Am 3. September 2014 wurde ein verwaistes Elefantenkalb von Gästen des Satao-Camps auf einer Pirschfahrt gesehen. Sie bemerkten das Kalb, als sie vom Camp aufbrachen, und als sie zurückkamen, stellten sie fest, dass es noch immer da war und informierten den KWS und den DSWT. Nick Trent, der Chef-Pilot des DSWT erhielt den Bericht und beauftragte das DSWT-Antiwilderei-Team, das zufällig in der Gegend war.

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Als die Voi-Keeper ankamen, hatte das Antiwilderei-Team das Kalb bereits eingefangen und festgebunden und wartete auf die Keeper. Das Kalb war schon über zwei Jahre alt, sodass wir entschieden, es zusammen mit dem kürzlich geretteten Bada in Voi aufzuziehen, statt es erst nach Nairobi zu fliegen. Das Team brachte das stoßzahnlose Kalb also zur Auswilderungsstation in Voi. Bei der Ankunft gewöhnte das Kuhkalb sich schnell ein. Mit Bada als Vorbild akzeptierte sie ihre Milchflasche sofort. Die zwei begrüßten sich mit ihren Rüsseln in den Zähmungsgehegen und es wurde gleich klar, dass sie einmal große Freunde sein werden.

Sorka im Gehege nach der RettungSorka und Bada in benachbarten Gehegen
Sorka zwei Tage nach der RettungSorka bekommt im Gehege Milch von einem Keeper
Sorka bekommt Milch
Das Kalb wurde Sorka genannt, ein Orma-Name aus der Gegend. Sie hatte Wunden von Löwenklauen auf ihrem Rücken und hatte offenbar sehr großes Glück gehabt, entkommen zu sein. Abgesehen von diesen oberflächlichen Wunden war sie gesund, doch es schien, dass sie schon längere Zeit allein gewesen war und große Entfernungen zurückgelegt hatte. Trotz ihres Alters hat sie noch keine Stoßzähne, und wir denken, dass sie vielleicht für immer stoßzahnlos bleiben wird, denn eigentlich müssten sie sonst schon zu sehen sein. Sie hat sich gut in Voi eingelebt und genießt die Liebe und Aufmerksamkeit, die sie von ihrer neuen Waisenherde bekommt. Sie hatte Glück, dass sie es in diese Herde geschafft hat.

Sorka genießt die MilchSorka (vorne) mit den Anderen bei den Stallungen
Sorka bekommt Milch

Leider ist Sorka am 24. Oktober an einer Darmentzündung gestorben. Auch wenn sie nur eine kurze Zeit in der Obhut der Keeper
war, ist es immer wieder ein großer Verlust für alle.

 

(übersetzt aus dem englischen Original)

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