Am 30. September wurde ein junger Bulle gesichtet, der allein durch das Städtchen Maungu irrte. Der winzige und völlig verängstigte Elefant sorgte für große Aufregung unter den Einwohnern, die sich aber glücklicherweise an die Rukinga Ranch wandten, die ihre Wildhüter mobilisierte und den Baby-Bullen gemeinsam mit den Rangern des KWS und einigen Keepern des David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) aus Voi bergen konnten. Der sieben Monate alte Bulle wurde schnell nach Rukinga gebracht, war aber sichtlich gestresst und sehr dünn. Zur gleichen Zeit, ging im Hauptquartier des DSWT die Meldung ein, dass ein weiteres Elefantenbaby auf der Galana Ranch entdeckt worden war. Wir schickten unser Beobachtungsflugzeug los, aber das Kälbchen konnte nicht mehr gefunden warden.

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Das Rettungsteam hatte den Baby-Bullen inzwischen von Maungu nach Voi gebracht, wo er glücklicherweise gleich seine Milch annahm und sich ein wenig ausruhte, bevor er mit dem Flugzeug nach Nairobi geholt wurde. Er bekam sofort einen Stall in der Nursery und den Trost der anderen Waisen in Nairobi. Obwohl er nach seiner Odyssee stark dehydratisiert und durstig war, hat er sich mithilfe der Milchflasche sehr schnell erholt, begann zu fressen und lebt sich langsam in seiner neuen Umgebung (mitsamt den Menschen) ein. Der kleine Bulle bekam den Namen Ngasha, nach einem großen Berg im Gebiet Sagala-Maungu, wo er gefunden wurde.

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Wir danken den Einwohnern von Maungu für ihre Hilfe bei der Rettung. Wenn sie ihn nicht so schnell gemeldet hätten, hätten sich seine Überlebenschancen rapide verringert. Nach nur 2 Wochen intensiver Pflege des Teams in der Nairobi-Nursery, geht es Ngasha inzwischen sehr gut. Anfangs war er noch sehr ruhig, weil er offensichtlich um den Verlust seiner Familie trauerte. Aber in den letzten Tagen war er sehr entspannt, hat neue Freunde gefunden und sogar an Gewicht zugelegt.

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