angewurzelt stehen blieben. Die Ruhe währte aber nur kurz, und zu Mbegus Leidwesen ging bald alles wieder von vorne los! Häufig sind die Waisen so aufgedreht, kurz bevor ein neuer Elefant gerettet wurde, und tatsächlich kam kurz nach 13 Uhr der Helikopter des DSWT aus Tsavo mit einem neuen Waisenkalb. Es war ohne seine Mutter oder andere Familienmitglieder gesichtet worden und nur in Gesellschaft zweier großer Bullen gewesen. Es ist ein kleines Mädchen, etwa acht Monate alt, und ihr Zustand ist einigermaßen stabil. Sie nahm gleich etwas Milch an und wurde Kiasa genannt, nach der Gegend, in der sie gefunden wurde.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.10.2017

Samstag, 28. Oktober 2017
Als die Waisen am Abend in ihre Gehege zurückgekehrt waren, streckte Murit, der neben Jotto wohnt, seinen Rüssel in das Nachbargehege aus und stibitzte Jottos Grün, obwohl er selbst welches hatte. Als Jotto es mitbekam, war schon die Hälfte seines Futters verschwunden, und ein Keeper musste einiges davon zurück holen. Das hielt allerdings Murit nicht davon ab, es noch einmal zu versuchen, und er hatte schon wieder einen Zweig erwischt, bevor Jotto begann, sein Grün zu verteidigen. Die beiden rangelten durch die Absperrung ihrer Gehege hindurch und zogen sich gegenseitig an den Rüsseln, bis ein Keeper die Streithähne trennte.