Es begann mit dem brutalen Mord an einer Elefantenfamilie im Oktober 2012, eine Mutter und ihre zwei Töchter wurden wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet. Die Big Life Organisation fasste am folgenden Tag in einer gemeinsamen Operation mit dem Kenya Wildlife Service einen der Killer, Pekei Shoke.

 

Es war ein langer Weg seit damals. Es gab zahlreiche Gerichtsverfahren, Zeitverzögerungen und sogar einen Vorfall, bei dem Pekei die Flucht gelang und er erst wieder in Tansania erneut verhaftet wurde. Aber am 14. Mai 2015 fiel endlich der Richterhammer. Pekei wurde für schuldig befunden, drei Elefanten abgeschlachtet zu haben und zu einem Jahr Gefängnis sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von ungefähr 500 Dollar verurteilt.

Der Tag, als Quanza gerettet und ihrer ganzen Familie beraubt wurde.

Der Tag, als Quanza gerettet und ihrer ganzen Familie beraubt wurde.

Das mag sich nicht nach Gerechtigkeit anhören, aber Pekei wurde nach dem früheren Kenianischen Wildtier-Gesetz verurteilt und hat die maximal mögliche Strafe bekommen. Gefängnisstrafen waren nach altem Gesetz sehr selten und die Richterin urteilte so streng wie es ihr in diesem Fall möglich war.

 

Kerumpoti Leyian, ein anderer Elefanten-Killer der letztes Jahr nach dem neuen Gesetz verurteilt wurde, bekam eine 7-jährige Haftstrafe. Das zeigt, wie wichtig die Gesetzesänderungen waren.

Quanza genießt ein Staubbad.

Quanza genießt ein Staubbad.

Quanza führt einige ihrer Freunde in Umani an.

Quanza führt einige ihrer Freunde in Umani an.

Zurück zum Oktober 2012 – als die Ranger die toten Elefanten entdeckten, sahen sie eine kleine Gestalt. Ein kleines Kalb harrte neben seiner toten Mutter aus. Diese Waise war Quanza, sie wurde vom David Sheldrick Wildlife Trust aufgenommen und es geht ihr heute gut. Sie ist der Beweis dafür, dass sich hinter der Traurigkeit Hoffnung verbirgt. Diese Hoffnung muss bleiben.

 

Quanza genießt das Kratzen.

Quanza genießt das Kratzen.

Quanza klaut Gras von Ngasha.

Quanza klaut Gras von Ngasha.

Quanza hat ihre Kindergartentage erfolgreich hinter sich und wurde in unsere Auswilderungsstation Umani Springs im Kibwezi Forest gebracht. Sie gehört zu der Gruppe von 10 Waisen, die das Glück haben, in dieser paradiesischen Umgebung mit reichlich Wasser und wilden Elefantenfreunden aufzuwachsen. Sie ist noch sehr von ihrer Milch und den Keepern abhängig und es wird 8 bis 10 Jahre dauern, bevor sie flügge wird. Mittlerweile hat sie ihre Fröhlichkeit wiedergewonnen und eine andere Familie gefunden. Quanza bildet zusammen mit Zongoloni, Lima Lima, Murera, Sonje, Ngasha, Faraja, Jasiri, Balguda und Ziwa die derzeitige Umani-Herde.

 

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Originalartikel erschienen auf der website des David Sheldrick Wildlife Trust, übersetzt aus dem Englischen.

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