Die Waisen im Februar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Februar 2019

 

Ambo, Kiasa, Sattao, Malima und Tamiyoi haben die Keeper diesen Monat wie immer ordentlich auf Trab gehalten. Es ist jetzt auch wieder sehr heiß und trocken in Nairobi und daher werden wieder Luzernepellets zugefüttert – das sorgt immer noch für Extra-Aufregung. Eines Morgens als die Stalltür der Fünf aufging, rannten sie schnurstracks zum Futterlager und versuchten mit ihren Rüsseln durch die Holzpfeiler so viel Luzernereste wie möglich zu sich zu schaufeln. Als die Keeper sie verscheuchen wollten, rannten Kiasa, Ambo und Sattao in Richtung Wald. Diese Route schlugen sie aber absichtlich ein, drehten einen großen Kreis um das Stallgelände und schlichen sich dann zurück zum Futterlager. Sie dachten natürlich, sie hätten die Keeper überlistet und schaufelten weiter Pellets. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen

LIMPOPO, ein echtes Weihnachtskind – Eine Weihnachtsgeschichte aus Simbabwe –

Limpopo ist nach dem Fluss benannt, an dem er gerettet wurde.

Ende Dezember, als dunkle, vielversprechende Regenwolken aufzogen, wird am Ufer des großen, grünen Limpopo Flusses ein Elefantenbaby geboren. Obwohl dieser kleine Elefant noch ein sehr geringes Sehvermögen hat und auch noch ziemlich wackelig auf den Beinen ist, versucht er, mit seiner Herde mitzuhalten. Die Landschaft ist grausam und unerbittlich. Aber der kleine Elefant ist stark, tapfer und unerschrocken. Allerdings fordern die sengende Hitze und die blendende Sonne ihren Tribut von der gesamten Elefantenfamilie. Sie müssen ihr Tempo beschleunigen. Sie müssen Wasser finden. Das Kollern der Leitkuh ist zu hören. Die Mutter des Elefantenbabys steht vor einer schweren Entscheidung. Ist das Bedürfnis nach Gemeinschaft zu stark für ihr persönliches Dilemma? Die Herde zieht eilig weiter. Das Elefantenkalb bleib zurück: alleine, verängstigt, traumatisiert, hungrig.

Limpopo ist nach dem Fluss benannt, an dem er gerettet wurde.
Limpopo ist nach dem Fluss benannt, an dem er gerettet wurde.

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Die Waisen im August

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2018

 

Juli und August waren so bitter kalt in Nairobi, daß selbst die Elefantenwaisen keine Lust hatten, nass zu werden und wir das Suhlen im Schlamm erst einmal ausgesetzten. Stattdessen haben wir einige Haufen mit loser, roter Erde aufgeschüttet, in denen sich die Waisen in den Wintermonaten liebend gern herumrollen. Die Jüngsten versuchten ihr Bestes, ihren älteren Herdenmitgliedern auf den Rücken zu klettern, was ihnen aufgrund ihrer kurzen Beine und kugelrunden Bäuche nicht immer gelang! Gegen Ende des Monats wurde das Wetter wieder wärmer und die Suhle re-aktiviert, besonders auf Drängen von Enkesha und Emoli, die damit begannen, sich in den Sumpf davonzuschleichen, weil sie es nicht erwarten konnten, wieder zu baden. Emoli entwickelt jetzt seinen ganz eigenen Kopf und ist jetzt viel verspielter, aber auch dickköpfiger. „Die Waisen im August“ weiterlesen