Die Behandlung einer durch eine Schlinge verletzte Löwin in Tsavo

Am 4. Januar 2016 meldete ein Safari-Guide, dass er eine Löwin mit einer Schlinge um den Hals gesehen hat. Das Team vom David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) eilte zur Stelle und fand ein Rudel mit 7 Löwen, deren Bewegungen überwacht wurden, während das Sky Vet Team gerufen wurde.

 

Als der Tierarzt ankam, war es leider schon zu spät am Abend, um die Löwin zu behandeln. Deshalb wurde beschlossen, am 5. Januar mit dem DSWT Helikopter hinauszufliegen. Das Löwenrudel wurde wieder gefunden und der Tierarzt vom Kenya Wildlife Service (KWS) betäubte die junge Löwin am Nachmittag fachmännisch von einem Fahrzeug aus. Die Löwin schlief abseits vom Rudel und um die Sicherheit des Tierarztes zu gewährleisten, wurde das Rudel mit Hilfe des Fahrzeuges vertrieben. Die Schlinge wurde problemlos entfernt und hatte Gott sei Dank nur eine kleine Verletzung am Hals der Löwin verursacht. Gegen 13:30 Uhr war sie wieder bei vollem Bewusstsein und mit ihrem Rudel vereint.

 

Ein großer Erfolg Dank der Zusammenarbeit des DSWT und des KWS – unser Dank gilt allen Beteiligten.

 

Originalartikel erschienen beim David Sheldrick Wildlife Trust, übersetzt aus dem Englischen.

 

Die Behandlung von Alpine

Wochen später sieht Alpine viel besser aus.

Zu Beginn des Neuen Jahres sah Alpine großartig aus.

 

Bereits im November wurde die vom David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) finanzierte Vet Unit aus Meru, unter Leitung des Kenya Wildlife Service (KWS) Tierarztes Dr. Rono, von der Organisation „Save the Elephants“ gerufen, um Alpine zu behandeln, eine 30 Jahre alte Elefantenkuh in Samburu. Sie wirkte abgemagert, schien nicht fressen zu können und litt unter einer riesigen Schwellung unter ihrem Bauch.

 

Dem Team gelang es, Alpine erfolgreich zu immobilisieren und ihre Wunde zu behandeln. Eine Folgebehandlung Ende November zeigte eine eindeutige Verbesserung ihres Zustandes.

 

Es ist wunderbar, zwei Monate nach der ersten Behandlung zu beobachten, dass Alpine vollständig genesen ist.

Alpine
Alpine

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Die KWS/DSWT Mobile Vet Unit kommt vergifteten Löwen in der Mara zur Hilfe

Am Sonntag, den 6. Dezember 2015, erhielt Patrick Reynolds vom Governors Camp in der Masai Mara um 8:00 Uhr einen Anruf, dass sich einige Löwen des berühmten „Marsh Rudels“ merkwürdig verhielten, kollabierten und unter Krämpfen litten. Patrick alarmierte sofort den David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT), der die Mara Mobile Veterinary Unit finanziert, die vom Tierarzt des Kenya Wildlife Service (KWS), Dr. Limo, geleitet wird. Dr. Limo war gegen 11:30 Uhr vor Ort.

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Die Rettung des Spitzmaulnashorns Baraka

Als der Kenya Wildlife Service (KWS) und der DSWT am 10. Oktober von einem Vorfall in Kenntnis gesetzt wurden, musste umgehend reagiert werden. Es wurde ein Nashorn gemeldet, das einen Baumstamm hinter sich her zog, an dem eine Schlinge befestigt war, die sich um den Hals des Nashorns zog. Der KWS organisierte ein Flugzeug, um sofort den KWS Tierarzt Fred Oliang’a (einer der SKY VETS) aus Nairobi abzuholen. Auf dem Weg wurde auch der KWS Tierarzt Dr. Limo, der die vom Trust finanzierte Mobile Vet Einheit der Mara unterstützt, aus der Masai Mara abgeholt, um bei dieser Operation zu helfen.

Das Nashorn namens Baraka ist ein sehr bekannter Nashornbulle mit einer langen Geschichte. Er wurde 1976 geboren und 2005 vom Nakuru National Park in das damals neu gegründete Mugie Rhino Sanctuary umgesiedelt. Er blieb viele Jahre im Mugie Rhino Sanctuary, als dieses Gebiet 2011 jedoch stark von der Nashornwilderei betroffen war, traf der KWS die Entscheidung, die übrigen Nashörner in Gebiete umzusiedeln, von denen man glaubte, dass sie dort sicherer sein würden. Baraka wurde in den Ruma National Park gebracht, wo er sich heute noch befindet.

Die Schlinge wird durchtrennt, um sie zu entfernen.
Die Schlinge wird durchtrennt, um sie zu entfernen.

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Daphne Sheldrick und ihre Familie besuchen die mobile Veterinäreinheit der Masai Mara während ein junger Elefantenbulle in der Masai Mara behandelt wird

Es gibt keinen vergleichbaren Platz auf der Welt wie die Masai Mara während der Zeit der großen Tierwanderung. Dieses Naturschauspiel vor einer solch wunderschönen Kulisse ist sicherlich unvergleichlich auf der Erde. Dieses Jahr ist die Tierwanderung atemberaubender als je zuvor und ich hatte das Glück, eine unvergessliche Woche lang mit meiner Familie Angela, Robert sowie meinen Enkeln Taru und Roan die Tierwanderung von einem wunderschönen Camp am Sand-Fluss aus zu beobachten. An einem Platz, wo jedes Jahr Hunderttausende Gnus und Zebras den Fluss überqueren.

 

Die Migration
Die Migration
Die Migration
Die Migration

 

Am 5. August konnten wir die, durch die Minara Foundation finanzierte, mobile Veterinäreinheit des DSWT/KWS in der Masai Mara sowie deren verantwortlichen Tierarzt Dr. Limo zu einem Einsatz begleiten, bei dem ein Elefantenbulle mit einer Speerwunde am Vorderbein behandelt wurde. In den safran-farbenen Mara-Ebenen, die durch die Tierwanderung mit Gnus, Zebras und Elenantilopen überschwemmt waren, ging das Team auf die Suche nach dem Elefanten. Es dauerte nicht lange, bis er in einem Euclea Dickicht entdeckt wurde. Mit Hilfe von zwei Fahrzeugen – eins auf jeder Seite des Dickicht – wurde der Elefant überzeugt, seine Deckung zu verlassen und sich in die offenen Ebenen zu bewegen, wo er erfolgreich betäubt wurde. Nach sieben Minuten wirkte die Betäubung, allerdings fiel er so, dass sein verletztes Bein unter ihm lag.

 

Der Tierarzt bereitet alles für die  Betäubung des Elefanten vor
Der Tierarzt bereitet alles für die
Betäubung des Elefanten vor
Das Tierarztteam rückt an, sobald die Betäubung wirkt
Das Tierarztteam rückt an, sobald
die Betäubung wirkt

 

Der Tierarzt deckte sein Auge mit seinem Ohr ab und goss Wasser über sein Ohr und seinen Kopf, um ihn während der Operation zu kühlen. Ein kleiner Stock wurde so platziert, dass sein Rüssel offen gehalten wurde, um sicherzustellen, dass er während der Betäubung atmen konnte. Unter seine Vorder- und Hinterbeine wurden Seile gezogen und das Auto zog ihn, so dass er auf seiner rechten Seite lag und der Tierarzt seine Wunde behandeln konnte.

 

Daphne beobachtet die Behandlung
Daphne beobachtet die Behandlung
Das Team reinig gründlich die Verletzung
Das Team reinig gründlich die Verletzung

 

Die Wunde war eine tiefe, durchdringende Speerwunde, aber Gott sei Dank war der Knochen verfehlt worden. Die Wunde wurde gut gesäubert und es wurden Langzeit-Antibiotika sowie entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Zum Schluss wurde grüner Lehm aufgetragen, bevor das Aufwachmittel in eine Ohr-Vene injiziert wurde. Innerhalb von 3 bis 4 Minuten kam er etwas wacklig auf die Beine, erlangte aber bald die Kontrolle wieder und zog sich langsam aus der Ebene zurück.

 

Die Tierärzte bei der Arbeit
Die Tierärzte bei der Arbeit
Für eine schnelle Heilung wird grüner Lehm angerührt
Für eine schnelle Heilung wird grüner
Lehm angerührt

 

Wir sind voller Hoffnung, dass er sich aufgrund der rechtzeitigen Behandlung vollständig erholen wird. Dieser Elefant ist ein junger Bulle in den Zwanzigern, der noch den größten Teil seines Lebens vor sich hat und wir hoffen, er wird sein Leben in Frieden genießen können. Mit Fällen wie diesem haben die vom DSWT finanzierten vier mobilen Einheiten fast täglich zu tun und nur durch das rechtzeitige Eingreifen gibt es für solche Tiere die Hoffnung, dass sie überleben.

 

Der Tierarzt bereitet das Aufwecken  des Elefanten vor
Der Tierarzt bereitet das Aufwecken
des Elefanten vor
Elefanten überqueren den Fluss
Elefanten überqueren den Fluss

 

Auf den Erfolg des Veterinär-Projektes, bei dem der DSWT mit dem Kenya Wildlife Service zusammenarbeit, bin ich unglaublich stolz. Nichts kann zufriedenstellender sein, als einem Tier, wie dem Elefanten, dessen Lebenserwartung mit unserer vergleichbar ist, eine zweite Chance auf Leben zu schenken.

 

Die Schönheit der Masai Mara
Die Schönheit der Masai Mara
Die Schönheit der Masai Mara
Die Schönheit der Masai Mara

 

Originalartikel erschienen auf der website des David Sheldrick Wildlife Trust, übersetzt aus dem Englischen.