Am 8.April sendete der DSWT-Pilot Nick Trent einen Notruf zum Kaluku-Hauptquartier und meldete, dass er ein einsames Baby-Elefantenkalb in der Gegend von Ithumba im nördlichen Tsavo-East gesehen hatte. Das ungefähr einjährige Kalb bewegte sich allein den Tiva-Fluss entlang und Nick berichtete, dass er leider keine anderen Elefanten in der Gegend sehen konnte, auch nachdem er einen größeren Radius gründlich abgesucht hatte.

Tundani hides in a bush– – trying to catch Tundani

Nach mehreren Absprachen über Funk machte sich ein Team von Keepern aus der Auswilderungsstation in Ithumba, sowie eine der DSWT-Anti-Wilderei-Einheiten eilig auf den Weg zu der Stelle, an der das Kalb zuletzt gesehen wurde, ein gutes Stück von den Stallungen entfernt.

Inzwischen bereitete sich auch im Nairobi-Hauptquartier eine Gruppe Keeper auf die Rettung vor und ein Rettungsflugzeug wurde am Wilson-Flughafen in Bereitschaft versetzt. Man wartete auf grünes Licht von den Rettungsteams in Tsavo. Mit GPS-Koordinaten und der Hilfe von Nick, der noch immer das Kalb aus der Luft beobachtete, konnte das Bodenteam schließlich die besagte Stelle finden. Das Kalb war nun allerdings schon 2km von dem Weg entfernt im Busch, sodass sich die Keeper und die Wildhüter durch das Gebüsch an das Kalb heranschleichen mussten.

Tundani tries to escape across the river– – Tundani is taken to the vehicle

Obwohl es sichtlich verängstigt war, blieb das junge Bullkalb erstaunlich ruhig als sich die Keeper näherten und so konnten sie es schnell und effizient mit einer Decke einfangen und mit Hilfe der dafür mitgebrachten Seile ruhig stellen, damit es nicht versucht zu entkommen und sich dabei noch selbst verletzt. Dieser Teil der Rettungsaktion war erstaunlich einfach, doch der schwerste Teil stand den Keepern erst noch bevor: Zwischen den Keepern mit dem Kalb und dem Fahrzeug, das das Kalb zum Flugfeld fahren sollte, lag ein weiter und durch die starken Regenfälle der letzten Tage extrem matschiger Weg durch Gebüsch. Es war keine leichte Aufgabe, das Fahrzeug durch dieses glitschige Gelände zu manövrieren.

Tundani gets captured– – the orphan is then prepared for the flight to Nairobi

Nach einiger Zeit und nachdem das Fahrzeug öfter im dicken Schlamm steckengeblieben war, gelang es tatsächlich, das Kalb abzuholen und zur Straße zurückzukehren um es nun so schnell wie möglich zum Ithumba-Flugfeld zu bringen. Dort wartete bereits das Rettungsflugzeug mit einigen Keepern aus Nairobi, die mitgekommen waren, um das Kalb während des Fluges zu versorgen.

Tundani's rescue plane– – securing the orphan in the plane

Um 5 Uhr nachmittags startete das Rettungsflugzeug mit dem Kalb und den Keepern in Ithumba. Der Waise blieb auch während des Fluges ruhig und benahm sich den Keepern gegenüber sehr freundlich. Vielleicht ahnte er, dass sie gekommen waren um ihm zu helfen und dass er nun in sicheren Händen war. Als er endlich im Waisenhaus in Nairobi ankam und es bereits dunkel wurde, verhielt er sich gar nicht aggressiv, sondern akzeptierte die Keeper und vertraute ihnen sofort.

Tundani follows his keeper– – tundani at the stockades

Dieser neue Waisenjunge wurde nach der Gegend, in der er gefunden wurde, Tundani genannt. Seither hat er seine neue menschliche Familie akzeptiert und traf seine neue Elefantenfamilie schon zwei Tage nach seiner Ankunft, da er sein neues Zuhause von Anfang an bereitwillig angenommen hatte. Nach seiner zweiten Nacht in Nairobi war er sehr aufgedunsen, aber nachdem er nun die richtige Medizin bekommen hat, frisst er gut und genießt seine Zeit in den Wäldern des Nairobi Nationalparks.

Tundani meets Isaq-B at the Nairobi Nursery– – Balguda and Tundani

Tundani and Naipoki– – Tundani at the daily visiting hour

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Tundani

 

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