Ithumba

Am Freitag, den 31. Mai 2019 war der Tag gekommen, an dem Malima, Mapia und Kuishi dorthin zurückkehrten, wo sie einmal geboren worden waren: sie zogen nach Ithumba in Tsavo um!

Jetzt, wo die mildere Jahreszeit gekommen ist und es nach einigem Regen wieder grüner geworden ist, ist eine günstige Zeit, um wieder einmal Waisen aus Nairobi in die Auswilderungsstationen nach Tsavo zu bringen. Den Anfang sollten die etwas älteren Elefanten machen – und als allererstes die etwas frecheren: Malima, Kuishi und Mapia! Um die Umzugskandidaten rechtzeitig an das Prozedere zu gewöhnen und den Umzugstag nicht allzu stressig werden zu lassen, wurden sie wie immer zuvor an den LKW gewöhnt. Der Umzug selbst begann mit dem Einsteigen um 3 Uhr morgens, bei sanftem Licht aus den Lampen in den Bäumen. Diesmal beschlossen die Keeper, gleich alle drei auf einmal einsteigen zu lassen, denn Kuishi schien am Vortag schon Verdacht zu schöpfen und spürte, dass etwas besonderes passieren würde. Das klappte hervorragend: die drei Rabauken gingen alle zusammen in die Abteile im LKW und waren sicher verstaut, ohne dass ihnen irgendetwas anders vorgekommen wäre als im Training. Zum Glück sind die drei so in ihre Milchflaschen vernarrt, dass sie sich gar keine Gedanken machten, dass etwas seltsames passieren könnte. So war nach zehn Minuten schon alles bereit, und die Fahrt konnte rechtzeitig vor der üblichen Hauptverkehrszeit in Nairobi losgehen.

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Sonntag, 31. März 2019

Lualeni, Baby Lulu und Malkia

Sunyei und Siku

Die Waisen baden im Wasserloch

Sonntag, 31. März 2019
Der Himmel war am Morgen wieder blau, und es scheint doch noch länger zu dauern, bis die Regenzeit anfängt. Yatta und ihre Ex-Waisen-Herde schaute beim Luzernenheufrühstück vorbei und verabschiedete sich dann bald wieder. Malkia konnte noch kurz Lulu Hallo sagen, auch wenn Lulu kaum Notiz von ihr nahm. Turkwel und Enkikwe kauten auf Zweigen herum, als sie nach der Behandlung ihrer Verletzungen aus dem Gehege kamen, und die Waisen brachen bald auf, um nicht zu spät mit dem Grasen zu beginnen. Nach dem Mittagsschlammbad tauchte ein riesiger Bulle auf, und Galla, Rapa, Tusuja und Kauro hoben ihre Rüssel, um ihn zu beschnuppern, während er an ihnen vorbei ging. Sie traten aber schnell den Rückzug an, als er auf sie zukam! Es blieb heiß, und die Waisen stellten sich unter einem großen Baum in den Schatten und waren am Abend erst zufrieden, nachdem sie sich noch einmal im Matschloch am Wegesrand abgekühlt hatten.

Samstag, 30. März 2019

Mundusi kratzt sich das juckende Ohr an einem Baum

Tusuja und Olsekki

Die Waisen an der Tränke vor den Gehegen

Samstag, 30. März 2019
Barsilinga und Naseku hingen am Morgen hinterher, als es hinaus in den Busch ging, sodass sie rennen mussten, um ihre Freunde wieder einzuholen. Sie veranstalteten ein kleines Wettrennen, und Naseku hatte die Nase vorn. Tusuja schloss sich zum Grasen mit Olsekki zusammen und Mundusi mit Ukame. Beim Schlammbad kamen fünf wilde Bullen zu Besuch, und Olsekki forderte Tusuja zum Kräftemessen heraus, bei dem Tusuja sich geschlagen geben musste. Kurz darauf brachte ein Pavian, der an den Waisen vorbei rannte, Unruhe in die Herde, die sich zu ihren Keepern flüchtete.

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