Liebe ElefantenfreundInnen,

dank Ihrer engagierten Hilfe ist es nun so weit: Der Bau des ersten – 42 Kilometer langen – Teilstücks des Elektrozauns im Norden von Tsavo-Ost ist vollendet. Der Zaun, mit Holzpfählen errichtet und durch Solaranlagen mit Strom versorgt, zerstört das Bild dieser grandiosen Landschaft nicht – ist aber für die Elefanten und für die Wakamba-Bevölkerung der umliegenden Dörfer ein wahrer Segen. Die Elefanten wandern jetzt nicht mehr auf die Felder, wo sie in der Vergangenheit immer wieder mit Schüssen vertrieben werden mussten. Jedes Jahr sind dabei bis zu 15 der Grauen Riesen zu Tode gekommen. Aber seit der Zaun steht, musste kein einziger Elefant sein Leben lassen. Und die Wakamba-Familien profitieren nicht nur von den Früchten ihrer Felder, sondern haben auch neue Verdienstmöglichkeiten durch die diversen Aufgaben, die die Erhaltung des Zauns mit sich bringt.

Für den Kenya Wildlife Service, die kenianische Nationalpark-Verwaltung, ist dieser Zaun ein viel gelobtes Vorzeigeprojekt. Und wir können sicher sein, dass die Zukunft der Waisen-Elefanten auch hier rund um Ithumba gesichert ist. Mittlerweile leben bereits 17 von ihnen dort: Buchuma, Galana, Kinna, Madiba, Mulika, Napasha, Naserian, Nasalot, Ndomot, Ol Malo, Rapsu, Selengai, Sunyei, Taita, Tomboi, Wendi und Yatta – und alle fühlen sich wirklich rundum wohl! (Auch Imenti lebt im Norden Tsavos, ist aber offenbar so gut mit seinen wilden Kumpels befreundet, dass er sich schon etwas rar macht. Aber das ist dann auch gut so!)

Obwohl unser Verein „Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“ eine relativ kleine Organisation ist, konnten wir durch Ihre großzügigen Spenden einen erheblichen Teil zur Finanzierung beitragen, und dafür sage ich Ihnen auch im Namen von Daphne Sheldrick nochmals unseren herzlichen Dank. Um das Projekt zügig durchführen zu können, ist die britische NGO „Care for the Wild“ ebenfalls als Partner beteiligt gewesen.

Als besondere Ehrung für unseren Verein erinnert eine Inschrift am Zaun an seinen Gründer und langjährigen Vorsitzenden, Hans-Helmut Röhring. Er wusste, dass dieses – bisher für Touristen unzugängliches – Areal ein ideales Lebensgebiet für Elefanten ist. Es war ihm nicht mehr vergönnt, es selbst zu erleben. Aber ein Engagement für diesen Zaun wäre genau das, was er mit der ihm eigenen Power vorangetrieben hätte. Deshalb gibt es keinen besseren Dank für all die Jahre, in denen er ein so verlässlicher Freund für die Grauen Riesen gewesen ist – auch und gerade in Tsavo.

Der David Sheldrick Wildlife Trust plant jetzt das nächste Teilstück des Zauns – weitere 20 Kilometer über das Yatta Plateau hinweg bis zum Athi River –, um Elefanten auch in den angrenzenden Parkregionen vor der Wanderung auf die Felder zu schützen. Wenn Sie sich ebenfalls an diesem Projekt beteiligen möchten, können Sie uns weiterhin Spenden mit dem Vermerk „Zaunprojekt“ auf unser Vereinskonto überweisen. Selbstverständlich auf Wunsch gegen eine Spendenquittung (bitte auf der Überweisung vermerken). Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfe. Die „Elis“ werden es Ihnen nicht vergessen.

Barbara Voigt-Röhring

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