Tagwa

Freitag, 18. Januar 2019
Ab und zu will auch Malima zeigen, dass sie eine gute Leitkuh sein kann. Manchmal nimmt sie ihre eigene kleine Gruppe von Waisen mit und grast mit ihnen abseits der anderen. Heute hatte sie sechs andere unter ihre Fittiche genommen, Dololo, Larro, Luggard, Sattao, Maisha und Musiara. Aber die Waisen sind immer etwas anders gelaunt – manchmal wollen sie spielen, manchmal nur grasen, und manchmal gehen sie gern auf Erkundungstour. Musiara ist ein genügsamer und freundlicher Junge, und er schließt sich gelegentlich auch einmal gern denen an, die weiter hinaus in den Wald gehen. Als er heute bei Malimas Gruppe war, bemerkte er, dass Tagwa und Sagala nicht dabei waren, und so begann er, überall herum zu laufen und nach ihnen zu suchen. Malima machte sich schon Sorgen, weil er so unruhig hin und her rannte, und sie ließ den Rest der Gruppe stehen, um sich um ihn zu kümmern. Es dauerte nicht lange, und es waren nur noch Luggard und Larro, wo sie zuvor zu siebt gegrast hatten. Bis sie schließlich wieder alle zusammen waren, wurde es auch schon langsam Zeit für die Fütterung um 9 Uhr.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Jotto, Maisha und Tagwa

Kuishi grast

Maisha, Sagala und Maktao

Mittwoch, 16. Januar 2019
Kiko, der am Vortag wegen der Löwen, die wieder ihr Unwesen in der Nähe der Stallungen treiben, nicht draußen im Wald war, hatte sich heute in den Kopf gesetzt, hinaus zu gehen. Die Keeper wollten ihn erst einmal von seinem Stall zu einem der Elefantengehege bringen und nachsehen, ob auch keine Löwen zu sehen waren. Er konnte es aber nicht erwarten und spurtete gleich in Richtung Wald los, statt auf die Keeper zu hören. Er galoppierte den Elefanten hinterher, und Tagwa, Kuishi, Jotto und Musiara halfen den Keepern, indem sie ihn abfingen und wieder in Richtung der Gehege scheuchten. Am Ende hätten sie es ohne die Hilfe der Elefantenwaisen nicht geschafft, den launischen Giraffenjungen zurückzuhalten!

Montag, 14. Januar 2019
Emoli und Mapia sind zwei kleine Raufbolde geworden, die immer einmal wieder das neue kleine Waisenmädchen Larro ärgern. Heute Morgen graste das kleine Baby friedlich vor sich hin, als Emoli herbei kam und sie so heftig schubste, dass sie umfiel. Tagwa kam angerannt, um ihr zu Hilfe zu eilen, und Emoli, im Bewusstsein, dass er böse gewesen war, machte sich schnell davon. Er kam allerdings nicht weit, denn Ambo war zur Stelle, um ihm Manieren beizubringen – er piekste ihn mit den Stoßzähnen in den Rücken und verscheuchte ihn von der Gruppe, hinein ins Gebüsch. Auch Mapia hat es manchmal auf die kleine Larro abgesehen, und beim Schlammbad schubste er sie, sodass sie wieder hinfiel. Diesmal kamen Malima, Tamiyoi, Kiasa und die Keeper ihr zu Hilfe; Emoli und Mapia mögen zwar freche Jungs sein, aber es gibt immer noch etliche, die sich sehr um die Kleinen sorgen und sich um sie kümmern! Vor allem Kiasa versucht, so oft es geht, ihr Gesellschaft zu leisten. Am Abend war es Enkesha, Larros Nachbarin, die für sie sorgte, indem sie ihr eigenes Grünfutter zur Absperrung zwischen den Gehegen zog, damit Larro auch etwas davon haben konnte.

Samstag, 12. Januar 2019
Mapia ist manchmal ein kleiner Raufbold, und heute hatte er es auf Luggard abgesehen. Luggard ist sehr sanftmütig und überlegt sich immer gut, mit wem er spielt – wenn er überhaupt in der Laune dazu ist. Mapia versuchte heute immer wieder, ihn zum Ringkampf zu überreden, obwohl er nicht wollte. Schließlich schubste er ihn recht heftig. Jotto, der normalerweise auch sehr freundlich ist, mag es gar nicht, wenn jemand die anderen ärgert. Ihm gefiel Mapias Verhalten gar nicht, und er kam herbei gestürmt und verscheuchte Mapia von der Herde. Beim Schlammbad um 15 Uhr war Mapia immer noch schlecht gelaunt. Er kam plötzlich aus dem Schlammloch heraus, wo er gespielt hatte, und schubste ohne ersichtlichen Grund die kleine Larro um, die nichtsahnend an einem Akazienzweig knabberte. Tagwa, Tamiyoi und Malima kamen eilig aus dem Matsch, und Tamiyoi und Malima halfen dem kleinen Mädchen auf, während Tagwa Mapia eine Lektion erteilte.

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