Sonje

Donnerstag, 25. April 2019
Am Morgen regnete es wie aus Kübeln, und die kleinen Jungs Alamaya und Mwashoti versuchten, sich bei den älteren Waisen unterzustellen. Mwashoti versteckte sich unter Mureras großem Bauch und ihren Ohren, doch Alamaya kam nicht so recht bei Sonje unter und wurde genau so nass wie die anderen. Den älteren Jungs schien es allerdings nichts auszumachen – im Gegenteil, sie rollten sich begeistert in der matschigen Erde herum! Als der Regen aufhörte, brachten Sonje und Quanza den Rest der Herde zu den Kenze-Hügeln. Als sie an den Quellen vorbei kamen, waren Shukuru die Krokodile nicht geheuer, die nicht mitbekommen hatten, dass die Elefanten vorbei liefen. Als Shukuru und ein Krokodil sich gegenseitig sahen, blieben beide wie angewurzelt stehen! Shukuru zog sich zu Lima Lima zurück, die immer sehr gut darin ist, die anderen vor Gefahren zu beschützen.

Dienstag, 23. April 2019
Alle sind erleichert, dass der Regen endlich angefangen und der Dürre ein Ende bereitet hat. Die Waisen müssen jetzt nicht mehr so weit laufen, um leckeres Futter zu finden. Dafür war es am Morgen sehr matschig und rutschig an den Stallungen, nachdem es den größten Teil der Nacht geregnet hatte, und Murera und Mwashoti hatten ihre liebe Mühe herumzulaufen ohne auszurutschen. Die Keeper mussten Murera und Sonje heraus locken, und sie kamen vorsichtig heraus; Mwashoti zu überzeugen, aus seinem Gehege zu kommen, war noch schwieriger, aber am Ende hatten sie es geschafft. Zongoloni und Ziwa übernahmen das Kommando, während Faraja und Ngasha sich in ein Kräftemessen vertieften. Faraja gab schließlich auf und ging mit Quanza und Lima Lima in den Hügeln grasen.

Montag, 22. April 2019
Nach der Mittagsfütterung am Wasserloch begann Zongoloni, die Schmetterlinge zu jagen – obwohl sie natürlich genau wusste, dass sie keine davon erwischen würde! Sie trompetete laut vor Freunde, und Lima Lima und Ziwa kamen dazu, um auch mitzumachen. Bei der ganzen Aufregung sahen die Waisen nicht so recht, wohin sie traten, und so stolperte Lima Lima und kullerte herum, sodass sie die Jagd aufgab. Auch Jasiri und Mwashoti wollten ihren Spaß haben und die anderen zum Mitmachen animieren, aber Murera und Sonje hatten sich schon wieder auf den Weg in die Büsche gemacht, um weiter zu grasen.

Samstag, 20. April 2019
In der Nacht regnete es heftig, was die Waisen und die Keeper vor einige Probleme stellte, denn die Wanderameisen kamen aus dem Boden und machten ihnen das Leben schwer! Es ist sehr schmerzhaft, von ihnen gebissen zu werden, für die Menschen wie für die Tiere. Die Keeper hatten alle Hände voll zu tun, sich und ihr Zelt mit Insektenspray zu behandeln, und sie ließen die Waisen heraus, damit diese vor den Ameisen flüchten konnten. Murera und Sonje verkrochen sich zusammen mit Mwashoti im Gebüsch, und auch die anderen Waisen verschwanden. Erst als es hell wurde, konnten die Keeper wieder nach ihnen suchen. Nimmersatt Lima Lima hatte schon die Geräusche der Eimer gehört, in denen die Morgenmilch zubereitet wird, und natürlich war sie sofort zur Stelle – sie würde niemals eine Milchfütterung verpassen!

Freitag, 19. April 2019
Es hat inzwischen ein wenig geregnet, und so fängt es im Wald an zu grünen. Murera ging mit ihrer Herde und den Keepern am Nachmittag zu den Kenze-Hügeln und den Umani-Hügeln, wo es leckeres Grün gibt. Dort übernahmen allerdings Faraja und Shukuru das Kommando und brachten ein paar der Waisen woanders hin als Murera und Sonje. Lima Lima futterte ein wenig mit ihnen und den Jungs, bevor sie sich mit Alamaya ein anderes Plätzchen suchte. Mwashoti blieb bei den beiden Leitkühen, die ihm die besten Stellen zum Grasen zeigten.

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