Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2011

Im vergangenen Monat gab es ganze fünf Rettungsaktionen! Die etwa zweieinhalbjährige Layoni wurde am 4. November aus der Masai Mara zu uns gebracht und hatte Bisswunden einer Hyäne an Hinterteil und Unterbauch, glücklicherweise nur oberflächlich. Die drei Wochen alte Sasab wurde am 8. November gerettet, nachdem sie von den Fluten des Uaso-Nyiro-Flusses fortgerissen und in der Nähe des Sasaab Camps im Samburu-Gebiet Kipsing angespült wurde. Noch am gleichen Tag wurde ein 6-monate altes verwaistes Elefantenweibchen von der Taita Ranch aus dem Nationalpark Tsavo-Ost gebracht. Das Gebiet um Buchuma ist ein Brennpunkt für wildernde Somali. Dem Kälbchen ging es leider schon beim Eintreffen sehr schlecht und sie brach kurze Zeit später zusammen und verstarb am nächsten Morgen. Am 20.11. kam die winzige Kithaka aus dem Imenti-Wald bei uns an. Das erst wenige Tage alte Kälbchen war aus Lewa Downs eingeflogen worden. Der fünfte und letzte Rettungsruf des Monats erreichte uns schließlich am 30. November aus dem Wildreservat Turkana-Süd. In dieser feindseligen Gegend leben noch einige wenige Elefanten, und diejenigen, die von dort gerettet und herausgeschafft wurden, sind wahre Glückspilze. Zu ihnen zählen Nasalot, die in Ithumba wieder in der Wildnis lebt, Turkwel und Kainok. Unser neuester Ankömmling wurde ‚Orwa‘ genannt und ist ein junger Bulle von etwa sechs Monaten. Er war furchtbar ausgetrocknet und unterernährt, ganz furchtbar mit anzusehen! Zwar nahm er schon in der ersten Nacht Milch an, musste beim Aufstehen aber immer noch unterstützt werden. Sollte er überleben, käme dies einem Wunder gleich.

Kithaka with Stephen IMG_0816 (1)

Für die Keeper in der Nairobi Nursery war es ein sehr hektischer Monat, der auch durch das Einsetzen des Regens nicht ruhiger wurde. Wegen des kalten, regnerischen Wetters mussten die Waisen im Stall bleiben, damit sie nicht an einer Lungenentzündung erkrankten. Auch Nashorn Solio trug mit seinen Streichen nicht gerade dazu bei, dass Entspannung einkehrte. Sie scheuchte die Keeper abends kräftig herum, wenn sie mal wieder nicht in ihre Stallung gehen wollte. Die älteren Nursery-Kühe (Mutara, Shukuru, Makireti, Tano und Turkwel) bemuttern die kleinen Babies und warten jeden Morgen vor der Stalltür. Jede will die Erste bei den Kleinsten sein. Turkwel’s neue Lieblinge sind jetzt Klein Sasab und Kithaka, was zur Folge hatte, dass ihr früherer Schützling Kainuk sehr eifersüchtig wurde. Sities und Naipoki haben ebenfalls Anzeichen von Eifersucht gezeigt, zuerst gegenüber der kleinen Ishaqbee, die bis zur Ankunft der neuesten Zugänge der Liebling aller war. Mutara, Makireti und Shukuru stürzten sich alle auf die winzige Kithaka, während sich Tano auf Sasab konzentrierte.

Dabassa IMG_0266

Die Schwellung von Ishaqbees Hinterbein ist deutlich zurück gegangen. Sie kann es mittlerweile belasten und beim Laufen mit der Herde mithalten. Ishanga ist und bleibt ein ‚Problemkind‘ und triezt nach wie vor Ishaqbee und die kleineren Kälbchen. Trotz allem kümmert sie sich immer noch besonders um diejenigen, die sich in ihrer Trauer vom Rest der Herde abseilen. Mutara hat in diesem Monat die Keeper überrascht, als sie sich mit Rombo, Dabassa und Kasigau davon schlich und auf Rufe der Keeper abends zuerst nicht reagierte. Die schieben es jedoch auf einfach das frische grüne Gras!

Layoni mit den kurzen Stoßzähnen, der bei seiner Ankunft recht kräftig war, tolerierte erst nach acht Tagen einen Keeper im Stall und durfte auch dann erst hinaus zu den anderen. Nachdem er eine ganze Weile keine Milch getrunken hatte, ist er jetzt umso gieriger, schubst und drängelte sich den Weg zur Flasche und brüllt, sobald er seine Ration ausgetrunken hat! Er und Rombo haben sich angefreundet und teilen sich jetzt nachts einen Stall. Kasigau wurde in Rombos alten Stall verlegt, denn obwohl der auch ein kleiner Drängler ist, scheint er den größeren Layoni zu respektieren.

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Die monatlichen Aufzeichnungen illustrieren immer wieder den Mutterinstinkt der jungen Weibchen, egal wie klein sie noch sind. Selbst noch Babys kümmern sie sich aufopferungsvoll um noch kleinere Elefanten, geben ihnen das sichere Gefühl von Alltag und weisen eifersüchtige Raufbolde zurecht. So kam es, dass Kainuk – vormals Turkwels absoluter Liebling – seine Position jetzt plötzlich an die kleine Ishaqbee und die noch kleineren Sasab und Kithaka abgeben musste! Sowohl Sities als auch Naipoki zeigten Ressentiments, als sie mit dem Eintreffen der neuen Babies bei Mutara, Shukuru und Tano nicht mehr die erste Geige spielten.

Die Jungbullen Dabassa, Rombo und Kasigau wurden mittlerweile an den Elefanten-Lkw gewohnt, mit dem sie nach Ithumba gebracht werden sollen, sobald es das Wetter zulässt. Wir hatten gehofft, sie schon bis Mitte November hinbringen zu können, aber heftige Regenfälle in Ithumba haben die Straße für den großen Lkw bisher unpassierbar gemacht. Rombo und Kasigau scheinen kein Problem mehr mit dem Truck zu haben und holen sich ohne Umschweife ihre Milch auf der Ladefläche. Dabassa will noch nicht so recht und lässt lieber eine Mahlzeit aus! Er wird am großen Tag also sicher sediert werden müssen. Es ist an der Zeit, dass die Bullen in eines der Auswilderungszentren in den Nationalpark Tsavo-Ost gebracht werden. Sie brauchen Erziehung von älteren Bullen, v.a. den Ex-Waisen und ihren wilden Freunden. Hinzu kommt, dass sobald die Babies in der Nursery Stoßzähne bekommen, sie sie auch gegen ihre Fresskonkurrenz einsetzen!

Die Nashörner: Solio wächst immer noch so schnell, dass man buchstäblich dabei zusehen kann und wird immer unabhängiger. Die Keeper müssen viel rennen, wenn sie sie abends in den Stall zurückbringen wollen. Sie wurde mittlerweile in Shidas alten Stall umgesetzt, der viel größer als ihr vorheriger ist und obendrein noch direkt an das Gatter von Max angrenzt. Max ist und bleibt von ihr besessen und lebt im wahrsten Sinne nur für den Kontakt mit ihr am Morgen, wenn sie geht, und abends, wenn sie kommt. Der Regen hat das Stallgelände in ein großes Schlammbad verwandelt, aber Max schläft selig unter einem großen Schauer auf seinem Heubett mit dem beruhigenden Geruch von Solio nebenan in seiner Nase. Beide Nashörner sind gesund, munter und zufrieden.

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Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: November 2011

Die Ithumba-Waisen wurden im November endlich für alle Opfer der Trockenzeit entschädigt. Nicht zuletzt durch die heftigen Regenfälle, die am 10. November einsetzten und den ganzen Monat andauerten. Die natürlichen Senken füllten sich wieder mit Wasser und die Pflanzenwelt schien innerhalb nur weniger Tage zu explodieren. Die Waisen (und alle anderen Elefanten) konnten sich nach Herzenslust satt futtern, endlos im Schlamm wälzen, und das künstlich angelegte Schlammbad, dass in der Trockenzeit mit Wasser gefüllt werden musste, hat sich in einen Mini-See verwandelt, in dem die Waisen sogar untertauchen können.

Ein ganz besonderes Ereignis war in diesem Monat Ex-Waise Mulikas Besuch mit ihrem erstgeborenen Kälbchen! Es war das erste in der Wildnis geborene Elefantenbaby aus der von Yatta geführten Ithumba-Herde. Auch Yatta ist hochtragend. Mulika war am 6. Oktober nicht beim Rest der Gruppe (bestehend aus Nasalot, Kinna, Lualeni, Loijuk, Naserian und Selengai, begleitet von den Bullen Buchuma und Orok), aber schon am nächsten Tag brachte sie ihr Neugeborenes mit zum Schlammbad, wo sich auch die Waisen tummelten. Sie zeigte es voller Stolz den Keepern und den Waisen. Dame Daphne Sheldrick und ihre Gäste Phillip und Esther Wolf aus der Schweiz (Unterstützer der ersten Stunde) waren zu dieser Zeit in Ithumba, und dieser Tag sollte damit für sie zu einem unvergesslichen Erlebnis werden!

orphans playing with rain water (10)

Head Keeper Benjamin raste zurück zum Stall, um schnell in Nairobi anzurufen und die frohe Kunde zu überbringen und die Videokamera des Trust zu holen. So konnte er das freudige Ereignis für die Internetseite des Trust einfangen und festhalten. In Nairobi wurde die Nachricht natürlich ebenso erfreut aufgenommen. Robert Carr-Hartley und Pilot Nick Trent schwangen sich im Nu im Kleinflugzeug des Trusts in die Lüfte, um alles von oben aus zu filmen – mit einer deutlich höheren Auflösung als es die kleine Videokamera in Ithumba vermag. So können Mulikas Pateneltern auf der ganzen Welt ganz nah dabei sein.

Ex-Waise Mulika hatte ihre Mutter im Meru Nationalpark verloren als sie erst sieben Monate alt war. Sie wurde in der Nairobi-Nursery von Hand aufgezogen und ist inzwischen elf Jahre alt, also noch ziemlich jung, um Mutter zu werden. Sie und Yatta wurden im Februar 2009 vom selben Bullen gedeckt, und so waren wir ein bisschen überrascht, dass Mulikas Baby schon geboren wurde, wir hatten nicht vor Dezember 2011 damit gerechnet. Zumal Yatta vom gleichen Bullen tragend war und wir eigentlich annahmen, dass sie ihr Kälbchen eher auf die Welt bringt, da ihr Gesäuge schon viel praller war. Mulikas Baby ist ein winzigkleines Weibchen und wurde von Head Keeper Benjamin ‚Mwende‘ genannt, was in der Stammessprache der Mkamba so viel heißt wie ‚Familienmitglied‘. Und das ist sie auf jeden Fall; sie wird von allen Mitgliedern in Yattas Herde geliebt und verwöhnt. Auch die wilden Elefanten und ihre ganze menschliche Familie können sich kaum an ihr satt sehen.

Als Robert mit dem Flugzeug in Ithumba landete, war Mulika mit ihrem Nachwuchs im Stallgelände und naschte ein paar Milchwürfel und Luzerne in ihrem alten Stall. Robert und die Keeper liefen danach mit ihr und dem Kälbchen in den Busch zurück bis die Dunkelheit hereinbrach, immer begleitet von Horden künftiger ‚Kindermädchen‘. Am nächsten Morgen machten sie sich noch einmal auf die Suche, aber konnten Mulika, ihr Baby, die anderen Ex-Waisen und die wilden Elefanten nirgends finden. Am 10. und am 18. November kam sie kurz ins Stallgelände und die kleine Mwende sah kräftig, gesund und zufrieden aus – und an fürsorglichen Betreuerinnen schien es nicht zu mangeln! Die Waisen hatten beim Eintreffen der Herde leider schon das Gelände verlassen.

Jetzt, da es wieder überall frisches Futter und Wasser gibt und Mulikas Baby im Fokus des Interesses steht, waren die Ex-Waisen in diesem Monat nicht so oft im Stallgelände. Wendi und ihre Gruppe warteten bei Tagesanbruch des 15. auf die Jüngsten und begrüßten sie kurz, bevor sie sich auf den Weg ins Kalavoto-Gebiet machen. Die Waisen blieben zurück und grasten in Kone. Am 18. November kamen die Ex-Waisen Lualeni und Naserian zusammen mit den Bullen Rapsu und Kamboyo zum Gehege. Naserian führte die Ithumba-Waisen in den Busch und blieb noch eine ganze Weile bei ihnen.

Am 27. trafen die Waisen im Kalavoto-Gebiet auf Wendis Gruppe und Ithumbah war sehr versucht, abends mit den Ex-Waisen mit zu gehen. Die Keeper ermunterten Wendi dazu, mit zum Stallgelände zu kommen, so dass Ithumbah ihnen folgen würde. So kam es dann auch, und sobald Ithumbah sah, wie alle zu ihren Milchflaschen rannten, verwarf sie ihre ‚Fluchtpläne‘ und mischte sich wieder unter den Rest der Gruppe.

Ein anderer Waisenelefant in Ithumba, der schon jetzt mit der Wildnis liebäugelt, ist Ololoo. Am 4. November war er mit einer wilden Herde verschwunden, und die Keeper fanden ihn erst am nächsten Morgen in Kalavato wieder – in Begleitung zweier wilder Bullen. Diese flüchteten als sie die Männer sahen, so dass sie Ololoo wieder zu seiner Gruppe zurückbringen konnten. Er war schon relativ alt (2 Jahre), als er verwaiste, und so kann er sich noch besser als andere an seine Zeit in der Wildnis erinnern. Obwohl er immer noch Milch zugefüttert bekommen muss, sehnt er sich nach der Wildnis. olare & kalama feeding
Die jungen Bullen Kilaguni, Sabachi und Kibo wetteifern die meiste Zeit und verwickeln sich ständig in Ringkämpfe. Kilaguni zieht für gewöhnlich den Kürzeren, aber er gibt sich nie geschlagen und hofft, dass er es Sabachi und Kibo eines Tages ‚zeigen‘ kann. Eines Tages hatte Sabachi den kleineren Chemi Chemi hingeschubst und später offenbar ein schlechtes Gewissen. chemi chemi (1)Kilaguni witterte seine Chance und stürzte sich auf den reumütigen Sabachi. Chemi Chemi genügt sich beim Spielen meistens selbst und so hatte er einen fantastischen Monat, den er mit ausgiebigen Rutschpartien und Suhlen im Schlamm und Regenpfützen verbrachte. So ging es aber auch dem Rest der Gruppe. Während Olare und Melia in diesem Monat eher miteinander beschäftigt waren, führten Kalama und Kitirua die Gruppe morgens oft in den Busch und abends zurück in die Ställe. Der November war also ein ganz großartiger Monat, sowohl für die 16 Ithumba-Waisen, die noch von ihren Keepern betreut werden, als auch für unsere Ex-Waisen, die nun ihr eigenes Leben in der Wildnis haben. Wir erwarten nun sehnsüchtig auch die Geburt von Yattas erstem Baby!

Monatsbericht für die Voi-Gruppe: November 2011

Heftige Regenfälle am 10. November füllten die Wasserlöcher und überzogen die Landschaft mit einem frischen Grün. Die Elefantenwaisen in Voi haben eine weitere harte Trockenzeit überstanden. Aufgrund des mangelnden Nahrungsangebotes wurde ihnen zusätzlich Kraftfutter zugefüttert. Die Freundschaft von Shimba und Taveta ist im November noch einmal enger geworden. Die beiden sind einfach unzertrennlich, und es vergeht kaum ein Tag, an dem die beiden nicht miteinander spielen und ringen. Shimba war immer sehr entspannt und ruhig, mittlerweile ist er unglaublich aufgeblüht – kein Wunder bei so einem verspielten Freund wie Taveta. Gelegentlich verbünden sich beide und fordern den größeren und stärkeren Siria heraus. Auch die Antipathie zwischen Taveta und Tassia hält an. Nach der Ankunft von Emsaya, die Wasessa nun zu ihrem neuen Liebling erklärt hat, spielt Tassia nun die zweite Geige, was ihn förmlich aus der Bahn geworfen hat. Er hegt großen Groll gegenüber Emsaya und ließ sogar seine zweite Flasche Milch stehen, als er sie ohne Wasessa sah und angreifen wollte. Lempaute wetteifert dagegen mit Wasessa um Emsaya, die nun einmal die Kleinste und damit von allen Umsorgte ist. Auch die kleine schwache Dida wird nach wie vor behütet, vor allem von Kenia und Sinya.

Dida frnt matching 4 a milk bottle

Der andere Voi-Zugang, Kivuto, hat gut zugenommen und ist inzwischen fit genug, um mit den anderen im Schlamm zu suhlen. Das Kälbchen kam sehr ausgehungert bei uns an, die Mangelernährung bewirkte sogar eine Knorpelschwäche, so dass seine Ohren merkwürdig abgeknickt herabhingen. Die Keeper waren schwer beeindruckt, als sich eines der Ohren während des Milchtrinkens plötzlich wieder aufrichtete! Ein deutliches Zeichen der Besserung!

Am 13. November trafen die Waisen auf dem Weg zum Schlammbad auf Emily, Edie und die Ex-Waisen. Es gab eine aufgeregte Begrüßung, aber Mweya und Sweet Sally ließen Eve und Ella, die Babys von Emily und Edie, keinen Moment aus den Augen. Sie alle wälzten sich im Schlamm und Thoma blieb später bei den Waisen, während die anderen weiter zogen. Er balgte sich mit Siria und graste noch zwei Stunden mit den Kleinen, bevor er sich wieder zu den Ex-Waisen gesellte. Schon am nächsten Tag trafen sich die beiden auf der Ostseite von Mazinga Hill wieder. Da sie aber in verschiedene Richtungen unterwegs waren, begrüßten sie sich dieses Mal nur kurz. Thoma und Seraa blieben noch kurz zurück, um dann später ihrer Gruppe hinterher zu rennen. Die waren nämlich auf dem Weg ins Stallgelände, um sich eine Handvoll Kraftfutter abzuholen, und das konnten sie sich schließlich nicht entgehen lassen! Emilys Gruppe kam auch am 22.11. noch einmal zum Stallgelände, allerdings zu spät, die Waisen waren schon unterwegs im Busch. Sweet Sally, die ja ohnehin immer auf die kleine Eve aufpasst, schien dem kleinen Baby näher zu stehen, als ihrer Mutter – aber das ist in der Elefantengemeinschaft gar keine Seltenheit.

Am 18. November schlossen sich die Kleinen einer sehr großen, aber freundlichen und wilden Elefantenherde auf der Nordseite von Mazinga Hill an. Es wurde lose Kontakt aufgenommen, Wasessa und Lesanju durften sogar näher an das kleine wilde Kälbchen und seine Mutter herankommen, was ihnen sichtlich gefiel. Die Waisen verbrachten den ganzen Nachmittag mit der Herde und trennten sich erst am Abend, als es Zeit wurde, nach Hause zu gehen.

Als die Ex-Waisen am Morgen des 28. November ins Stallgelände kamen, erlaubten Eves und Ellas Babysitter Sweet Sally, Ndara und Mweya den Waisen nicht, ihren Schützlingen zu nahe zu kommen. Edie vergnügte sich inzwischen bei einem Ringkampf mit Siria.

Lesanju running 4 milk

Schwanzbeißen ist eine Maßnahme, mit der sich junge Elefanten gegenseitig bestrafen. Wasessa biß in Mzimas Schwanz, nachdem der sich im Schlammbad auf Tassias Kopf gesetzt und ihn fast ertränkt hatte. Später im November, wurde Mzima noch einmal in den Schwanz gebissen – dieses Mal von Siria – und brüllte so laut, dass ihm die Keeper zu Hilfe kommen mussten und Siria ausschimpften.

Siria ist der älteste und stärkste Bulle der Gruppe. Er ist außerdem der offenste und kontaktfreudigste der Waisen-Gruppe, wenn die auf wilde Herden stoßen. Gegen Ende des Monats schloss er sich einer wilden Gruppe an und reagierte auch nicht auf Rufe der Keeper. Die verfolgten die Herde und überzeugten ihn schließlich zur Umkehr, aber nur schwer, er schien sich sehr wohl zu fühlen und, besonders in der Gegenwart des kleinen wilden Kälbchens.

Taveta war im November nur knapp einer großen Tragödie entgangen. Auf dem Weg zum Schlammbad (und den Milchflaschen) trat er fast auf eine Puffotter, die auf dem Trampelpfad lag. Die Keeper sahen sie gerade noch rechtzeitig und konnten das Unglück abwenden, denn Puffottern gehören zu den giftigsten Schlangen Afrikas überhaupt.


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