Am frühen Abend des 26. Januar erhielt Angela Sheldrick einen Anruf vom KWS-Veterinäroffizier der DSWT mobilen Tierarzt-Einheit Mara, Dr. Lima, der von einem verwaisten Elefantenkalb berichtete, das die „Save the Elephants“ Wildhüter auf ihren täglichen Patrouillen gesehen hatten. Der KWS hatte auch einige Berichte von den lokalen Gemeinden bekommen, dass ein junges Elefantenkalb im Narok-Gebiet umherwandert. Die Gegend ist dicht besiedelt und recht weit von den bekannten Wanderrouten der wilden Elefanten entfernt. Wir wissen nicht, was mit der Mutter des Kalbs und seiner Herde geschehen ist. Um zu verhindern, dass dem Kalb in der Nacht etwas zustößt, fingen die KWS-Wildhüter mit Unterstützung von „Save the Elephants“ das Kalb noch am Abend ein. Sie behielten es über Nacht, da es schon zu spät war, ein Rettungsteam aus Nairobi zu schicken.

Siangiki (2)

 

Früh am nächsten Morgen organisierten wir ein Flugzeug. Das Team trat den Flug zum Narok-Flugfeld an und kam nach einem 45-minütigen Flug kurz vor 11 Uhr dort an. Es war ein heißer Vormittag und das Flugfeld war sehr trocken, staubig und in schlechtem Zustand. Sie trafen auf eine stetig wachsende Menschenmenge: Neben den Rettern, die das Kalb zum Flugfeld gefahren hatten, kamen immer mehr lokale Bewohner hinzu, die alle sehr neugierig waren, das verwaiste Baby zu sehen und wissen wollten, was mit ihr geschehen war.

Warten auf die LandungEine tröstende Hand
Das Kalb wird untersuchtDie Matratze wird vorbereitet
Die Beine werden festgebundenDie Keeper lassen sich die Geschichte der Rettung erzählen
Das ungefähr 15 Monate alte Kuhkalb befand sich liegend und festgebunden im verdeckten Fahrzeug. Beim Gespräch mit den Rettern stellte sich heraus, dass das Kalb seit ihrer Rettung um 18 Uhr am Vortag nicht mehr aufgestanden war und nicht gegessen und getrunken hatte. Sie war sehr dünn und schwach und konnte nicht aufstehen. Zu diesem Zeitpunkt sah es gar nicht gut um sie aus und alle befürchteten, dass sie zu spät gekommen waren. Die Keeper des David Sheldrick Wildlife Trust verloren keine Zeit und verluden sie in das Flugzeug, wo sie an eine Infusion gelegt wurde. Sie wehrte sich nicht und konnte so mit der Hilfe ihrer Retter und der lokalen Bewohner schnell eingeladen werden. Die Anwohner machten Fotos mit ihren Handys und beobachteten, was passierte und wie es dem Kalb ging. Es dauerte nicht lange, bis das Flugzeug mit seiner wertvollen Fracht, die sich nicht einmal regte, auf dem Rückweg nach Nairobi war.

Die Keeper mit dem KalbDas Kalb wird aus dem Fahrzeug geholt
Auf der MatratzeDas Waisenkalb
Das Kalb wird ins Flugzeug geladenIm Rettungsflugzeug
Die Retter des KalbsViele Zuschauer
Das Kalb wird gesichert
Im Waisenhaus angekommen, wurde sie von der Infusion genommen und auf die Beine gestellt. Erstaunlicherweise brachte sie jetzt genug Kräfte auf, um aufzustehen. Sie trank sofort etwas Milch und ging auf die Keeper los, die zusahen, dass sie aus ihrem Gehege kamen und ihr etwas Platz ließen. Sie begann, das vorbereitete frische Grünfutter zu fressen und sie fraß die ganze Nacht über, in der ihr immer mehr Nachschub an frischem Grün gebracht wurde.

Das Kalb wird abgeladenDas Kalb wird abgeladen
Im FahrzeugAnkunft im Waisenhaus
Das Kalb wird im Waisenhaus abgeladenDas Kalb wird in das Gehege gelegt
Das süße Kalb im GehegeDem Kalb wird auf die Beine geholfen
Das Kalb genießt etwas Grünfutter
Wir haben sie Siangiki genannt, was in der Sprache der Maasai für „kleines Mädchen“ steht. Sie ist sehr ruhig, entspannt und hat sich schnell eingelebt. Sie hat sich mit unserem Waisenkind Arruba angefreundet, die am Tag nach ihrer Rettung nicht von ihrer Seite wich. Sie hatte die Keeper schnell akzeptiert und schon am 31. Januar durfte sie mit den anderen Waisen in den Busch hinaus. Sie wurde von allen herzlich willkommen geheißen und Arruba, Suswa, Mashariki, Oltaiyoni und Lentili nahmen sie in ihre Mitte und berührten sie liebevoll mit ihren Rüsseln, bevor sie mit ihr in den Busch aufbrachen.

Siangiki in ihrem GehegeNelion und Kithaka mit Siangiki
Embu mit SiangikiDraußen im Wald
Seit ihrer Ankunft hat sie enge Freundschaften mit Embu, Enkikwe, Oltaiyoni und Boromoko geschlossen, der Anfang des Monats angekommen war, und sie grast oft in deren Nähe. Sie ist ein sehr freundlicher und netter kleiner Elefant, der die Keeper liebt, und jetzt, wo die Trauer über ihre verlorene Familie langsam schwindet, fühlt sie sich sichtlich immer wohler bei uns.

(übersetzt aus dem englischen Original)

Draußen im BuschSiangiki begrüßt Edwin
Siangiki genießt ihre MilchDupotto, Siangiki und Ashaka
 

 

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Dupotto, Siangiki und Ashaka

 

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