Am 3. September informierte Dr. Limo, der Veterinäroffizier des KWS und der mobilen Tierarzt-Einheit des DSWT in der Maasai Mara, Angela Sheldrick über einen tragischen Fall. Dr. Limo und das mobile Tierarzt-Team hatten gerade ein paar wohlverdiente freie Tage und waren zu der Zeit woanders im Land, doch sie hatten eine Meldung über eine verletzte Elefantenkuh in der Maasai Mara erhalten. Wegen ihrer Abwesenheit wurden die fliegenden Tierärzte des DSWT angefordert.

Olsekki

 

 

Der Fall war besonders schwierig, weil die verletzte Kuh ein ungefähr einjähriges, milchabhängiges Kalb hatten. Sie wurde schon einige Tage von den Wildhütern beobachtet, und es schien, dass sie ein gebrochenes Bein hatte und dadurch praktisch nicht mehr laufen konnte. Die Prognose war düster.

Das Rettungsteam steigt ins FlugzeugDas Rettungsteam erreicht die Mara
Die Mutter und das KalbDer Tierarzt trifft Vorbereitungen
Der KWS-Veterinäroffizier Fred Olianga wurde mit dem „Fliegende Tierärzte“-Programm des DSWT zur Mara geflogen. Er wurde von einigen Keepern begleitet, für den Fall, dass die Mutter eingeschläfert werden musste, worauf alle Berichte hindeuteten. Diese Entscheidung würde nicht leichtfertig getroffen werden und vorher würde die Mutter zunächst betäubt und vom Tierarzt und seinem Assistenten genauestens untersucht werden. Sie würden eine Diagnose stellen und dann eine Entscheidung treffen.

Die Keeper wartenDie Mutter wird betäubt
Das Kalb fliehtDie Mutter wird untersucht
Leider muss die Mutter eingeschläfert werden
Es war ein sehr trauriger Tag für alle Betroffenen, denn nach genauer Untersuchung ergab sich, dass das Bein gebrochen war und es keine Chance auf Heilung gab. Sie hatte große Schmerzen und konnte sich nicht fortbewegen. Wir mussten sie also einschläfern und ihr milchabhängiges Kalb retten, bevor es den Raubtieren der Mara zum Opfer fällt. Die DSWT-Keeper halfen bei der Rettung des Babys.

Das Kalb wird eingefangenDas Kalb wird festgebunden
Das Kalb wird für den Transport vorbereitetDas Kalb wird in den Pickup geladen
Das Kalb wird am Flugfeld aus dem Pickup gehobenDas Kalb wird ins Flugzeug geladen
Das Kalb im FlugzeugDas Kalb wird in Nairobi ausgeladen
Das Kalb kommt im Waisenhaus anDas Kalb wird in ein Gehege gebracht
Das Kalb ist wieder auf den Beinen
Wir schätzen den kleinen Bullen auf ungefähr 12 Monate. Erstaunlicherweise beruhigte er sich schnell, nachdem er im Waisenhaus angekommen war, obwohl er natürlich seine Mutter sehr vermisste. Dank des Trostes von Suswa, die gleich nebenan wohnte, wurde er sehr schnell zahm und konnte schon zwei Tage später mit den anderen Waisen in den Busch gehen. Der kleine Olsekki (der Name stammt von dem Gebiet, aus dem er gerettet wurde) hat viel Liebe und Zuneigung von den anderen Elefanten und den Keepern erhalten, doch nur die Zeit wird seine seelischen Wunden heilen können. Er fühlt sich aber in der Gesellschaft der anderen Waisen sicher.

Das Kalb in AngriffsposeAngriff!
Das Kalb heißt OlsekkiOlsekki begrüßt Suswa
Olsekki bekommt etwas MilchOlsekki kaut auf einem Zweig herum
Olsekki von den anderen Waisen umgebenOlsekki zwischen zwei älteren Waisen
Der Grund für die schlimme Verletzung von Olsekkis Mutter bleibt ein Rätsel.

Olsekki mit den anderen im BuschOlsekki im Busch
Olsekki nuckelt an den Fingern der Keeper

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Olsekki_web

 

 

(übersetzt aus dem englischen Original)

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