Die dritte Oktoberwoche war eine sehr anstrengende beim David Sheldrick Wildlife Trust. Kurz nach der Rettung von Wass und seinen beiden Babystraußenfreunden am 15. Oktober, erhielten wir am 16. Oktober die Meldung über einen Babyelefanten im Gebiet des Mount Kenya. Das Baby war ungefähr ein Jahr alt und wurde gesehen, wie es in den Feldern der Marania Farm umherwanderte, in des Nähe des Mount Kenya Elefantenkorridors.

 



Der Mount-Kenya-Wildtierkorridor geht durch die Kisima und Marania Farmen und ist ein großer Erfolg, da er im Wesentlichen die Elefantenpopulationen aus Samburu und Lakipia wieder verbunden hat. Elefanten, die früher frei umherschweifen konnten, können dies aufgrund der Zäune und verstärkter menschlicher Entwicklung in dieser Gegend nicht mehr tun. Sie können viel Schaden anrichten und damit große Konflikte mit den lokalen Bewohnern verursachen. Dadurch ist ihre eigene Existenz bedroht. Die Elektrozäune des Mount-Kenya-Korridors schützen die lokalen Gemeinden vor plündernden Elefanten, erlauben es aber den Elefanten, auf der Suche nach Futter, Mineralien und Fortpflanzungspartnern zwschen zwei vielseitigen Lebensräumen zu wandern. Das Mount-Kenya-Gebiet liefert den Elefanten wichtige Möglichkeiten in der Trockenzeit. Der Korridor ist ungefähr 14km lang und wurde 2011 eröffnet. Zuerst gab es Bedenken, dass die Elefanten sich weigern würden, den Tunnel unter der Autobahn zu nutzen, die Nordkenia mit dem Rest des Landes verbindet. Die Sorgen wurde aber ausgeräumt, als einen Monat nach der Eröffnung der erste Elefant die Unterquerung benutzte. Hunderte weitere folgten in den nächsten Monaten.

Vorbereitungen für die RettungDas Waisenkalb wird vom Rettungsteam gefunden
Das Kalb wird auf den Flug vorbereitetDas Kalb ist bereit, in das Flugzeug geladen zu werden
Das Kalb wird ins Flugzeug geladen
Der Babyelefant wurde auf der Marania-Farm gefunden und es wird vermutet, dass er zwischen den Elektrozäunen hindurch geschlüpft ist, die die älteren Elefanten daran hindern, die Farmen zu betreten. Es ist wahrscheinlich, dass seine Mutter von Wilderern getötet wurde, denn drei Wochen zuvor war die verstümmelte Leiche einer milchgebenden Mutter gefunden. Das Kalb ist vermutlich bei der Herde geblieben und konnte etwas Milch von anderen Kühen bekommen, denn sein Gesundheitszustand ist noch recht gut. Vor Kurzem scheint er aber von der Herde getrennt worden zu sein, denn sie war nirgends zu sehen, als die Marania-Scouts das Baby entdeckten. Die Scouts informierten das Management des Lewa-Schutzgebietes, die wiederum den KWS und DSWT informierten. Der DSWT stellte sofort ein Rettungsteam zusammen und organisierte ein Flugzeug, um am Lewa-Flugfeld den KWS-Tierarzt Dr. Mutinda und sein Team zu treffen.

Auf dem HeimwegIm Pickup am Flughafen
Das Kalb wird am Flughafen in den Pickup geladenDas Kalb wird in sein Gehege gebracht
Dr. Mutinda anästhesierte das Baby und es wurde dann per Fahrzeug zum Lewa-Flugfeld gebracht, wo das KWS-Bodenteam das Rettungsteam des DSWT traf. Sobald das Baby in das Flugzeug geladen und gesichert worden war, wurde es aufgeweckt, damit es nicht zu lange unter Narkose ist, was bei Babyelefanten immer ratsam ist.

Sirimon im GehegeSirimon wenige Tage nach seiner Rettung
Sirimon genießt Grünfutter
Das Kalb kam nach Einbruch der Dunkelheit in Nairobi an und sah glücklicherweise noch immer gut aus. Erstaunlicherweise trank er gleich in seiner ersten Nacht Milch aus der Flasche und war sehr gefräßig. Er wurde sehr schnell zahm und es dauerte nur wenige Tage, bis er sich den anderen Waisen im Busch anschließen und sich in die Waisenhausherde integrieren konnte. Wir haben ihn Sirimon genannt, ein passender Name aus dem Mount-Kenya-Gebiet.

Sirimon im BuschSirimon mit den anderen
Sirimon mit den anderen Waisen im Busch

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Sirimon_web

(übersetzt aus dem englischen Original)

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