Erneut flossen Tränen, diesmal zum Sonnenaufgang am Morgen des 8. Oktober 2013, nachdem wir den winzigen, erst einen Monat alten Empaash kurz nach Mitternacht verloren haben. Er hatte ganz plötzlich Atemprobleme und starb. Bereits nachdem er aus einem Brunnen im Amboseli Naturschutzgebiet gerettet worden war, waren seine Überlebenschancen nicht so gut, da viel Wasser in seinen Körper eingedrungen war, bevor er befreit werden konnte und er dadurch sehr flüssigen und schlammigen Stuhl hatte.


Es war schwierig, sein Verdauungssystem wieder in den Griff zu bekommen. Das Problem wurde zusätzlich verstärkt, als der übliche Zahnungsdurchfall dazu kam. Es gelang ihm aber, drei seiner vier ersten Zähne herauszuschieben bevor er starb. Die Farbe seines Stuhls begann sich langsam zu verbessern, nachdem er Sulphadimidine bekam und auch sein Appetit kam in der Nacht seines Todes zurück. Trotz allem war er noch immer stark geschwächt und er konnte nicht alleine stehen um seine Milch zu trinken. Wir denken daher, dass er auch Brunnenwasser und Schlamm in den Lungen und im Magen hatte und dadurch sowohl seine Lungen als auch sein Verdauungssystem beschädigt waren. Dazu kam der ohnehin schon lebensbedrohliche Zahnungsprozess, der den Zustand und die Kräfte kleiner Elefanten in Gefangenschaft immer extrem verschlechtert, was schließlich alles zusammen zu seinem Tod führte. Die ersten Zähne müssen sich durch das Zahnfleisch schneiden und im Alter von einem bis vier Monaten durchstoßen, wodurch die neugeborenen Elefanten, die in dem Alter sowieso sehr anfällig sind, noch schwächer werden.

Ruhe in Frieden, geliebter kleiner Empaash. Wir werden dich in unseren Herzen bewahren, gemeinsam mit den vielen anderen, die wir vor dir schon trauernd verloren haben.

 

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