Thuma Telegraph September 2017

Liebe Unterstützer und Freunde,

 

die kalten und windigen Tage sind vorbei und es wird inzwischen tagsüber wieder brütend heiß. Der Wald ist trocken und man sieht wieder viel leichter Wildtiere. Es ist fast unmöglich, durch den Wald zu laufen oder zu fahren, ohne irgend ein Tier zu sehen. Die Elefanten sind überall und bewegen sich inzwischen auch in Gebieten, in denen vormals viele Holzkohlewilderer zugange waren. – Wir „erobern“ diese Gebiete, die ja formal zum Thuma Waldreservat gehören, langsam wieder zurück. In der Gegend (West-Thuma), die topographisch sehr schroff ist, gibt es viele Täler und eine wunderbare Aussicht. Das Ausmaß der Entwaldung ist hier ganz besonders schlimm, aber wir wissen auch, daß sich der Wald wieder erholen kann, wenn die Wilderer wegbleiben. „Thuma Telegraph September 2017“ weiterlesen

Bilanz einer Arbeitswoche

Eine tolle Woche geht zu Ende. Unsere Bilanz seit Mittwoch, 22. November 2017:

 

Verhaftungen außerhalb der Reservate:

  • 1 Person für den Handel mit Elfenbeinimitat
  • 1 Hoteleigentümer, der Wildfleisch verkauft hat
  • 1 bewaffneten Wilderer auf einem Moped
  • 1 Geschäftsmann in Besitz einer Schußwaffe, aber ohne Waffenschein
  • 6 Männer, die innerhalb des Dedza-Salima-Waldreservates ihren Acker bestellten
  • 18 Fischer innerhalb der Reservate

 

Wir sind immer noch auf den Fersen eines Elfenbeinhändlers – drückt uns die Daumen!

 

Herzliche Grüße von Lynn und den Scouts

Erfolgreiche Not-Operation in Thuma

Gestern haben wir einem Elefantenbullen in Thuma unter Narkose eine Drahtschlinge entfernt.

 

Vielen Dank an die Wildlife Emergency Response Unit (WERU) und African Parks für die großartige Unterstützung! Die Scouts der Wildlife Action Group waren überglücklich, Teil dieser reibungslosen Aktion zu sein und so nah an einen ausgewachsenen Bullen herankommen zu dürfen. Lynn hat ihrem Trauma getrotzt und ist wieder in ein Flugobjekt gestiegen. Der Bulle hat die OP gut überstanden und wird von den Scouts noch regelmäßig beobachtet. Er hat sich einer Herde angeschlossen und frißt und benimmt sich wieder völlig normal.

 

Alle Beteiligten haben eine tolle Arbeit gemacht! Ein besonderer Dank geht an Save the Elephants, Wildlife Conservation Network, Elephant Crisis Fund, African Parks und WERU. Photos: Reto Güttinger, Lynn Clifford, Richard Banda (Wildlife Action Group)

 

Lynn zurück in der Luft. (c) Wildlife Action Group
Amanda Lee Salb beim Entfernen der Drahtschlinge und Wundversorgung. (c) Wildlife Action Group
Die WAG-Scouts voll konzentriert bei der Sache. (c) Wildlife Action Group
Nach der erfolgreichen OP ist es Zeit zum Aufwachen! (c) Wildlife Action Group
WAG-Scout Matthews hält vorsichtig und liebevoll den Rüssel des narkotisierten Elefanten. Es ist das erste Mal für ihn, daß er eines dieser prächtigen Tiere anfäßt, das er täglich durch seine Arbeit beschützt! (c) Wildlife Action Group

 

Tierzählung 2017 in Thuma

 

Viele Grüße aus Thuma!

 

Wir haben letztes Wochenende unsere dritte Tierzählung durchgeführt und freuen uns sehr, Euch die ersten Ergebnisse mitzuteilen. We führen diese Zählungen regelmäßig durch, um ein paar realistische Schätzwerte zu unseren Tierbeständen, besonders den großen Säugetieren, zu haben. Diese Zahlen sind somit keine absolut exakten Meßdaten, aber durch die regelmäßige Durchführung mit der stets gleichen Methode, erlauben sie uns, zumindest Trends abzulesen. Außerdem wissen wir dadurch definitiv den unteren Wert des Bestandes einer Tierart, das ist schon einmal sehr viel wert. „Tierzählung 2017 in Thuma“ weiterlesen

Danke aus Malawi

An den Vorstand und die Mitglieder und Förderer von Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

 

VIELEN DANK FÜR ALLE SPENDEN

 

Im Namen der Wildlife Action Group, und ganz besonders den Scouts, möchten wir uns von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung jeglicher bedanken – seien es Geldspenden, Sachspenden oder sonstige Unterstützung.

 

Unsere Scouts patrouillieren 365 Tage im Jahr zu Fuß. Allein dieses Jahr haben wir schon 1200 Streifgänge durchgeführt, also im Durchschnitt 5 pro Tag. Ohne gute Stiefel und eine strapazierfähige Ausrüstung wie Uniformen wären die Streifgänge körperlich kaum auszuhalten. Wie sie wissen, tragen unsere Wildhüter Bundeswehrflecktarn – die deutschen Uniformen wurden 2008 bei uns durch REA eingeführt und wir haben daran nie etwas geändert. Neben dem qualitativen Wert steht die Uniform für uns auch symbolisch für unsere Freundschaft mit REA und Deutschland. „Danke aus Malawi“ weiterlesen