Am 20. März wurde ein kleines einsames Elefantenkalb gesichtet und von Maasai-Bewohnern dem Kenya Wildlife Service (KWS) und den Scouts von Big Life gemeldet. Zunächst bestand die Hoffnung, dass es seine Herde wiederfinden würde, und so wurde es erst einmal ein paar Tage aus der Entfernung beobachtet. Im Laufe der Zeit wurde aber klar, dass er ein Waise war, denn er blieb allein, sein Zustand verschlechterte sich und es bestand immer mehr die Gefahr, dass er das Opfer von Raubtieren werden würde.

 

 

Nach drei Tagen wurde beschlossen, den David Sheldrick Wildlife Trust zu benachrichtigen, damit das Kalb gerettet werden konnte. Mit Hilfe des DSWT-Flugzeugs wurde am Morgen des 23. März aus der Luft nach ihm gesucht, und es dauerte nicht lange, bis es gefunden war – es war der einzige Elefant im Umkreis von einigen Kilometern. Die Bodenteams wurden per Funk zu der Stelle geleitet, und da das kleine Baby noch jung und dazu schon recht geschwächt war, konnte es auch schnell und ohne viel Gegenwehr eingefangen werden. Er wurde von den Wildhütern der KWS-Station in Rombo zum nächstgelegenen Flugfeld in Ziwani gebracht – eine ziemlich lange Fahrt auf der Ladefläche eines Landcruisers.

Das Kalb auf der Ladefläche des RettungsfahrzeugsDas Kalb ist am Flugfeld angekommen
Vorbereitungen für das Verladen ins FlugzeugDas Kalb im Rettungsflugzeug
Inzwischen war Angela Sheldrick in Nairobi benachrichtigt worden und ein Rettungsteam des Waisenhauses machte sich mit der Cessna Caravan auf den einstündigen Flug nach Ziwani. Als sie ankamen, fanden sie den kleinen Bullen auf dem Landcruiser liegend vor, schon unglaublich dünn und ausgetrocknet. Sie deckten seine Augen ab, um sie vor der brennenden Sonne zu schützen, und gaben ihm eine Infusion, bevor er vorsichtig in das Flugzeug geladen wurde. Da kam ein Anruf von Angela, die mitteilte, dass noch ein weiterer Waisenelefant aufgefunden worden war und das Team zunächst nach Voi im Tsavo East Nationalpark weiterfliegen und auch den zweiten Waisen mit nach Nairobi bringen sollte! Dieser zweite Waise war dort eben erst gerettet worden, nachdem er von einem Tour-Guide gesichtet worden war. Als das Flugzeug in Voi landete, war es bereits Mittag, und das neugeborene Kalb wartete dort schon am Flugfeld; die Keeper der Auswilderungsstation in Voi kümmerten sich darum. Es wurde keine Zeit verschwendet, und bald lagen zwei verwaiste kleine Elefanten im Flugzeug bereit, um nach Nairobi gebracht zu werden. Jeder von ihnen hing während des Fluges an einem Tropf, und das Rettungsteam hatte auf dem Rückweg alle Hände voll zu tun. Nach der Ankunft am Wilson-Flughafen mussten die beiden Schätze abgeladen werden, und glücklicherweise fanden sich genügend helfende Mitarbeiter des Flughafens, die fleißig mit anpackten.

Zwei Elefantenwaisen in einem RettungsflugzeugAnkunft im Waisenhaus
Mundusi wird abgeladenDas Kalb wird in ein Gehege gebracht
Die Keeper helfen Mundusi auf die BeineMundusi in seinem Gehege
Mundusi bekommt noch einmal eine Infusion
Im Waisenhaus in Nairobi angekommen, wurde das ältere Kalb in ein Gehege gebracht, und sein jüngerer Artgenosse in einen Stall, und beide bekamen sie einen Keeper an ihre Seite. Das ältere Kalb wurde auf 15 Monate geschätzt, und warum es verwaiste, ist bis heute ungeklärt – in der Gegend wurden keine Kadaver von Elefanten gefunden. Er trank seine Milch gut, aber interessierte sich nicht weiter für das frische Grün, das in seinem Stall bereitlag. Bald gewöhnte er sich an seine neue Umgebung, lernte auch das Futter zu schätzen und kam wieder zu Kräften.

Mundusi genießt GrünfutterDas Kalb heißt Mundusi
Mundusi futtert
Die kleine Mteto war seine Nachbarin, und ihre Anwesenheit half ihm sehr, sich einzugewöhnen. Auch mit den anderen Elefanten unterhielt er sich, wenn sie in der Nacht um ihn herum waren; häufig kommunizieren sie unhörbar für das menschliche Ohr. Er beruhigte sich sichtlich, wenn sie da waren, ließ seinen Keeper an sich heran und leerte begeistert seine Milchflasche. Wenn die anderen Waisen am Morgen in den Nairobi-Nationalpark aufbrachen, jammerte er und rief ihnen hinterher. Nach nicht allzu langer Zeit war klar, dass er sich gut genug erholt hatte, dass er mit der Waisenherde hinaus in den Busch gehen konnte und tagsüber nicht mehr in seinem Gehege bleiben musste. Er wurde sofort von den anderen willkommen geheißen und bekam jede Menge Zuspruch und Zärtlichkeiten ab.

Mundusi sagt einem Keeper HalloGodoma begrüßt Mundusi
Der süße MundusiMundusi schnüffelt
Wanjala und MundusiRapa lernt Mundusi kennen
Mundusi wird von Malkia begrüßtMundusi draußen im Busch
Wir haben diesen tapferen kleinen Jungen Mundusi genannt, nach der Gegend, aus der er kommt. Er ist ein sehr friedlicher kleiner Bulle und hat sich hervorragend eingelebt. Inzwischen ist er wieder gesund und munter und hat dicke kleine Bäckchen bekommen.

 

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Mundusi grastMbegu und Mundusi
Mundusi bekommt MilchMundusi
Mundusi staubbadetMundusi schiebt einen seiner Waisenfreunde an
(übersetzt aus dem englischen Original)

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