Die Waisen im Dezember

Ndotto

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2021

Der Dezember begann fröhlich. Über die vergangenen Wochen und Monate haben wir viele Elefantenwaisen nach Nairobi gebracht, und dadurch war stets eine gute Stimmung, weil es immer wieder neue Bekanntschaften zu schließen gab. Die alteingesessenen Waisen freuen sich jedes Mal, Neuzugänge willkommen zu heißen und ihnen bei der Eingewöhnung zur Seite zu stehen. Selbst wenn die kleinen Neulinge oft noch schwach und traumatisiert sind, ist es gut für sie zu wissen, dass ihnen Artgenossen mit ähnlichem Schicksal zur Seite stehen. Naleku ist da besonders gewissenhaft. Jeden Tag, noch bevor sie sich auf den Weg in den Busch macht, schaut sie bei jedem einzelnen Neuzugang im Stall vorbei. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Die Waisen im November

Naipoki

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: November 2021

Jedes Elefantenbaby in der Nursery hat seine eigene Morgenroutine. Naboishu, Mukkoka, Kamili, Latika und Roho zum Beispiel machen sich am liebsten direkt auf den Weg in den Busch. Andere beschäftigen sich lieber eine Weile im Stallgelände, bis alle Babys aus ihren Ställen gekommen sind. So zum Beispiel das „Kaluku-Trio“ Bondeni, Kindani und Kinyei. Seit dem Tag, an dem sie in der Nursery angekommen sind, begrüßen sie erst jeden Einzelnen, bevor sie sich auf den Weg in den Wald machen. „Die Waisen im November“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.06.2021

Donnerstag, 24. Juni 2021
Die Auswilderer grasten heute wieder zusammen mit der Waisenherde, und nach der Mittagsfütterung steckten Faraja, Zongoloni und Alamaya die Köpfe zusammen, bevor Faraja sich verabschiedete und in den Wald aufbrach. Nach ein paar Minuten konnte man ihn allerdings sehr laut trompeten hören! Sonje und die anderen eilten dem Getröte nach, um zu sehen, was los war, und sahen, dass Faraja auf eine große Büffelherde gestoßen war und nicht weiter kam. Alle zusammen schafften sie es aber, die Büffel weg zu scheuchen, und so konnte Faraja schließlich seiner Wege gehen und neue Abenteuer im Wald suchen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.06.2021

Dienstag, 22. Juni 2021
Am Morgen rangelten die Auswilderer-Jungs wieder einmal heftig miteinander; Ngasha, Jasiri und Faraja versuchten verbissen herauzufinden, wer der stärkste von ihnen war. Irgendwann wurde es Zongoloni zu bunt, und sie ging dazwischen. Auch Sonje und Lima Lima wollten für Ruhe sorgen, gaben aber schnell auf und kümmerten sich stattdessen lieber darum, die jüngeren Waisen von all dem Raufen fern zu halten. Murera hatte sich schon woanders hin verzogen – sie mag es nicht, wenn die jungen Bullen zu übermütig werden. Im Wald trafen die Waisen dann auf eine wilde Herde mit ein paar kleinen Babys, und Lima Lima und Murera spielten wieder begeistert mit diesen. Murera verpasste dabei wieder – wie auch schon am Tag zuvor – ihre Mittagsmilch, denn sie blieb lieber bei den wilden Kühen und ihren Kälbern.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.06.2021

Donnerstag, 17. Juni 2021
Die Keeper hatten eigentlich gedacht, dass Mwashoti sich Zongoloni und den anderen fünf Auswilderern anschließen würde. Nach ein paar Tagen kam er aber wieder zurück und wollte in sein altes Gehege gelassen werden! Dort haben sich inzwischen allerdings Sonje und Kiombo eingerichtet, und Kiombo wollte nicht von Sonjes Seite weichen. Also hatten die Keeper keine andere Wahl, als sie zu dritt in dem Gehege schlafen zu lassen! Sie schienen aber alle damit einverstanden zu sein und waren waren zufrieden als Gehegegenossen.