Die Waisen im November

Lodo im Wasser

               

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Die Waisen im Dezember

Die Waisen beim Baden

               

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Die Waisen im Oktober

Die Waisen in ihrem Element

               

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Die Waisen im September

V.l.n.r.: Taroha, Mzinga, Mokogodo, Weka

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: September 2023

Der neue Monat begann wie jeder Tag mit einer freudigen Wiedervereinigung der Decken-Babys. Im Licht der aufgehenden Sonne tappsten die jüngsten Waisen leise aus ihren Ställen. Wie üblich hatten sie das Gelände ein paar Minuten lang ganz für sich allein, bevor sich die großen Jungen und Mädchen zu ihnen gesellten. Shujaa watschelte herum, während sich Nyambeni und Mzinga,  Pardamat und Talek mit ihren Rüsseln umarmten. Taroha und Mokogodo begrüßten sich, als wären sie nicht nur ein paar Stunden, sondern mehrere Tage voneinander getrennt gewesen. „Die Waisen im September“ weiterlesen

Die Rettung von Mzinga

(übersetzt aus dem englischen Bericht des Sheldrick Wildlife Trust; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Mzinga hat ihr Leben einem glücklichen Umstand zu verdanken: einer der Mitarbeiter des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) beschloss am 9. Februar 2022 nach einem langen Tag draußen im Busch, noch einmal die Voi-Wasserleitung entlang zu fahren und sich dort umzuschauen. An einer abgelegenen Stelle an dem staubigen Fahrweg entdeckte er in der Nähe des Mzinga-Bergs einen winzigen Elefanten! Das kleine Mädchen war ganz allein in der endlosen Wildnis um sie herum.

Rund um den Mzinga-Berg gibt es jede Menge Elefanten. Vor über einem halben Jahrhundert bauten David und Daphne Sheldrick die ersten Stallungen am Fuße des Berges, und die Waisen der Voi-Herde verbringen heute noch jeden Tag an den Hängen des Berges. Die Gegend liegt an der Wasserleitung, die von den Quellen in Mzima Springs bis nach Mombasa führt, und da aus der Leitung häufig Wasser läuft, bilden sich an etlichen Stellen kleine Wasserlöcher. Diese sind ein beliebtes Ziel für Elefanten-Herden wie auch einzelne wilde Besucher aller Arten – allerdings auch immer wieder Raubtiere!

An diesem Abend merkte der SWT-Mitarbeiter, dass etwas nicht stimmte. Das Kalb war winzig und konnte nicht älter als einen oder zwei Monate sein – und es war vollkommen allein. Ein Baby-Elefant in diesem Alter ist normalerweise nicht einmal ein paar Minuten lang allein, aber hier waren weit und breit keine Herden in Sicht. Mit Verstärkung wurde das umliegende Gebiet nach weiteren Elefanten abgesucht, doch soweit das Auge reichte, war in dem ausgedehnten Grasland nichts zu finden. Es war klar, dass das Baby eine Waise war.

 

 

 

 

 

Es konnte nicht geklärt werden, was mit der Mutter des Kalbs passiert war und warum es zurückgelassen wurde. In der Nähe wurden keine Elefanten-Kadaver gefunden, und da es recht weit im Inneren des Parks gefunden worden war, ist es unwahrscheinlich, dass ein Mensch-Wildtier-Konflikt die Ursache war. Möglicherweise war ihre Mutter woanders verendet, und die Kleine war einer Herde hinterher gelaufen, bis sie schließlich nicht mehr mithalten konnte und zurückblieb. Dafür war sie aber in erstaunlich gutem Gesundheitszustand – ganz anders, als andere Waisen, die tagelang ohne die Milch ihrer Mutter auskommen müssen, bevor sie gerettet werden.

 

 

 

 

 

 

Das Kalb wurde Mzinga genannt, um daran zu erinnern, wo es gefunden wurde. Dass das Mädchen ziemlich klein war, machte die Rettung vergleichsweise einfach. Nachdem kein Zweifel bestand, dass es sich um eine Waise handelte, gab der Kenya Wildlife Service (KWS) grünes Licht, und die Helfer des SWT machten sich an die Arbeit. Während einige Keeper aus Voi auf dem Weg zu der Stelle waren, pirschte sich der Mitarbeiter, der Mzinga gefunden hatte, an sie heran und konnte sie ganz allein festhalten. Das ging deutlich problemloser als befürchtet – manchmal ist auch ein Baby-Elefant schon ein ganz schöner Brocken!

Da es schon spät war, brachte das Team die kleine Mzinga direkt zu den Stallungen in Voi, wo sie die Nacht über sicher war. Mbegu, Tagwa, Tamiyoi und die anderen kollerten ihr den ganzen Abend beruhigend zu und gaben ihr zu verstehen, dass sie in guten Händen war.

Bei Sonnenaufgang am nächsten Morgen holte der Hubschrauber des SWT Mzinga ab und brachte sie in die Nursery nach Nairobi, wo sie die nächsten drei Jahre zu Hause sein würde. Doch bald ging es auch schon los mit dem Zahnen – eine ganz schwierige Zeit für Baby-Elefanten, in der so ein kleiner Körper einiges durchmachen muss. Sie verlor auch an Gewicht, so dass sie sehr zu kämpfen hatte.

Aber es stellte sich bald heraus, dass Mzinga eine Kämpfernatur ist! Auch wenn sie eingefallene Backen hatte und ihr Gesundheitszustand sich verschlechterte, ließ sie sich doch nicht den Mut nehmen. Wenn die Keeper sie auf einen kurzen Spaziergang auf dem Gelände des Waisenhauses mitnahmen, marschierte sie zielstrebig neben ihnen her, mit baumelndem Rüssel und aufgestellten Ohren. An Tagen, an denen es ihr sichtlich schlecht ging, schienen ihre wachsamen Augen trotz allem zu sagen, dass sie nicht aufgeben würde.

Als der letzte Zahn schließlich draußen war, fing es an, wieder aufwärts zu gehen. Ausgestattet mit einer bunten Decke, wuselt sie nun im Waisenhaus herum, als wäre sie schon ewig dort. Kurz nach ihrer Rettung kam ein ähnlich junges Kalb im Waisenhaus an, und sie nahm sich des neuen kleinen Mädchens an und wurde so etwas wie ein Mentor für sie.

 

 

 

 

 

 

 

Niemand weiß, was die Zukunft bringt, aber es deutet sich an, dass Mzinga einmal die Mini-Leitkuh der Waisenherde werden könnte. Für den Moment ist sie jedenfalls erst einmal die Königin der Decken-Truppe bei den Waisen!

Übernehmen Sie jetzt mit einem KLICK eine Patenschaft für Mzinga