Sonntag, 1. Mai 2016
Es war eine große Erleichtung, als über Nacht endlich 22mm Regen fiel. Obwohl es hätte mehr sein können, hat das wenigstens den Staub aus der Luft gewaschen und für ein wenig Abkühlung gesorgt. Wir können nun nur abwarten, ob es noch mehr Regen geben wird, oder ob das schon alles war. Wenn es nicht noch einmal regnet, steht uns eine sehr lange Trockenzeit bevor.
Die Waisen kamen gutgelaunt aus den Gehegen. Lemoyian tauschte morgendliche Begrüßungen mit Laragai aus, während Barsilinga direkt zu einem Felsen lief, um sich den Bauch daran zu kratzen. Auf dem Weg zu den Weidegründen trafen die Waisen auf Tomboi, der offenbar im Moment am liebsten allein herumstreift. Er hob seinen Rüssel, um die Waisen zu grüßen, und ging an ihnen vorbei ohne anzuhalten. Vuria, Teleki, Orwa und Garzi kollerten ihm zu. Die Waisen grasten den ganzen Tag über bei erträglichen Temperaturen nach dem nächtlichen Regen. Sie blieben in dem felsigen Gelände nördlich der Stallungen, und es war ein ruhiger Vormittag ohne besondere Vorkommnisse.
Zur Schlammbadzeit tranken sie ihre Milch und soffen Wasser, ehe sie zu den Weidegründen zurückkehrten. Obwohl es nicht sehr heiß war, pausierten die Waisen ein wenig und entspannten sich unter einem Baum. Später tat sich Vuria mit seinem Freund Garzi zusammen, während Bongo ein ganzes Stück abseits vom Rest der Gruppe graste. Am Abend schlossen sich Mutara, Kanjoro, Sities, Kainuk, Turkwel und Suguta den Waisen an.

Bongo grast

Montag, 2. Mai 2016
Der Himmel war klar, als die Waisen lässig aus den Gehegen schlenderten. Bomani versperrte einmal Garzi den Weg nach draußen und versuchte sogar, ihn zu schubsen. Garzi bewahrte einen kühlen Kopf und wollte sich nicht noch mehr Ärger einhandeln; er stand nur da und zeigte sich unbeeindruckt. Die Strategie funktionierte, denn als Bomani feststellte, dass Garzi sich nicht wehren würde, drehte er sich um und ging davon. Lemoyian kam an einem kleinen Busch vorbei, der ihm so lecker erschien, dass er sich sogar hinkniete und direkt mit dem Mund davon fraß. Kurz darauf ging Lemoyian zu Laragai und versuchte, ihr ein Stück Luzernenheu zu entwenden. Laragai versteht bei so etwas aber keinen Spaß und schubste ihn weg. Während die Waisen die Tränke bevölkerten, um sich mit genug Wasser für den Vormittag zu versorgen, kamen Chaimu und Kilaguni in Begleitung von Mutaras Gruppe aus Richtung Osten und schlossen sich den Waisen an.
Als sie in den Busch gingen, forderte Orwa Turkwel zu einer Rangelei heraus, während Kilaguni mit Teleki spielte. In den Weidegründen spielte Suguta mit Mutara, und Kainuk lud Orwa zu einem Ringkampf ein. Orwa lehnte aber ab und nahm sich stattdessen Chaimu vor. Barsilinga staubte sich eine Weile mit feuchter Erde ein. Nachdem Orwa sich von Chaimu zurückgezogen hatte, begann er, mit Vuria zu spielen, und Chaimu ging weiter zu Teleki.
Auf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich ihnen ein paar Mitglieder aus Olares Gruppe an: Kibo, Naisula, Murka und Kitirua. Heute wälzten sich nur Kilaguni, Naisula und Bongo im Matsch, die restlichen Waisen soffen nur Wasser und gingen dann zurück zum Grasen. Den Nachmittag verbrachte die Herde am unteren Kalovoto. Am Abend meldeten sich Yatta, Yetu, Wendi, Wiva, Nasalot, Chyulu, Lenana, Naserian, Ololoo, Lualeni, Sidai, Ithumbah, Sunyei, Makena und ein wilder Elefant an den Stallungen. Sie brachen wieder auf, nachdem sie Wasser gesoffen hatten.

Lemoyian frisst einen Busch mit dem Mund

Dienstag, 3. Mai 2016
Als die Waisen am frühen Morgen aus den Gehegen kamen, stand Laragai am Ausgang herum und blockierte den Jungs den Weg. Kithaka, Lemoyian und Barsilinga standen in einigem Abstand und warteten darauf, dass Laragai, an die sie sich wohl nicht heran trauten, das Tor freigab. Die Keeper mussten sie schließlich überzeugen, aus dem Weg zu gehen. Die drei Jungs liefen dann gewichtig hinaus und wedelten fröhlich mit Rüsseln. Shukuru ging zu einem Felsen und kratzte ihren Bauch daran.
Beim Grasen wetteiferten Bomani und Garzi darum, wer von ihnen seinen Rüssel weiter in die Höhe strecken konnte, um die höchsten Blätter des Baumes zu erwischen, von dem sie gerade fraßen. Shukuru graste mit Barsilinga, während Teleki eine Pause einlegte, um ein Staubbad zu nehmen. Sein Spiel lockte auch Bongo, Bomani und Barsilinga an, die sich ihm anschlossen, ehe sie weitergrasten. Kurze Zeit später tat sich Bongo beim Grasen mit Laragai zusammen, während Orwa Vuria zu einem kurzen Kräftemessen herausforderte.
Beim Schlammbad war es ruhig, und die Waisen tranken nur Milch und soffen Wasser, ehe sie sich unter einer Akazie versammelten, um zu entscheiden, was sie am Nachmittag tun sollten. Sie grasten dann im Kanziku-Gebiet, wo sie kurz Gesellschaft von Tomboi bekamen. Er brachte die Waisen zu einem nahegelegenen Wasserloch, in dem noch ein wenig Wasser übrig war. Dort spielten sie lange Zeit im Schlamm. Vuria nutzte aus, dass Bongo sich im Schlamm herumrollte und sprang auf dessen Rücken. Tomboi brach dann auf, während die Waisen noch im Schlamm badeten. Nachdem sie ebenfalls genug gebadet hatten, verteilten sie sich in der Gegend, um den Rest des Tages zu grasen.

Laragai steht Kithaka und Barsilinga im Weg

Mittwoch, 4. Mai 2016
Die Waisen frühstückten Luzernenheu, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Orwa und Vuria tauschten morgendliche Begrüßungen aus, indem sie ihre Rüssel umschlangen, und fraßen dann gemeinsam von einem Busch. Shukuru kletterte auf einen Felsen und schüttelte mit ihren Stoßzähnen einen Baum, um an einige der Blätter heranzukommen. Das tat sie allerdings nicht sehr lange, sondern kam bald wieder herunter und fraß Dinge, für die nicht so viel Aufwand nötig war. Barsilinga staubbadete eine Weile, ehe er weit ins Gebüsch hinein lief. Lemoyian, Bomani und Teleki grasten einige Zeit zusammen, während Barsilinga sich bei Laragai aufhielt.
Gegen 11 Uhr führte Narok die Waisen zum Schlammbad, aber auf dem Weg dorthin kamen sie an einer Pfütze vorbei, in der sie sich abkühlten und sich mit Schlamm bedeckten. Als sie dann zum Hauptwasserloch kamen, wollte keiner mehr darin baden! Sie tranken nur ihre Milch, soffen Wasser und kehrten direkt zu den Weidegründen zurück. Am Nachmittag ließen sich die Waisen dann nördlich des Schlammbads zum Grasen nieder. Es war ein ruhiger Nachmittag, und die Waisen konnten sich ganz aufs Fressen konzentrieren, ohne gestört zu werden.

Bomani und Barsilinga (hinten) kratzen sich

Donnerstag, 5. Mai 2016
Die Waisen schlossen sich heute Morgen Tomboi vor den Gehegen an. Er war schon vorher angekommen und hatte sich ein wenig ausgeruht und auf das Luzernenheufrühstück gewartet. Die Waisen standen um ihn herum und begrüßten ihn mit hocherhobenen Rüsseln. Barsilinga und Bomani beschlossen, sich lieber zu kratzen, anstatt am Frühstück teilzunehmen. Nachdem das Luzernenheu aufgefressen war, eskortierte Tomboi die Waisen zur Tränke, wo sie sich mit Wasser eindeckten, bevor sie schließlich zu den Weidegründen aufbrachen. Tomboi verabschiedete sich von den Waisen, nachdem sie Wasser gesoffen hatten.
Kaum waren die Waisen im Busch angekommen, begannen Orwa und Vuria mit verschränkten Rüsseln eine Rangelei. Kurze Zeit später tauchten Mutara, Suguta, Turkwel, Kainuk, Sities und Kanjoro auf. Garzi fraß eine Weile in der Nähe von Vuria, während Orwa sich mit Kainuk zusammenschloss. Auf dem Weg zum Schlammbad kamen die Waisen an einem kleinen Wasserloch vorbei und beschlossen, ein vorgezogenes Bad zu nehmen. Zur eigentlichen Schlammbadzeit tranken sie dann nur noch ihre Milch und verteilten sich danach im Gelände, darauf wartend, dass die Keeper ihr Mittagessen beendeten. Narok vertrieb sich die Zeit damit, sich den Hintern an einer der Akazien zu kratzen.
Am Nachmittag graste Barsilinga zusammen mit Lemoyian. Barsilinga versuchte immer wieder, Futter aus Lemoyians Mund zu stehlen, was diesen so sehr nervte, dass er davon ging, um in Ruhe zu fressen. Laragai, Shukuru und Narok kamen an einem Termitenhügel vorbei, an dem sie sich kratzen und anlehnen konnten. Vuria spielte mit Barsilinga, doch Bomani beendete das Spiel, als er von hinten angerannt kam und auf Vuria sprang.
Gegen Abend zogen Wolken auf, und kurz darauf begann es zu regnen. Die Waisen ließen sich von den Schauern nicht stören und grasten weiter, als ob nichts passiert wäre. Bomani fraß in der Nähe von Kithaka, während Orwa sein juckendes Ohr kratzte.

Die Waisen beim Luzernenheufrühstück

Freitag, 6. Mai 2016
Der Himmel war blau, als die Waisen aus den Gehegen kamen und sich über das Luzernenheu hermachten. Es versprach, ein heißer Tag zu werden. Nach dem Frühstück gingen die Waisen zur Tränke und soffen genug Wasser, um damit über den Vormittag zu kommen. Auf dem Weg zu den Weidegründen verwickelte Bongo Vuria in ein Kräftemessen, das einige Zeit andauerte. Einmal versuchte Vuria dabei, Bongo zu besteigen, doch dieser wehrte sich und kam noch einmal davon. Kurze Zeit später kehrte er zu Vuria zurück und das ganze begann von neuem. Narok, die gerade in der Nähe fraß, war genervt von den zeitraubenden Rangeleien der beiden Jungs, sodass sie zwischen sie stürmte und den Kampf beeendete. Die Jungs gingen daraufhin in verschiedene Richtungen zum Grasen davon, und Narok war zufrieden, dass sie sie dazu gebracht hatte, nun endlich mit Grasen zu beginnen – schließlich ist das ihre Hauptaufgabe während des Tages. Bomani, Teleki und Barsilinga nahmen eine kleine Auszeit und widmeten sich einem Staubbad. Vuria forderte später noch Orwa zum Kräftemessen heraus, verlor aber.
Gegen 9:30 Uhr meldeten sich Mutara und ihre Gruppe an der Tränke bei den Stallungen. Ihnen schloss sich kurz darauf ein wilder Bulle an, der sich das Wasser mit Suguta teilte. Nachdem sie genug gesoffen hatten, machten sich die Ex-Waisen auf die Suche nach den Kleinen, und Mutara konnte sie kurz vor der Schlammbadzeit im Kanziku-Gebiet aufspüren. Bevor die Waisen beim Schlammloch ankamen, tauchten dort fünf wilde Bullen auf. Einer von ihnen war im letzten Jahr behandelt worden; der Tierarzt entfernte damals einen Pfeilkopf aus seinem linken Hinterbein. Heute ist nur noch eine Narbe zu sehen, die daran erinnert, wieviel Glück er hatte, nach dem Zusammentreffen mit einem grausamen Wilderer erfolgreich behandelt worden zu sein. Die Waisen kamen dann am Schlammloch an und tranken ihre Milch, ehe sie zum Wasser gingen. Kithaka entspannte sich unter einem Baum, während die anderen Waisen sich den wilden Bullen näherten. Laragai, die sich mutig genug fühlte, um sich unter Erwachsenen aufzuhalten, ging dicht an die Bullen heran. Ihr war aber nicht klar, dass nicht alle Bullen gleich sind. Einer von ihnen war nicht einverstanden damit, dass sich ihm ein so kleiner Elefant so weit näherte. Er erteilte ihr eine Lektion und schlug mit seinem Rüssel nach ihr. Laragai bellte laut auf und machte, dass sie weg kam. Ihre Freunde folgten ihr, um sich zu erkundigen, ob sie sich weh getan hatte. Später führte Lemoyian die Waisen zu den Weidegründen zurück.
Am Nachmittag war es sehr heiß, sodass sich die Waisen unter einem Baum vor der brennenden Sonne versteckten. Als es sich wieder etwas abgekühlt hatte, grasten sie weiter. Am Abend kam Lualeni zu den Stallungen, die einen Verehrer gefunden zu haben scheint; sie und der wilde Bulle blieben aber nur kurz.

Vuria klettert auf Bongo

Samstag, 7. Mai 2016
Lualeni meldete sich früh am Morgen an den Stallungen, noch bevor die Waisen herausgelassen wurden. Wo ihr wilder Freund vom vorigen Abend geblieben war, wissen wir nicht. Als die Tore geöffnet wurden, ging Lualeni direkt in eines der Gehege hinein, um die Waisen abzuholen. Sie fraßen dann alle zusammen Luzernenheu, und bald darauf schloss sich ihnen auch Mutaras Gruppe an. Angeführt von Lualeni ließen sich die Waisen heute im Kanziku-Gebiet nieder. Es war ein ruhiger Vormittag, und sie grasten gemütlich hinter Lualeni her.
Auch zum Schlammbad wurden die Waisen noch von Lualeni begleitet. Obwohl die Sonne brannte, wollte nur Bongo baden. Am Nachmittag ging Lualeni dann ihrer Wege und überließ Mutaras Gruppe das Kommando. Lemoyian graste bei Laragai, während Shukuru, Bomani und Bongo ein wenig staubbadeten.

Lualeni geht ins Gehege hinein

Sonntag, 8. Mai 2016
Lualeni erschien erneut früh am Morgen an den Stallungen, und kaum waren die Tore für die Waisen geöffnet, ging sie hinein, um ein paar Futterreste aufzusammeln. Dann wurde sie von den Keepern hinausgebeten und fraß mit den Waisen zusammen Luzernenheu. Shukuru beachtete das Luzernenheu gar nicht, sondern fraß lieber von einem Busch in der Nähe. Kurz bevor Lualeni die Waisen in den Busch hinaus führte, kratzten sich Shukuru, Lemoyian und Barsilinga noch ein wenig an den umliegenden Felsen.
In den Weidegründen gingen Bongo und Vuria gleich wieder ihrem üblichen Kräftemessen nach. Danach graste Bongo mit Narok. Es war ein ruhiger Vormittag, und gegen 10 Uhr schloss sich eine ungefähr achtjährige Kuh Lualeni und den Waisen an, die sehr nervös aussah. Auf dem Weg zum Schlammbad hielt das wilde Mädchen etwa 50 Meter Abstand, um die Keeper zu meiden. Obwohl es sehr heiß war, standen die Waisen nur am Ufer, um Wasser zu saufen, und niemand wollte ein Bad nehmen. Shukuru kratzte ihr Ohr an Barsilinga, während Narok ihren Rüssel auf Kanjoro ausruhte.
Als die Waisen das Schlammloch wieder verließen und in den Busch zurückgingen, trafen sie auf Tomboi und einen wilden Bullen. Die Waisen umringten den wilden Bullen und begrüßten ihn mit hoch erhobenen Rüsseln. Er folgte ihnen für kurze Zeit, ging dann aber in eine andere Richtung davon. Am Nachmittag grasten die Waisen am oberen Kalovoto. Es wurde etwas kühler, sodass sie sich aufs Grasen konzentrieren konnten und nicht so viel spielten.

Die Waisen fressen zusammen mit Lualeni

Montag, 9. Mai 2016
Mutara und ihre Gruppe leisteten den Waisen Gesellschaft, nachdem diese aus den Stallungen gekommen waren. Als sie in den Weidegründen ankamen, bildeten Kithaka, Lemoyian und Barsilinga eine Dreiergruppe und fraßen etwas abseits von den anderen. Kanjoro und Orwa hatten ein kurzes Kräftemessen, während Vuria und sein Spielkamerad Bongo heute zusammen grasten, ganz ohne miteinander zu rangeln. Um 11 Uhr führte Kithaka die erste Gruppe auf dem Weg zum Schlammbad an. Die Temperaturen waren angenehm, und so soffen die Waisen nur Wasser, ehe sie weitergrasten. Kithaka und Bomani lieferten sich einen längeren Kampf, bei dem Kithaka klein beigeben musste. Garzi und Bongo nahmen ein kurzes Staubbad und grasten dann weiter. Lemoyian fraß heute zusammen mit Orwa, während Garzi sich mit Shukuru zusammenschloss. Später ließ Orwa Lemoyian zurück und ging zu Mutara, um sich einen Busch mit ihr zu teilen.
Am Abend kamen Kibo, Naisula, Murka und Kitirua, die zu Olares Gruppe gehören, zu den Stallungen und brachen gleich wieder auf, nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten.

Kithaka spielt mit Bomani

Dienstag, 10. Mai 2016
Es nieselte heute Morgen noch vor Sonnenaufgang, und als es vorbei war, waren insgesamt nur 5mm Niederschlag zusammengekommen. Kibo, Murka, Kitirua und Naisula scheinen sich von Olares Gruppe abgesetzt zu haben; sie tauchten an den Stallungen auf, kurz bevor die Gehege geöffnet wurden. Murka führte ihre kleine Gruppe hinein, um zu sehen, ob es noch Futterreste für sie gab. Währenddessen versammelten sich die Waisen unter unserer einzigen Akazie und warteten darauf, dass es aufhörte zu regnen. Orwa, der als letzter aus dem Gehege kam, wurde von Naisula begrüßt, die ihn zu einem kleinen Kräftemessen einlud. Als der Nieselregen vorbei war, brach Shukuru direkt in den Busch auf, während Kitirua sich an die guten alten Zeiten erinnerte und sich am Rand der Tränke das Hinterteil kratzte.
Bald nachdem die Waisen in den Weidegründen angekommen waren, forderte Kibo Vuria zu einem Kräftemessen heraus, das recht lange andauerte. Danach nahm sich Kibo noch Bomani vor, der daneben gestanden und zugeschaut hatte. Bomani versuchte nach Kräften, sich zu verteidigen, doch Kibo war zu stark für ihn; also machte er sich davon, bevor es zu schlimm wurde. Teleki graste mit Naisula, während Barsilinga sich einstaubte. Das Staubbad lockte Kibo, Bongo, Laragai und Orwa an, die sich ihm anschlossen. Bongo konnte nicht widerstehen und musste seinen Spielkameraden Vuria ärgern, indem er sich auf ihn legte. Vuria beschwerte sich lautstark, sodass Kibo sich einmischte und Bongo von ihm wegschob.
Zur Schlammbadzeit war es kühl, sodass sich keiner der Waisen ins Wasser traute. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, gingen sie zu den Weidegründen zurück. Bongo und Shukuru staubten sich kurz mit roter Erde ein, bevor sie den anderen in den Busch folgten. Am Nachmittag graste Bomani mit Kibo, änderte aber später seine Meinung und ging zu Shukuru. Vuria ließ sich auf ein Kräftemessen mit Naisula ein, während Teleki Kibo attackierte. Sowohl Vuria als auch Teleki verloren aber ihre Ringkämpfe gegen ihre älteren Artgenossen.

Kitirua kratzt sich

Mittwoch, 11. Mai 2016
Kithaka und Lemoyian hatten, nachdem sie mit ihrer morgendlichen Milch fertig waren, eine Meinungsverschiedenheit, die zu einer kleinen Schubserei führte. Als sie ihr Problem zur Zufriedenheit aller gelöst hatten, gingen sie auseinander. Die anderen Waisen gingen direkt zu den Weidegründen. Bongo graste mit Vuria, und später juckte es ihn am Kopf, sodass er ihn an einem nahegelegenen Baum kratzte. Kurz darauf forderte Bongo Vuria heraus und sie hatten einen ziemlich langen Ringkampf. Lemoyian graste mit Teleki, und Kithaka kam an einem netten Felsen vorbei, an dem er sich den Hintern kratzen konnte.
Um 11 Uhr brachte Kithaka die erste Gruppe mit Laragai und Barsilinga zum Schlammbad. Tomboi und Orok kamen auch zum Schlammloch und gingen direkt ins Wasser, ohne die Waisen zu begrüßen. Als die Kleinen ihre Milch geleert hatten, stellten sie sich ans Ufer des Wasserlochs. Sie hoben ihre Rüssel und schauten Tomboi und Orok zu, die sich im Wasser wälzten. Es war kühl, und die Waisen wollten sich wohl erkundigen, wie kalt das Wasser war. Teleki und Barsilinga vertrieben sich die Zeit mit einem Kräftemessen. Kurz darauf kommandierte Shukuru die Herde zum Staubbad ab, bevor sie zu den Weidegründen zurückkehrten.
Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo sie Gesellschaft von Olare, Kandecha, Melia, Tumaren, Chemi Chemi und Kalama bekamen. Die Ex-Waisen blieben aber nicht lange, da sie nur auf der Suche nach ihren verlorenen Mitgliedern waren. Eine Stunde später kam die komplette Gruppe zurück, mit all ihren Mitgliedern. Olare hatte alle ihre Kollegen aufgespürt und war nun zufrieden, die Herde wieder zusammen zu haben. Kandecha spielte eine Weile mit Kibo, während Chemi Chemi Narok herumjagte und versuchte, sie zu besteigen.

Bongo kratzt sich am Kopf

Donnerstag, 12. Mai 2016
Als die Waisen am Morgen aus den Gehegen gekommen waren, umschlangen Bomani und Lemoyian ihre Rüssel zur Begrüßung. Bongo und Vuria begrüßten sich mit einer Rangelei. Später führte Narok den Weg zu den Weidegründen an. Nach kurzer Zeit schloss sich Mutaras Gruppe, heute angeführt von Sities, den Waisen am unteren Kalovoto an. Kithaka graste in der Nähe von Orwa, der einen netten Felsen gefunden hatte, an dem er seinen Hintern kratzen konnte. Laragai graste bei Vuria, während sich Barsilinga den Hals an einem Baum kratzte.
Im Laufe des Tages ging Orwa zu Mutara, und die beiden hatten einen lockeren Ringkampf, bei dem Orwa schließlich aufgab. Gegen 10 Uhr trat auch Olares Herde auf den Plan. Olares Gruppe verschwindet in der Regenzeit gerne einmal für ein paar Monate, doch nun sind sie zurück und halten sich in der Gegend auf. Sie kommen in der Trockenzeit wieder zurück, weil sie wissen, dass es an den Stallungen und beim Schlammbad immer Wasser gibt. Chemi Chemi forderte Vuria zu einem Kräftemessen heraus, das bald wieder vorbei war; Vuria ergab sich, als Chemi Chemi ihn besteigen wollte. Kurz vor dem Schlammbad rangelte Orwa mit Naisula, während Shukuru das Fressen für ein Staubbad unterbrach.
Zur Schlammbadzeit war es heiß, aber trotzdem wälzten sich nur Chemi Chemi, Murka und Kandecha. Die anderen nahmen nur ein Staubbad in der roten Erde. Am Nachmittag machten sich die Waisen westlich vom Ithumba-Berg breit. Kithaka teilte sich einen Busch mit Bomani, und Vuria graste mit seinem Spielkameraden Bongo. Am Abend teilte sich die Herde dann in drei Teile auf: Olare brach mit ihrer Gruppe Richtung Westen auf, Mutara mit ihrer nach Norden, und die Waisen gingen zu den Stallungen zurück.

Sities führt Mutaras Gruppe an

Freitag, 13. Mai 2016
Yatta, Makireti, Olare und ihre jeweiligen Gruppen meldeten sich früh am Morgen an den Stallungen. Als die Tore offen standen, damit die Waisen herauskommen konnten, gingen Sunyei, Nasalot und Lualeni hinein, um nach Futterresten zu suchen. Draußen zeigte sich wieder, dass Laragai regelmäßig Meinungsverschiedenheiten mit Yetu zu haben scheint, dann sie kämpften mit verschlungenen Rüsseln. Naserian war in der Nähe und trennte die beiden Mädchen. Orwa liebt die Herausforderung und spielte mit Nasalot, die viel größer ist als er. Teleki hatte ein leichtes Kräftemessen mit Makireti, das aber von Kilabasi unterbrochen wurde. Teleki ging daraufhin zu Naserian, und sie schüttelten Rüssel zur Begrüßung. Kurze Zeit später trennten sich die Ex-Waisen wieder von den Kleinen und brachen nach Westen auf.
Beim Grasen im Busch leisteten Mutara und ihre Gruppe den Waisen Gesellschaft. Orwa schloss sich mit Mutara und Turkwel zusammen, während Vuria mit Bongo spielte. Später fraß Shukuru zusammen mit Bongo, und Bomani bei Garzi.
Auf dem Weg zum Schlammbad führte unser schnellster Elefant Vuria die erste Gruppe an, Barsilinga die zweite und Bomani die dritte. Die Temperaturen waren erträglich, sodass die Waisen nur Wasser soffen und dann zum Staubbad übergingen. Eine Stunde nachdem die Waisen wieder zu den Weidegründen aufgebrochen waren, schauten 15 wilde Elefanten zum Saufen beim Schlammloch vorbei. Das ist ein Anzeichen dafür, wie trocken es ist und dass in dieser kurzen Regenzeit noch viel mehr Niederschlag nötig wäre. Den Nachmittag verbrachten die Waisen am oberen Kalovoto, wo Laragai mit Teleki graste. Barsilinga legte eine Pause ein und lehnte sich zum Kratzen gegen einen Baum. Der Rest des Tages verlief ruhig.

Naserian spielt mit Teleki

Samstag, 14. Mai 2016
Als Laragai am Morgen herausgekommen war, stand sie Barsilinga im Weg. Barsilinga wollte sie zuerst aus dem Weg schubsen, doch er überlegte es sich anders, denn Laragai gibt niemals einfach so klein bei, und Barsilinga wollte nichts beginnen, was er nicht zuende bringen oder was peinlich für ihn werden könnte. Er wartete also einfach ab, bis sie von allein Platz machte. Bomani und Lemoyian hatte ein leichtes Kräftemessen, das nicht lange andauerte, bis Lemoyian sich ergab.
Auf dem Weg in den Busch forderte Orwa Barsilinga zum Ringkampf heraus, während Bongo und Vuria traditionsgemäß ebenfalls ihre Rüssel zur Rangelei umschlangen. Teleki begann den Tag mit einem Staubbad und kletterte später auf Vuria herum. Im Laufe des Vormittags unterbrach Vuria das Grasen und rollte sich auf dem Boden herum. Orwa, der gerade in der Nähe fraß, nutzte das aus und ging hinüber, um sich seinerseits auf Vuria herumzurollen. Vuria gefiel das gar nicht, und kaum war er wieder auf den Beinen, begann er, Orwa zu schubsen, um sich zu rächen. Der Ringkampf dauerte eine Weile und endete unentschieden. Kithaka kam an einem schönen großen Felsen vorbei, an dem er seinen Bauch kratzte, und schloss sich danach Bomani beim Fressen an.
Zur Schlammbadzeit kam Tomboi die Waisen besuchen, und sie soffen zusammen Wasser. Das Wetter war kühl, und keiner traute sich, ein Bad zu nehmen. Shukuru juckte der Fuß, und sie kratzte ihn an einem umgestürzten Baumstamm. Danach ging sie zum Staubbad, wo sich ihr Narok und Garzi anschlossen. Den Elefanten war offenbar langweilig beim Schlammloch, und so forderte Bomani Lemoyian zu einer Rangelei heraus, während Vuria mit Bongo spielte und später Orwa mit Vuria. Tomboi eskortierte die Waisen zurück in den Busch und veabschiedete sich zwei Stunden später wieder. Bomani hatte ein Kräftemessen mit Garzi, während Orwa das Grasen unterbrach, um ein Staubbad zu nehmen.

Laragai steht Barsilinga im Weg

Sonntag, 15. Mai 2016
Früh am Morgen war eine wilde Elefantenkuh mit ihren beiden Kälbern sowie Olares Gruppe an den Stallungen. Als sich die Tore für die Waisen öffneten, gingen Olare und ihre Kollegen hinein. Chemi Chemi hing hinterher und schaute sich die herauskommenden Waisen an. Als alle draußen waren, näherte sich einer der wilden Elefanten den Waisen und versuchte, ihnen zu drohen. Vuria ließ sich aber nicht einschüchtern und streckte dem wilden Elefantenmädchen den Rüssel entgegen, als ob er fragen wollte, was ihr über die Leber gelaufen war. Doch statt zu antworten, attackierte sie Vuria; er war aber darauf vorbereitet, und so rangelten sie mit verschlungenen Rüsseln, während Vurias Freunde zuschauten. Die wilde Kuh ergab sich schließlich, nachdem sie gesehen hatte, wieviel Unterstützung Vuria von seinen Freunden bekam. Teleki forderte Naisula zu einem Kräftemessen heraus, ergab sich aber kurz darauf. Orwa spielte mit Chemi Chemi und Melia mit Laragai. Kurz darauf ließ Orwa Chemi Chemi stehen und spielte stattdessen mit Kandecha.
Die wilde Mutter gab dann den Weg zu den Weidegründen vor, und die Waisen folgten ihr langsam. Dort angekommen verscheuchte sie Laragai und Vuria, die mit ihrem Nachwuchs spielen wollten. Etwas später brach sie zusammen mit ihren Kindern wieder auf. Shukuru nahm ein kurzes Staubbad, während sich Laragai an den nahegelegenen Felsen kratzte. Später spielte Vuria mit Bongo.
Beim Schlammbad schlossen sich ein paar der Ex-Waisen den Waisen an. Chyulu nahm Lemoyian zum Saufen mit zur Tränke. Laragai, die sich offenbar auf Yetu eingeschossen hat, ging direkt zu ihr. Yetu wollte heute aber keinen Streit mit ihr und zog sich zurück, sodass Laragai sich wie die Siegerin fühlen konnte. Orwa spielte eine Weile mit Mwende, während Teleki ein paar Ringkampf-Taktiken von Kinna lernen wollte. Ololoo spielte mit Kanjoro, während Tomboi mit einem jungen wilden Bullen rangelte.
Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, und die Ex-Waisen gingen in unbekannte Richtung davon. Nur Chyulu blieb zurück, um noch etwas Zeit mit ihrem Liebling Lemoyian zu verbringen. Laragai und Vuria staubbadeten, ehe sie weitergrasten. Bomani fraß in der Nähe von Kithaka, während Laragai sich mit Bongo zusammenschloss.

Chemi Chemi schaut am Morgen vorbei

Montag, 16. Mai 2016
Olares Gruppe erschien früh vor Sonnenaufgang wieder an den Stallungen, allerdings war Olare selbst nicht dabei, und die Gruppe wurde von Melia angeführt. Kurz nachdem die Waisen die Gehege verlassen hatten, führte Lemoyian sie zu den Weidegründen. Dort forderte Kalama Garzi heraus, und ihr Ringkampf dauerte eine Weile. Unterdessen spielte Naisula mit Orwa. Lemoyian graste zusammen mit Barsilinga, und Tumaren mit Laragai. Teleki fraß bei Kibo, und ab und zu unterhielten sich die beiden, indem sie sich gegenseitig die Rüssel in den Mund steckten. Danach ging Teleki zu Chemi Chemi, um bei ihm zu grasen, doch plötzlich entwickelte sich zwischen den beiden ein Streit, der zu einem heftigen Gerangel führte. Kibo, der gerade in der Nähe war, griff ein und beendete den Kampf. Teleki wandte sich daraufhin Kibo zu, sodass sich ein weiterer Kampf entwickelte, aus dem Kibo siegreich hervorging.
Gegen 9 Uhr tauchten Chaimu, Ishanga und Kilaguni an den Stallungen auf. Nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten, brachen sie wieder in den Park auf.
Beim Schlammbad war alles ruhig, und die Waisen tranken nur ihre Milch, ehe sie zu den Weidegründen zurückkehrten. Am Nachmittag grasten sie dann im Kanziku-Gebiet, wo Barsilinga sich mit Teleki und Lemoyian sich mit Garzi zusammenschloss.

Kalama spielt mit Garzi

Dienstag, 17. Mai 2016
Der Himmel war klar, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Bongo lud Barsilinga zu einem Kräftemessen ein, doch Barsilinga lehnte das Angebot ab und ging einfach davon. Vuria stand in der Nähe und konnte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Er rannte schnell hinüber und begann einen Ringkampf mit Bongo. Teleki rollte sich auf dem Boden herum, was Vuria auch interessant fand; also beendete er sein Spiel mit Bongo und legte sich neben Teleki. Bongo war es gar nicht recht, dass Vuria sich einfach ohne Vorankündigung aus dem Kampf zurückgezogen hatte. Er folgte Vuria und kletterte auf ihn, während er auf dem Boden lag. Laragai versuchte, Bongo herunterzuschieben, schaffte es aber nicht. Kaum waren Vuria und Teleki wieder aufgestanden, wandte sich Teleki Vuria zu und bestieg ihn, um ihm zu zeigen, wer der Boss ist. Narok kratzte ihren Hintern an der Tränke, nachdem sie Wasser gesoffen hatte.
Beim Grasen im Busch bekamen die Waisen Gesellschaft von Mutara und ihrer Gruppe. Orwa und Teleki nahmen eine Auszeit, um sich einzustauben. Beim Schlammbad war es sehr heiß, und Bongo brachte Laragai, Narok, Bomani, Garzi und Vuria zum Wälzen ins Wasser. Dort rangelten Bomani und Garzi miteinander, während Narok mit Teleki spielte. Orwa und Kithaka gingen zu einem nahegelegenen Baum, der ausgiebig Schatten spendete. Nach dem Schlammbad führte Shukuru die Waisen zum Staubbad, bevor es zu den Weidegründen zurück ging. Am Nachmittag grasten sie am unteren Kalovoto, wo Vuria und Bongo sich mit der roten Erde einstaubten, und am Abend führte Kithaka den Weg zurück zu den Stallungen an.

Vuria spielt mit Bongo

Mittwoch, 18. Mai 2016
Lemoyian und Bomani begannen ihren Tag mit einem Ringkampf, während Narok hinunterging und sich ein Staubbad gönnte. Teleki lud Vuria zu einem Ringkampf ein, und dieser nahm die Herausforderung an; es dauerte eine Weile, bis sie wieder auseinander gingen. Danach spielte Teleki mit Laragai, während Vuria sich auf die Suche nach seinem Spielkameraden Bongo machte. Im Busch kamen Kithaka und Barsilinga an einem passenden Felsen vorbei, an dem sie sich kratzen konnten. Orwa ging zu Kithaka und forderte ihn heraus, doch Kithaka lehnte ab und ging davon. Später rangelte Vuria mit Teleki.
Zur Schlammbadzeit kamen Tomboi und sieben wilde Bullen zu Besuch. Vuria spielte mit Barsilinga und danach mit Bongo. Orwa rangelte mit Narok und versuchte, sie zu besteigen. Nach dem Schlammbad gingen die Waisen mit Tomboi nach Norden, während die wilden Bullen in südlicher Richtung aufbrachen. Teleki und Barsilinga genossen am Nachmittag ein ausgiebiges Staubbad.

Vuria rangelt mit Teleki

Donnerstag, 19. Mai 2016
Draußen vor den Stallungen forderte Kithaka Lemoyian zu einem kleinen Kräftemessen heraus. Währenddessen spielte Vuria mit Bongo. Barsilinga ging wie üblich zu seinem Lieblingsfelsen und kratzte sich genüsslich den Bauch. Kithaka suchte sich dann eine neue Herausforderung und verließ Lemoyian, um mit Garzi zu rangeln. Später griff er sogar noch etwas höher und nahm sich Orwa vor. Er zog sich aber bald zurück, als er bemerkte, dass er haushoch verlieren würde. Lemoyian beschäftigte sich unterdessen mit Bomani, doch ihr Ringkampf wurde vorzeitig von Laragai beendet, die beiden Jungs trennte. Narok umschlang Rüssel mit Orwa, während sich Vuria und Bongo auf dem Boden herumrollten. Ihr Spiel nahm aber ein jähes Ende, as Bongo versuchte, Vuria zu besteigen.
In den Weidegründen suchte Lemoyian den Kampf mit Teleki – es muss ihm aber klar gewesen sein, dass er nicht gewinnen konnte. Bomani, der daneben stand und zusah, wusste auch, dass Lemoyian seine Zeit verschwendete, weil er noch keine Chance gegen Teleki hatte. Er schob Lemoyian zur Seite und trat an seine Stelle, da er sich für einen geeigneteren Gegner für Teleki hielt. Schließlich stellte er aber fest, dass auch er Teleki nichts entgegenzusetzen hatte und gab auf, ehe es zu peinlich wurde. Kithaka kämpfte mit einem Juckreiz am linken Vorderfuß und benutzte einen Baumstamm zum Kratzen. Orwa und Vuria unterbrachen das Fressen kurz, um ein wenig ihre Kräfte zu messen.
Beim Schlammbad schloss sich Tomboi wieder den Waisen an. Laragai, die beim Schlammbad gern allein ist, ging zur Westseite des Wasserlochs und soff dort Wasser, bis Tomboi ihr Gesellschaft leistete. Nur Kilaguni und Bongo wälzten sich im Schlamm, während der Rest sich dem Staubbad widmete. Am Nachmittag schauten Olares und Mutaras Gruppen bei den Waisen vorbei. Der Rest des Tages verlief ruhig.

Kithaka beim Kräftemessen mit Lemoyian

Freitag, 20. Mai 2016
Kithaka und Lemoyian begannen heute ihr Kräftemessen direkt nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Bongo und Vuria trafen sich in den Weidegründen, wo sie ebenfalls eine Rangelei veranstalteten. Später forderte Vuria dann Orwa zum Kräftemessen heraus, und Barsilinga kratzte sich an einem Felsen. Bomani und Garzi unterhielten sich eine Weile, indem sie sich gegenseitig die Rüssel in den Mund steckten. Kurz darauf wurde daraus ein Ringkampf, den Lemoyian unterbrach. Lemoyian forderte selbst Bomani heraus, sodass Garzi, zuvorkommend wie immer, davon ging und mit Barsilinga spielte. Bomani brach aber das Spiel mit Lemoyian ab und schlich sich von hinten an Garzi heran, um ihn zu besteigen. Garzi konnte sich aber wehren und Bomani abschütteln. Teleki fand einen schönen Felsen, an dem er sich den Bauch kratzen konnte.
Zur Schlammbadzeit war es recht warm, sodass Bongo Orwa, Teleki, Shukuru, Garzi, Laragai und Vuria überzeugen konnte, sich im Wasser zu wälzen. Der Rest der Waisen nahm ein Staubbad. Kithaka hatte eine kurze Rangelei mit Bomani, kurz bevor sie alle wieder in den Busch zurückkehrten. Am Nachmittag machten die Wolken dem Sonnenschein Platz. Die Waisen entspannten sich unter einem Baum, bis Kithaka zwei Dikdiks vorbeirennen sah. Er jagte ihnen nach, und die Dikdiks rannten um ihr Leben. Sie waren schnell wieder verschwunden, und Lemoyian blieb zurück, weiter durch Büsche und Bäume trampelnd.

Garzi unterhält sich mit Barsilinga

Samstag, 21. Mai 2016
Die zwei Gruppen halbunabhängiger Waisen, Mutaras und Olares, waren heute Morgen wieder an den Stallungen. Olares Gruppe wurde von Melia angeführt, da Olare selbst nun bei Yattas Gruppe ist und sich um Wiva kümmert. Keiner weiß so recht, ob dieser Wechsel nur vorübergehend ist, oder ob sie dort bleiben wird. Während die Ex-Waisen draußen warteten, ärgerte Chemi Chemi Mutara, indem er immer wieder versuchte, sie zu besteigen. Es war als ob er Mutara daran erinnern wollte, dass sie gerade erst ausgewildert ist und ihm Respekt zollen sollte. Als die Tore für die Waisen geöffnet wurden, schaute Teleki bei einem Ringkampf zwischen Kibo und Tumaren zu. Kibo verlor und ging fort, um sein Glück an Naisula zu versuchen. Später legte Chemi Chemi sich hin, und Melia nutzte ihn als Kratzfelsen für ihren Bauch. Kandecha hatte ein Kräftemessen mit Kilaguni, das unentschieden ausging. Kilaguni ging dann zu Orwa, gegen den er gewann. Kithaka wollte sich bei Chemi Chemi zum Grasen niederlassen, doch dieser schubste ihn weg. Chemi Chemi forderte dann Orwa heraus, doch Kalama mischte sich ein und schob die beiden Jungs auseinander. Orwa war damit aber nicht einverstanden und attackierte aus Protest Kalama. Das Gerangel dauerte eine ganze Weile, bis schließlich Chaimu eingriff, um die beiden zu trennen.
Zur Schlammbadzeit waren die Temperaturen erträglich, sodass nur Bongo ins Wasser ging. Die anderen Waisen nahmen lediglich ein Staubbad. Auf dem Weg zurück zu den Weidegründen verwickelte Garzi Bomani in einen Ringkampf. Den Rest des Tages blieb es ruhig, und die Waisen konzentrierten sich ganz aufs Grasen.

Melia kratzt sich an Chemi Chemi

Sonntag, 22. Mai 2016
Makireti, Kasigau und Kilabasi kamen mitten in der Nacht an den Stallungen an. Die drei schliefen vor den Gehegen und erwachten, als sie am Morgen hörten, wie die Tore für die Waisen geöffnet wurden. Makireti und Kilabasi gingen gleich hinein, um nach Überresten von Futter zu suchen. Kasigau stand am Eingang und tätschelte Naroks Rücken mit dem Rüssel, als sie herauskam. Barsilinga kam auch heraus und stellte sich hinter Narok auf. Das gefiel ihr offenbar nicht, denn sie trat nach hinten aus und traf Barsilinga. Dieser wollte nicht noch einmal getreten werden und ging wortlos davon. Kurz darauf spielte Vuria mit Kilabasi, während Kasigau versuchte, Narok zu besteigen. Danach ging Kasigau zu Teleki und versuchte, ihm das Futter aus dem Mund zu stehlen. Teleki konnte das nicht durchgehen lassen; er schubste ihn weg und ging davon. Bomani spielte mit Lemoyian, und Kithaka mit Garzi. Später versuchte sich Bomani an Kasigau, doch dieser war zu stark für ihn.
Gegen 10 Uhr bekamen die Waisen Gesellschaft von Melias und Mutaras Gruppen. Beim Schlammbad kamen noch fünf wilde Bullen dazu. Laragai versuchte, mit Chemi Chemi zu rangeln, doch sie zog klar den kürzeren. Garzi versuchte sein Glück an Naisula, verlor aber ebenfalls. Danach versuchte er es mit Kitirua. Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Narok und Barsilinga unterbrachen das Grasen, um ein Staubbad zu nehmen, während Teleki sich mit Kithaka zusammenschloss.

Teleki schubst Kasigau

Montag, 23. Mai 2016
Es war ein ruhiger Morgen, und weder wilde Elefanten noch Ex-Waisen kamen zu Besuch. Die Waisen machten sich direkt in den Busch auf. Vuria und Bongo begrüßten sich am Morgen wie üblich mit einem Ringkampf. Kithaka und Barsilinga rannten um die Wette – jeder wollte zuerst bei den Weidegründen ankommen. Vuria gewann unterdessen sein Spiel gegen Bongo und bestieg diesen. Später teilten sich die beiden Spielkameraden den gleichen Busch, während Bomani und Garzi sich ebenfalls mit einer kleinen Rangelei aufwärmten. Lemoyian graste mit Laragai, während Shukuru und Barsilinga schöne Felsen entdeckten, an denen sie sich kratzen konnten.
Ithumba, wie überhaupt das gesamte Gebiet von Tsavo, ist noch immer sehr trocken. Auf der Suche nach Wasser kamen alle Ex-Waisen beim Schlammloch zusammen. Die verschiedenen Gruppen wurden von ein paar wilden Elefanten begleitet und kamen schon zeitig am Schlammloch an. Sie blieben, bis die Waisen zu ihrer mittäglichen Milchfütterung kamen. Nur Narok und Bongo vertraten die Waisen beim Baden. Barsilinga, Kithaka und Lemoyian nahmen ein Staubbad, während sich die anderen unter die Ex-Waisen mischten. Narok rangelte eine Weile locker mit Chemi Chemi und Naserian. Kibo bestieg Naisula, während Ololoo mit Meibai spielte. Nach dem Staubbad hatte Kithaka einen kleinen Ringkampf mit Garzi, während Orwa mit Melia spielte. Wiva bekam kurz Gelegenheit, mit Teleki und Chemi Chemi zu spielen, ehe sie von ihren Kindermädchen wieder abgeholt wurde.
Die Gruppen teilten sich dann wieder auf, und alle Ex-Waisen gingen in den Busch zurück. Die Waisen machten es sich am oberen Kalovoto gemütlich. Narok graste mit Bongo, Kithaka mit Garzi, und Barsilinga mit Laragai. Bomani staubbadete, bevor er weitergraste. Am Abend tauchte Olares Gruppe zusammen mit sechs wilden Bullen an den Stallungen auf, um Wasser zu saufen.

Kithaka im Wettlauf mit Barsilinga

Dienstag, 24. Mai 2016
Zwei wilde Bullen und die halbunabhängigen Waisen soffen Wasser aus der Tränke, als die Waisen herausgelassen wurden. Orwa forderte sofort Kalama heraus, während Barsilinga und Garzi die Köpfe zusammensteckten, um zu beraten, wohin sie heute gehen sollten. Vuria verwickelte Kitirua in eine Rangelei, weil er dachte, das wäre so leicht wie bei seinem Spielkameraden Bongo. Er hatte es aber schwer und musste sich schließlich ergeben, um sich nicht vor all seinen Freunden, insbesondere Bongo, zu blamieren. Lemoyian hielt sich an Turkwel und beobachtete genau, welche Pflanzen sie besonders gern frisst.
Um 9 Uhr dachten wir uns schon, dass Yattas und Mulikas Herden davon gehört hatten, dass neue Babys auf dem Weg zu uns waren, denn sie hielten sich fast eine Stunde lang an den Stallungen auf. Als die Babys noch nicht ankamen, führte Yatta die Gruppe wieder davon. Kurze Zeit später tauchte aber der LKW mit Enkikwe, Olsekki und Siangiki auf. Kithaka, Lemoyian und Barsilinga waren die ersten, die die Neuankömmlinge begrüßten. Lemoyian stellte die Ohren auf und nahm Kithaka und Barsilinga zu ihnen mit. Olsekki fühlte sich unwohl, so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der älteren Waisen zu stehen und brüllte laut. Laragai umschlang ihren Rüssel mit dem von Siangiki, während Vuria seinen Rüssel auf Olsekki legte, weil er gleich auf ihn klettern wollte. Die Keeper riefen Vuria laut zu, damit er mit solchen Dummheiten aufhörte, und daraufhin ließ er Olsekki in Ruhe. Bald kamen Mutara, Narok, Suguta und Sities dazu, und sie alle standen um Olsekki herum. Nach einer Weile gingen die Waisen mit ihren neuen Freunden in den Busch, und diese erkundeten das erste Mal die Landschaft Tsavos. Olare, die sich Yattas Gruppe angeschlossen hatte, kam auch hinzu, um sich um die neuen Babys zu kümmern. Es ist erstaunlich, dass Olare wusste, dass neue Babys nach Ithumba kommen würden und wie man am besten mit ihnen umgeht. Olare, unterstützt von Laragai, graste neben den Neulingen und zeigte ihnen, was sie fressen sollten. Es war interessant zu sehen, wie schnell sich Olsekki, Siangiki und Enkikwe beruhigten. Sie mischten sich unter die Waisen und verhielten sich, als wären sie schon lange in Ithumba.
Am Abend nahmen sich Lemoyian und Vuria etwas Zeit zum staubbaden, und gegen 17 Uhr begleitete Olare die neuen Babys zu den Stallungen. Olare durfte nicht mit ihnen in die Gehege, und das ärgerte sie sehr. Sie protestierte vor den Stallungen, indem sie auf und ab lief, sich hinlegte und wieder aufstand, bis ihre Gruppe ankam, zusammen mit den Ex-Waisen und wilden Elefanten. Wendi und Nasalot gingen zum Tor hinauf, doch es war schon geschlossen, und so kamen sie nicht an die Neulinge heran. Die Herde brach dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder auf, in der Hoffnung, die Neulinge am nächsten Tag treffen zu können.

Olsekki in seiner neuen Umgebung

Mittwoch, 25. Mai 2016
Bei strahlend blauem Himmel kamen heute Morgen Siangiki, Olsekki und Enkikwe das erste Mal in Ithumba aus ihrem Gehege. Laragai und Bomani zeigten den neuen Babys den Weg hinaus, und kurz darauf schlossen sich ihnen Yattas und Mulikas Gruppen an, die gekommen waren, um die Neulinge zu begrüßen. Sidai, Lualeni, Lenana, Nasalot und Sunyei ließen Wiva links liegen, um etwas Zeit mit den drei neuen Waisen zu verbringen. Wiva ging auf Garzi los, doch Garzi warnte sie, nichts unüberlegtes zu tun, indem er mit dem Rüssel auf sie zeigte. Wiva zog sich zurück und legte sich zum Spielen hin. Dann kamen Olsekki, Siangiki und Enkikwe zusammen mit ihren Kindermädchen zu ihr und versuchten, sie zu überzeugen, wieder aufzustehen. Laragai drohte Mwende, sie zu schubsen, während Ololoo mit Orwa rangelte. Teleki kam herüber, um ihnen zuzuschauen, woraufhin Ololoo das Spiel mit Orwa beendete und stattdessen auf Teleki stieg. Teleki konnte sich befreien und suchte Schutz bei Yatta.
Kurz darauf trennten sich die Waisen von den Ex-Waisen und gingen nach Osten, wo sie auf Olares Gruppe trafen. Die Neuankömmlinge schienen lieber Zeit mit den halbunabhängigen Waisen statt mit den abhängigen Waisen verbringen zu wollen. Zur Milchfütterung am Mittag versuchte Olsekki, eine dritte Milchflasche zu erhaschen, doch die Keeper konnten das verhindern und brachten ihn stattdessen zum Schlammbad. Obwohl es kühl war, genossen Olsekki, Siangiki und Enkikwe ihr erstes Bad in Ithumba, bei dem sie von Makireti beaufsichtigt wurden. Nach dem Schlammbad schlossen sie sich den älteren Waisen beim Staubbad an. Hier rangelte Chemi Chemi mit Narok, während Orwa mit Kasigau spielte.
Den Nachmittag verbrachten die Waisen am oberen Kalovoto, wo Naisula ein wenig mit Siangiki rangelte. Danach graste Siangiki eine Weile mit Kainuk. Teleki bestieg Enkikwe, und Lemoyian zog an Olsekkis Schwanz, als er beim Grasen dicht an ihm vorbeilief.

Bomani zeigt Olsekki, wo es hinaus geht

Donnerstag, 26. Mai 2016
Mutaras Gruppe stand früh am Morgen an den Stallungen bereit, noch bevor die Waisen herausgekommen waren. Sobald die Tore offen waren, brachte Narok, die das Gehege mit Olsekki, Siangiki und Enkikwe teilt, die drei hinaus. Die Waisen frühstückten kurz etwas Luzernenheu, ehe Shukuru den Weg zu den Weidegründen vorgab. Dort forderte Teleki Kainuk zum Kräftemessen heraus, während Olsekki und Enkikwe mit Bomani grasten. Garzi spielte mit Barsilinga, und Shukuru kam an einer rauhen Oberfläche vorbei, an der sie sich das Hinterteil kratzte. Bongo rangelte kurz mit seinem Spielkameraden Vuria.
Als es Zeit für die Milchfütterung war, rutschte Olsekki aus und fiel auf seinen Hintern, als er zu seiner Milch rannte. Er hatte sich aber wieder aufgerappelt, bevor Enkikwe und Siangiki, die kurz hinter ihm kamen, ihn überholen konnten. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, gingen Olsekki, Siangiki und Enkikwe direkt zum Schlammloch, wo sie sich Laragai, Kilaguni, Narok, Bongo, Chaimu, Kilabasi, Kalama und Orwa beim Wälzen anschlossen. Nach dem Schlammbad fordete Orwa Kalama zu einem Kräftemessen heraus, während Chaimu mit Kasigau und Teleki mit Olare rangelte. Kurz bevor die Waisen wieder in den Busch aufbrachen, schlossen sich ihnen kurz Mulikas und Yattas Herden an. Enkikwe, Siangiki und Olsekki gingen zur Betonbank, an der sie ihre Bäuche kratzten. Dabei standen Naserian, Sidai, Nasalot und Yatta um sie herum und schauten ihnen zu.
Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo sich Olsekki und Siangiki mit Bomani zusammenschlossen. Bongo unterbrach das Fressen, um ein Staubbad zu nehmen, und forderte danach Vuria zu einem Ringkampf heraus.

Bomani und Olsekki

Freitag, 27. Mai 2016
Als sie am Morgen aus den Gehegen gekommen waren, begrüßten sich Garzi und Lemoyian mit einem Ringkampf. Siangiki und Olsekki standen unter der einzigen Akazie auf dem Gelände der Stallungen und streckten sich und ihre Rüssel, um an die leckeren Blätter heranzukommen. Barsilinga ging zu ihnen und streckte ihnen zur Begrüßung den Rüssel entgegen. Mutara und ihre Gruppe schlossen sich den Waisen noch an den Stallungen an. Kanjoro verwickelte Teleki in ein Kräftemessen, während Narok mit Lemoyian spielte.
Draußen im Busch grasten Olsekki, Siangiki und Enkikwe die meiste Zeit dicht bei Narok, die aus derselben Gegend stammt wie unsere drei Neulinge. Zur Schlammbadzeit gingen die drei zielstrebig zum Wasserloch, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Teleki, Narok, Bongo, Shukuru und Bomani schlossen sich ihnen an, während Kithaka lieber ein Staubbad nahm. Bongo und Teleki kamen als letzte aus dem Matsch und veranstalteten danach ein paar Ringkämpfe. Als die Waisen gerade das Wasserloch verlassen wollten, tauchten zehn wilde Bullen auf, um zu saufen. Olsekki kratzte sein Ohr an Siangiki, und Mutara kollerte laut, um der Herde mitzuteilen, dass es Zeit für den Aufbruch war. Garzi und Barsilinga hatten noch eine kurze Rauferei, ehe sie ihren Freunden folgten.
Am Nachmittag graste Olsekki bei Vuria, ließ ihn aber stehen, als Vuria anfing, ihm das Futter aus dem Mund zu stehlen. Stattdessen graste er dann bei Narok, und auch Siangiki und Enkikwe schlossen sich ihnen bald an. Am Abend kamen Yattas und Mulikas Gruppen in Begleitung von sechs wilden Bullen und einer wilde Herde mit lauter Kühen zum Saufen zu den Stallungen.

Lemoyian spielt mit Garzi

Samstag, 28. Mai 2016
Yattas und Mulikas Gruppen tauchten am Morgen wieder auf, als die Waisen gerade aus den Gehegen kamen. Laragai traf Naserian, und die beiden sagten sich guten Morgen, woraufhin die anderen Waisen hinzukamen und ebenfalls von Naserian begrüßt werden wollten. Laragai sah Wiva bei ihrer Mutter stehen, ohne dass ihre Kindermädchen zu sehen waren. Sie nutzte die Gelegenheit, um ein bisschen Babysitten zu üben. Garzi kam hinzu und stellte sich daneben, um Wiva und Laragai zu beobachten. Yetu, die eine von Wivas Kindermädchen ist, gefiel gar nicht, Laragai und Garzi zusammen mit Wiva zu sehen. Sie rannte hinüber und zog Wiva am Schwanz, um sie davon abzuhalten, sich mit Laragai anzufreunden. Laragai, die sich nicht besonders gut mit Yetu versteht, warnte sie davor, ihr die kleine Wiva wegzunehmen. Yetu kollerte die anderen Kindermädchen herbei, und kurz darauf kamen Loijuk und Mwende angelaufen, um zu sehen, was das Problem war. Nachdem sie festgestellt hatten, dass nichts dramatisches passiert war, standen sie nur daneben und sahen zu, wie Wiva mit den Waisen spielte. Orwa forderte Makena zu einem Kräftemessen heraus, bevor er mit Meibai spielte, der (?) sich auf dem Boden herumrollte. Suguta spiete mit Ololoo, und Orok mit Zurura.
In den Weidegründen graste Narok mit Lemoyian, und Olsekki mit Enkikwe. Beim Schlammbad gingen Olsekki, Siangiki und Enkikwe wieder direkt ins Wasser, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Als sie sich genug abgekühlt hatten, gingen sie zur Tränke, um Wasser zu saufen. Bomani kratzte sich eine Weile an den Akazien, während Teleki sich in der Erde herumrollte und einstaubte. Laragai ging schnell zu ihm, um sich an ihm zu kratzen, während er noch auf dem Boden lag. Am Nachmittag kamen die Waisen unter einem Baum zusammen, um sich auszuruhen bis die Temperaturen soweit gefallen waren, dass sie weitergrasen konnten. Olsekki, Orwa und Narok staubbadeten eine Weile, bevor sie zu den anderen Waisen zurückkehrten, die nicht weit entfernt grasten.

Laragai begrüßt Naserian

Sonntag, 29. Mai 2016
Mutaras Gruppe schloss sich am Morgen den Waisen an. Der Himmel war klar, und es schien ein heißer Tag zu werden. Die zwei Herden fraßen Luzernenheu, und danach forderte Kanjoro Teleki zu einem morgendlichen Kräftemessen heraus, während Mutara mit Orwa spielte. Bomani wärmte sich mit Garzi auf, ehe er mit Lemoyian spielen ging. Kainuk rangelte ein wenig zum Spaß mit Enkikwe, und Vuria spielte wie üblich mit Bongo. Nach all diesen morgendlichen Aktivitäten führte Shukuru die Waisen zu den Weidegründen. Barsilinga, Kanjoro und Bomani grasten zusammen, während Enkikwe bei Orwa fraß.
Um 11 Uhr gingen die Waisen zum Schlammbad, wo sie Besuch von den Ex-Waisen und zehn wilden Bullen bekamen. Einem der wilden Bullen, den wir „Limpy“ genannt haben, wurde vor zwei Wochen eine Schlinge vom rechten Vorderbein entfernt, und er sah heute sehr gut aus. Olsekki, Siangiki und Enkikwe gingen nach der Milch wieder zum Schlammloch. Die drei Babys haben sich inzwischen gut an den Tagesablauf in Ithumba gewöhnt. Nach dem Schlammbad forderte Teleki Ololoo zu einer Rangelei heraus, da er seine Ringkampftechniken verbessern wollte. Olsekki, Enkikwe und Siangiki schlichen sich dann mit den Ex-Waisen davon. Die Keeper bekamen das aber noch rechtzeitig mit, ehe sie außer Sichtweite waren und riefen nach ihnen. Zuerst waren sie zögerlich zurückzukommen, doch bald änderten sie ihre Meinung und kamen, eskortiert von Sidai, Lenana und Chyulu, zu den Keepern zurück.
Später am Nachmittag bemerkten die Keeper, dass Laragai fehlte. Sie begannen zu suchen und stellten fest, dass sie sich um die kleine Wiva kümmerte. Sie riefen ihren Namen, und daraufhin kam sie angerannt und ließ Wiva bei ihren üblichen Kindermädchen zurück. Am Abend war es noch immer recht warm, und die Waisen gingen erneut am Schlammloch vorbei, um sich noch einmal abzukühlen. Den drei Neuankömmlingen tat das gut; sie schienen jeden Moment des Schlammbads sehr zu genießen, sind sie doch das Wetter in Nairobi gewöhnt, das ganz anders als hier in Ithumba ist.

Garzi rangelt mit Bomani

Montag, 30. Mai 2016
Die Waisen wurden vor den Gehegen von Mutara und ihrer Gruppe begrüßt, die vor Beginn der Dämmerung an den Stallungen angekommen waren. Siangiki begann ihr Tagewerk mit einem Staubbad, während Enkikwe einen leichten Ringkampf mit Kainuk hatte. Lemoyian attackierte Bomani, während Narok mit Bongo spielte. In den Weidegründen nahm sich Bongo dann Vuria vor, während Teleki Kanjoro herausforderte. Zur Schlammbadzeit schlossen sich fünf wilde Bullen den Waisen an. Am Nachmittag grasten die Waisen die ganze Zeit und füllten ihre Bäume mit Grünzeug. Bevor die Waisen am Abend zu den Stallungen zurückkehrten, unterbrach Barsilinga das Grasen, um ein Staubbad zu nehmen. Lemoyian schloss sich unterdessen mit Laragai zusammen, um den Tag beim Grasen ausklingen zu lassen.

Kainuk spielt mit Enkikwe

Dienstag, 31. Mai 2016
Tomboi und zwei wilde Elefanten waren an den Stallungen und soffen, als die Waisen aus ihren Gehegen kamen. Siangiki, Enkikwe und Olsekki liefen zur Tränke hinunter, trauten sich aber nicht so recht, sich Tomboi und dem wilden Bullen dort anzuschließen. Nach ein paar Minuten fasste sich Enkikwe ein Herz und stellte sich zu den beiden an der Tränke. Olsekki und Siangiki kehrten zu ihren Freunden zurück, die Luzernenheu fraßen. Kurze Zeit später brachen die wilden Bullen auf, und Tomboi und Enkikwe kamen auch zur Luzernenheufütterung. Nachdem er etwas Heu gefressen hatte, ging Tomboi zur Tränke zurück, und dieses Mal folgten ihm Siangiki, Olsekki und Enkikwe. Narok lieferte sich einen Ringkampf mit Orwa, nach dem Orwa sie bestieg. Teleki forderte Vuria zum Kräftemessen heraus, während Bomani sich Lemoyian vornahm.
Beim Grasen verbrachte Siangiki die meiste Zeit mit Laragai. Vuria traf auf Bongo, und ihnen fiel auf, dass sie heute noch gar nicht ihre Kräfte gemessen hatten. Also begannen sie umgehend mit einer Rangelei. Zur Schlammbadzeit rannten Enkikwe und Olsekki jeweils mit ihrer zweiten Flasche im Mund zum Wasserloch. Sie ließen die Flaschen fallen, als sie leer waren und sprangen dann ins Wasser. Kurz nach der Milchfütterung bekamen die Waisen Gesellschaft von den halbunabhängigen Waisen aus Olares, Chaimus und Makiretis Gruppen. Chemi Chemi forderte Orwa heraus, und danach versuchte Orwa sein Glück an Kitirua; er verlor aber gegen beide. Nach den beiden Niederlagen kehrte er zu den anderen Waisen zurück, die gerade ein Staubbad nahmen.
Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, und Teleki schloss sich dazu mit Laragai zusammen. Gegen Abend legten Barsilinga und Bongo eine Pause ein, um ein kurzes Staubbad zu nehmen, bevor die Waisen schließlich für die Nacht zu den Stallungen zurückkehrten.

Tomboi mit Enkikwe und Siangiki

(übersetzt aus dem englischen Original)

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