Am 31. Juli 2013 informierte der Kenya Wildlife Service das Rettungsteam des DSWT aus Voi über einen waisen Elefanten im Taita-Gebiet auf der Lualenyi-Farm. Das Kalb wurde zuerst am 28. Juli von Mitgliedern der italienischen Gemeinschaft von Afrika-Experten gesehen, die gerade in der Gegend arbeiteten. Sie beobachteten das Kalb über die folgenden Tage, um seine Situation besser beurteilen zu können und um herauszufinden, ob es seine Herde wiederfindet. Das Kalb versuchte Anschluss an eine wilde Elefantenherde, gefolgt von vier wilden Bullen zu bekommen, doch es verlor den Anschluss bald wieder, da es verstand, dass es nicht in diese Herde gehört.

Kurz vor dem Start zur RettungDas waise Kalb


 

Am 31. Juli entschieden sie also, den Vorfall dem mobilen Ärzteteam des DSWT und KWS zu melden und ein Rettungsteam zu rufen. Die Nachricht wurde nach Nairobi weitergeleitet und innerhalb einer Stunde war das Rettungsteam zusammengestellt und vom Wilson-Flughafen Nairobi auf den Weg nach Tsavo East.

Das gerettete KalbDas Kalb wird in das Flugzeug geladen
Inzwischen hat der mobile Tierarzt des DSWT/KWS in Voi, Dr. Poghon, ein Rettungsteam von der Auswilderungsstation in Voi zusammengestellt. Sie fanden das Kalb und es gelang ihnen, den jungen, angriffslustigen Bullen zu fangen und festzubinden, ihn in ein Fahrzeug zu laden und sicher zum Voi-Flugfeld zu bringen, wo sie das Flugzeug und das Nairobi-Team trafen.

Die Keeper schätzten, dass das Kalb 12 Monate alt ist und waren froh, dass es in gesundem Zustand war, obwohl es offensichtlich schon eine Weile ohne seine Mutter auskommen musste.

Auf dem Weg zurück nach NairobiAnkunft am Wilson Flughafen
Der neue Waise im Gehege in NairobiVuria
Die Taita-Farmen in dem riesigen Naturschutzgebiet Tsavo sind ein bekannter Schwerpunkt von Wilderei, obwohl dort sowohl der KWS als auch der DSWT ihre Bemühungen konzentrieren. Daher wird vermutet, dass dieser Waise seine Mutter an Wilderer verloren hat.
Am späten Abend im Waisenhaus in Nairobi angekommen, wurde das Kalb zuerst in ein Gehege neben anderen Waisen gebracht. Es trank die Milch gut, obwohl es sehr aggressiv den Keepern gegenüber war. Dank dem Einfluss der Elefanten in der Nähe beruhigte Vuria sich schnell. So wurde das Kalb genannt, nach der wunderschönen, höchsten Spitze des Taita-Bergs, in dessen Schatten er gefunden und gerettet wurde.

Lemoyian begrüßt VuriaNaipoki begrüßt Vuria
Es dauerte nicht lange bis Vuria sich der immer wachsenden Waisenhaus-Herde anschloss und obwohl er anfangs ein wenig gestresst war, war es für alle erstaunlich zu sehen, wie schnell er sich vollständig beruhigte und den Alltag der Waisen verinnerlichte. Nach ein paar Tagen ist Vuria nun bereits ein fester Bestandteil der Familie. Er ist natürlich immer noch traurig über den Verlust seiner geliebten Familie, aber trotzdem froh, eine neue Familie gefunden zu haben, bestehend sowohl aus Zwei- als auch aus Vierbeinern.

 

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Vuria darf aus dem GehegeBarsilinga mit Vuria
Vuria mit NaipokiVuria mit James Kariuki
Vuria genießt seine Zeit draußenVuria grast
Kihari mit Vuria

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