Waisen-Eli-News

Am 17. März 2019 bekam Robert Carr-Hartley vom Sheldrick Wildlife Trust (SWT) einen Anruf von Samuel Tunai, dem Gouverneur des Bezirks Narok. Dieser Bezirk im Westen Kenias enthält unter anderem das Schutzgebiet Maasai Mara. Von dort war dem Gouverneur von einem verwaisten Elefanten berichtet worden, und ein Team von Wildhütern wurde ausgeschickt, um das Kalb zu beobachten und zu beschützen, sollte es nötig werden.

Drei Tage zuvor war in der Nähe der Kadaver einer Elefantenkuh gefunden worden, die Milch gegeben hatte, und die Vermutung lag nahe, dass das verwaiste Kalb ihr Baby gewesen war. Andere Elefanten hielten sich in der Gegend auf, aber keine der Gruppen schien das Baby aufnehmen zu wollen. Es war in einem Alter, in dem es auf jeden Fall noch Milch und Schutz vor Raubtieren brauchte und ansonsten nicht überlebt hätte. Noch am Tag der Rettung traf es auf eine kleine Gruppe, bestehend aus einer Kuh mit ihren drei Kälbern, von denen eines sich sehr für das kleine Baby interessierte. Die Begegnung war zwar sehr freundschaftlich, aber kurz, und die kleine Herde zog weiter, während das Baby allein zurück blieb; es machte noch nicht einmal Anstalten mitzugehen.

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Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Am Freitag, den 31. Mai 2019 war der Tag gekommen, an dem Malima, Mapia und Kuishi dorthin zurückkehrten, wo sie einmal geboren worden waren: sie zogen nach Ithumba in Tsavo um!

Jetzt, wo die mildere Jahreszeit gekommen ist und es nach einigem Regen wieder grüner geworden ist, ist eine günstige Zeit, um wieder einmal Waisen aus Nairobi in die Auswilderungsstationen nach Tsavo zu bringen. Den Anfang sollten die etwas älteren Elefanten machen – und als allererstes die etwas frecheren: Malima, Kuishi und Mapia! Um die Umzugskandidaten rechtzeitig an das Prozedere zu gewöhnen und den Umzugstag nicht allzu stressig werden zu lassen, wurden sie wie immer zuvor an den LKW gewöhnt. Der Umzug selbst begann mit dem Einsteigen um 3 Uhr morgens, bei sanftem Licht aus den Lampen in den Bäumen. Diesmal beschlossen die Keeper, gleich alle drei auf einmal einsteigen zu lassen, denn Kuishi schien am Vortag schon Verdacht zu schöpfen und spürte, dass etwas besonderes passieren würde. Das klappte hervorragend: die drei Rabauken gingen alle zusammen in die Abteile im LKW und waren sicher verstaut, ohne dass ihnen irgendetwas anders vorgekommen wäre als im Training. Zum Glück sind die drei so in ihre Milchflaschen vernarrt, dass sie sich gar keine Gedanken machten, dass etwas seltsames passieren könnte. So war nach zehn Minuten schon alles bereit, und die Fahrt konnte rechtzeitig vor der üblichen Hauptverkehrszeit in Nairobi losgehen.

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Dololo ist ein kleiner Elefant, der schrecklich abgemagert im Waisenhaus ankam. Damals hatte sein Verdauungssystem mit massenhaft Parasiten zu kämpfen, und seine Augen waren infiziert, sodass ein harter Kampf um sein Leben begann. Jetzt aber, neun Monate später, hat er sich zu einem fröhlichen, gesunden und stattlichen kleinen Bullen entwickelt.

Mit seiner Gesundheit ging es in diesen Monaten auf und ab, und es gab Zeiten, da mussten die Keeper und Helfer beim Sheldrick Wildlife Trust (SWT) das schlimmste befürchten. Am Abend des 8. September 2018 war Dololo in ein Wasserloch auf dem Gebiet einer der Ranches am Rand des Tsavo East Nationalparks gefallen. Vermutlich war er aber schon vorher verwaist, denn er war schon abgemagert und schwach gewesen, sodass er nicht mehr die Kraft hatte, sich auf den Beinen zu halten und sich aus dem klebrigen und rutschigen Matsch zu befreien. Als er entdeckt worden war, lag sein Gesicht und der größte Teil seines Körpers unter Wasser, und er musste den Rüssel wie einen Schnorchel hoch halten, um überhaupt atmen zu können. Er hatte offenbar schon über zwölf Stunden so im Wasser gelegen, als er gerettet wurde.

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Sonntag, 31. März 2019

Murera und Alamaya

Die Waisen in angenehm kühlem sumpfigen Gebiet

Shukuru erkundet den Wald

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