Am 28. November, als gerade dicke Regenwolken den händeringend erwarteten Regen am Ende einer langen Dürre im Tsavo-Nationalpark ankündigten, sichtete der Pilot des Tsavo Trust ein kleines Elefantenkalb, das in den Weiten nahe Aruba neben seiner zusammengebrochenen Mutter ausharrte.

 

 

Obwohl der Regen stellenweise schon begonnen hatte, war es zu spät für die Mutter gewesen, die offenbar schon eine ganze Weile um ihr Leben gekämpft hatte – den Spuren um sie herum zu urteilen. Ihr verzweifeltes Baby blieb währenddessen hilflos an ihrer Seite. Der Fall wurde sofort der mobilen Tierarzteinheit von Dr. Poghon berichtet, die gemeinsam vom David Sheldrick Wildlife Trust und dem Kenya Wildlife Service finanziert wird; zusammen mit einigen Keepern der Stallungen in Voi machte sich ein Rettungsteam auf den Weg zu den Koordinaten, die ihnen der Pilot übermittelt hatte.

Das RettungsteamDas Kalb neben seiner abgemagerten Mutter
Das Kalb harrt neben seiner Mutter aus
Vor Ort wurde klar, dass die Mutter des Kalbs ein Opfer der unerbittlichen Dürre geworden war, denn sie war abgemagert, atmete kaum noch und war viel zu schwach, um aufzustehen. Ihr kleines Kalb, geschätzte zehn Monate alt, stand tapfer an ihrer Seite, um sie zu beschützen. Es war angriffslustig, obwohl es auch schon dünn war, denn es hatte ebenfalls unter der Dürre gelitten und wohl schon länger keine Milch mehr von seiner Mutter bekommen. Das Rettungsteam versuchte alles Menschenmögliche, um die Mutter zu retten, doch leider überlebte sie nicht. Also konzentrierten sie sich auf das Baby: Es wurde eingefangen und festgebunden, und auf der Ladefläche des Landcruisers zu den Stallungen in Voi gebracht. Dort wartete es auf die Ankunft des Rettungsflugzeugs, das das kleine Kalb ins Waisenhaus des DSWT in Nairobi bringen sollte.

Das Team versucht, die Elefantenkuh aufzurichtenEin letzter Versuch, die Mutter auf die Beine zu bekommen
Das Kalb wird eingefangenDas Kalb ist eingefangen und wird auf eine Matratze gelegt
Auf dem Flug nach NairobiDas Kalb kommt im Waisenhaus in Nairobi an
Das kleine Elefantenmädchen, das wir Kuishi genannt haben – Suaheli für „leben“ – kam um 17 Uhr im Waisenhaus an, als gerade die Pateneltern zu Besuch waren. Es war sehr dünn, aber hatte noch Kraft, sich zu wehren und zeigte Lebenswillen. Nachdem die anderen Waisen sie aufgemuntert hatten, beruhigte sie sich bald. Sie lebte sich schnell ein, und nach nur zwei Tagen konnte sie sich schon den anderen Waisen draußen im Wald anschließen. Sie ging dankbar in ihrem neuen Leben auf und genoss das viele Futter, das sie nun zur Verfügung hatte – während ihres jungen Lebens in einer langen Trockenperiode hatte sie vor allem Entbehrungen kennengelernt, unerbittliche Hitze und wenig Futter, und ihre Mutter hatte wohl die ganze Zeit ums Überleben kämpfen müssen.

Das Kalb wird in ein Gehege gebrachtDas kleine Mädchen heißt Kuishi
Kuishi nuckelt an den Fingern eines KeepersGodoma, Kuishi und Mbegu
Mbegu begrüßt KuishiKuishi umgeben von den anderen Waisen
Kuishi hatte sehr viel Glück, dass sie rechtzeitig gerettet wurde, in den unendlichen Weiten Tsavos. Sie ist zurückhaltend, aber verspielt, und hat sich schon mit der frechen Esampu angefreundet, die ihr mit der Zeit zweifellos einige Unarten beibringen wird!

 

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Kuishi Rescue

 

Kuishi mit den anderen Babys draußen im WaldKuishi im Busch bei ihren Waisenfreunden
Kuishi, Esampu und JottoKuishi staubbadet
(übersetzt aus dem englischen Original)

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