Am 9. August wurde Angela Sheldrick von Mark Goss informiert, dass ein verwaistes Elefantenkalb vom KWS und den „Mara Elephant Project“-Beobachtern gerettet worden war. Zu dem Zeitpunkt war das Kalb bereits auf der Ladefläche eines Landcruisers auf dem Weg zum Maasai Mara Kichwa Tembo-Flugfeld, um dort auf das Rettungsteam des David Sheldrick Wildlife Trust zu warten. Sie wurde alleine und verlassen im Dupoto-Gebiet in der Transmara gefunden, einem großen Waldstück oberhalb der Klippe.

 


Die lokalen Bewohner fanden das Kalb in der Nähe eines Viehgeheges ohne ihre Mutter und informierten die Forscher vom „Mara Elephant Project“. Das MEP-Notfallteam brachte sie nach Kichwa, wo sie abgeholt werden sollte. Der Flug von Nairobi zur Maasai Mara dauerte 45 Minuten und das Team kam gut vorbereitet mit Milch und allen sonstigen Utensilien für den Transport an. In kürzester Zeit war sie bereit für die Reise zum Waisenhaus in Nairobi.

Das RettungsflugzeugDas Kalb im Schatten
Das RettungsteamDas Kalb bekommt Milch
Es bleibt unklar, wieso sie verwaist ist, denn Elefantenleichen wurden in dieser Gegend schon seit zwei Monaten nicht mehr gefunden, und sie hat unmöglich zwei Monate ohne ihre Mutter überleben können, da sie erst fünf bis sechs Monate alt und damit noch sehr milchabhängig ist.

Das Kalb wird für den Flug festgebundenDas Kalb ist abflugbereit
Das Kalb wird eingeladenDas Kalb im Flugzeug
Das Kalb wird an die Infusion gelegt
Wir haben sie Dupotto genannt, nach dem Gebiet, in dem sie gefunden wurde. Sobald sie im Waisenhaus in Nairobi angekommen war, beruhigte sie sich und fraß das Grünfutter gut. Sie hatte auch keine Schwierigkeiten, sich an die neue Milchformel zu gewöhnen. Physisch schien bei ihr alles glatt zu gehen, doch Dupottos große Wunden sind emotionaler Natur. Sie verhielt sich sehr seltsam, litt sehr stark psychisch und war sehr unruhig und aufgewühlt. Sie brachte die Baby-Gruppe ziemlich durcheinander, solange sie Teil davon war. Dann entdeckte sie Embu, die nur vier Tage vor ihr gerettet wurde. Embu ist schon ungefähr anderthalb Jahre alt und war vom KWS aus den bewaldeten Hängen des Mount Kenya auf der Embu-Seite des Bergs gerettet worden.

Das Rettungsflugzeug am Wilson-FlugplatzDas Kalb wird auf den Pickup geladen
Auf der HeimfahrtDas Kalb kommt an
Sie wird wieder befreitDas Kalb auf den Beinen
Edwin begrüßt das KalbDupotto bekommt Milch
Dupotto war sofort sehr anhänglich gegenüber Embu; sie teilten ihren Schmerz und konnten sich so gegenseitig trösten und verstehen. Bis heute sind sie sehr enge Freunde. Dupotto gewöhnt sich nun langsam ein und ihr seltsames unruhiges Verhalten hat sich sehr verbessert.

Dupotto im BuschDupotto umarmt Embu
Dupotto mit EmbuDupotto spritzt Wasser
Dupotto trinkt Milch

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Dupotto_web

(übersetzt aus dem englischen Original)

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