Der Wild Is Life Trust hat zusammen mit Kiki’s Zimbabwe und Birdwoods Zimbabwe das Kunst-Projekt „One By One“ ins Leben gerufen, um Bewusstsein für den Schutz von Elefanten zu schaffen und um finanzielle Mittel für Nichtregierungsorganisationen in Simbabwe zu gewinnen, die sich für den Elefanten-Schutz engagieren.

 

Für dieses Kunst-Projekt werden Metall-Elefanten von einheimischen Schweißern angefertigt und von Künstlern aus Simbabwe gestaltet. Wer sich für einen dieser Kunst-Elefanten interessiert, kann ihn als Pate sponsern. Die Kunst-Elefanten werden an verschiedenen Plätzen aufgestellt und mit dem Namen des Paten versehen. Die Spendengelder, die dieses Kunst-Projektes einbringt, unterstützen Organisationen in Simbabwe, die sich für den Schutz der Elefanten einsetzen.

 

Unser Verein „Rettet die Elefanten Afrikas“ unterstützt mit einer Patenschaft dieses Kunst-Projekt. Unsere beiden Elefanten wurden von Roxy Danckwerts, der Gründerin des Elefanten-Waisenhauses, gestaltet. Sie stellen dar, wie Roxy ihre mit der Flasche aufgezogenen Elefanten-Mädchen in einigen Jahren am liebsten sehen möchte: als stolze Elefanten-Mutter mit einem eigenen Kalb – frei und wild lebend. Roxy hat ihnen den Namen „Princess Narcisse und ihr Flower Child“ gegeben. Mit ihrer goldenen Farbe leuchten sie warm im Sonnenlicht. Roxy hat diese Farbe für die kleine Elefantenfamilie bewusst gewählt, denn Gold steht für Zuversicht und für die Heilung von Leiden. Gibt es ein schöneres Symbol, den Wunsch für eine glückliche Zukunft für die Elefantenwaisen auf künstlerische Art und Weise auszudrücken?

 

Princess Narcisse und Flower Child

Princess Narcisse und Flower Child

Princess Narcisse

Princess Narcisse

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Am 24. Juli kam Mutaras Herde von Ex-Waisen zu den Stallungen, und es war klar erkennbar, dass Turkwel mit Löwen gekämpft hatte, von denen einer ihr offenbar sogar auf den Rücken gesprungen war. Sie hatte tiefe Krallenspuren um ihren Schwanzansatz herum und an den Hinterbeinen. Es sah aber so aus, als wenn die Verletzungen nicht allzu schlimm waren. Sie wurde gleich in ein Gehege gelassen, und die Wunden wurden gesäubert und behandelt. Sie verstand auch sehr gut, dass die Keeper ihr helfen wollten und machte es ihnen leicht, und auch ihre Freunde aus der Herde protestierten nicht, als sie die Nacht im Gehege verbringen sollte. Turkwel ist jetzt neun Jahre alt und lebt seit etlichen Monaten unabhängig von den Keepern in der Wildnis; die Löwen, die sie angegriffen hatten, waren wohl von dem gleichen Rudel, das den Waisen nun schon seit längerem Sorgen bereitet.

Turkwels Wunden am SchwanzMutaras Herde besucht Turkwel

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Etwa sechs Monate ist es her, dass Enkikwe von Löwen angefallen und beinahe von ihnen getötet wurde; das geschah am 1. Februar 2018 am Kalovoto-Fluss in Ithumba. Er verdankt sein Leben seinen tapferen Artgenossen, den Ex-Waisen Makena, Tumaren und Rapsu, die sich den Löwen entgegenstellten und ihn retteten; so jedenfalls lassen es die Spuren am Ort des Geschehens und der Lärm, den man bis zu den Stallungen hatte hören können – auch wenn in dem Moment niemand mit einem solchen Drama gerechnet hatte – vermuten. Danach eskortierten sie ihn zur Auswilderungsstation zurück, wo er behandelt wurde. Er hat sein Schicksal mit viel Geduld und Ausdauer angenommen und die Zähne zusammengebissen – und inzwischen macht er auch entsprechend gute Fortschritte!

Enkikwe wird nach dem Löwenangriff behandeltEnkikwe nach der Behandlung im Gehege

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Am Samstag, den 16. Juni absolvierte Shukuru ihren Umzug in die Auswilderungsstation in Umani Springs, nachdem sie sich sechs Monate im Waisenhaus in Nairobi erholt hatte. Sie schließt sich nun der Herde von 11 glücklichen Waisen im Kibwezi-Wald an.

 

 

Dezember 2017 wurde beschlossen, Shukuru aus der Auswilderungsstation in Ithumba zurück nach Nairobi zu bringen. Sie hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, und es sollte sichergestellt werden, dass sie die beste medizinische Versorgung durch das Tierarztteam bekommt, mit regelmäßigen Bluttests und den möglicherweise notwendigen Behandlungen. Und natürlich sollte sie auch weiterhin liebevoll umsorgt werden!

Mit der Zeit ließ sie die größten Probleme hinter sich, und es musste eine Entscheidung getroffen werden, wie es mit ihr weitergehen sollte. Ihr Gesundheitszustand war noch keineswegs perfekt – was auch nicht zu erwarten war, nachdem sie sich jahrelang damit hatte herumschlagen müssen. Andererseits schien sie sich im Waisenhaus zu langweilen, vor allem, nachdem die etwas älteren unter ihren Freunden vor kurzem nach Tsavo umgezogen waren. Ihr fehlten die gleichaltrigen Elefanten und das abwechslungsreiche Leben, das sie in ihren vier Jahren in Ithumba kennengelernt hatte, doch sehr.

Shukuru im Umzugs-LKWAuf dem Weg in den Kibwezi-Wald

Umani Springs ist die neueste Auswilderungsstation des DSWT und besonders geeignet für körperlich beeinträchtigte Elefanten und ihre Freunde. Dort gibt es das ganze Jahr über genug Futter und Wasser, sodass die Waisen nicht weit laufen müssen, um genug zu fressen und zu saufen zu finden. Da Shukuru es im heißen Ithumba nicht leicht gehabt hatte, ist die Hoffnung, dass Umani Springs das geeignete Zuhause für sie sein wird.

Die Einfahrt zum Kibwezi-WaldDer Transporter fährt an den Stallungen vor

Das Einsteigen in den Umzugs-Transporter startete nachts um 2:30 Uhr, um während der Fahrt freie Straßen und erträgliche Temperaturen ausnutzen zu können. Nachdem Shukuru schon zweimal mit dem LKW gefahren war – einmal auf der Reise von Nairobi nach Ithumba im Jahr 2013 und einmal zurück letzten Dezember – wäre es nicht verwunderlich gewesen, wenn sie sich geziert hätte, erneut einzusteigen. Erstaunlicherweise zögerte sie aber keine Sekunde, sondern ging geradewegs hinein! Vielleicht dachte sie, sie würde zu ihren Freunden in Ithumba zurückkehren. Die Fahrt nach Umani Springs, tief im Kibwezi-Wald, verlief ohne Zwischenfälle, und als Shukuru wieder ausstieg, war sie sichtlich verwirrt, sich an so einem unbekannten Ort wiederzufinden! Sie traf immerhin auf alte Bekannte – schließlich lebte sie 2012 schon zusammen mit Murera und Sonje im Waisenhaus. Beim Aussteigen verhielt sie sich allerdings gar nicht so, als würde sie sie wiedererkennen.

Shukuru ist ausgestiegenShukuru trifft Murera und Sonje

Als erstes traf sie auf Lima Lima, die das Gekoller des neu angekommenen Elefanten gehört hatte und aus dem Wald geeilt kam, um sie zu begrüßen. Kurz darauf kamen auch die anderen Waisen, die Shukuru bald umringt hatten, die Rüssel nach ihr ausstreckten und sie vorsichtig tätschelten. Shukuru sah ziemlich durcheinander aus und musste erst noch mit der Situation zurechtkommen, aber schon bald hatte sie die üppige Vegatation des Waldes entdeckt und ließ sogar ihre Milchflaschen und Luzernenheupellets links liegen, um sich an dem vielen leckeren Gras zu bedienen.

Besonders auffällig war es, wie klein Shukuru im Vergleich zu Murera ist, obwohl die beiden gleichaltrig sind, geboren im Jahr 2009. Das zeigt, wie gut sich die Waisen in Umani Springs entwickeln; sogar Alamaya und Mwashoti, die 2014 geboren sind, sind nicht viel kleiner Shukuru.

Shukuru, noch rot von der Erde in NairobiDie anderen wollen Shukuru kennenlernen

Nach einiger Zeit hat sich Shukuru nun sehr gut eingelebt; ihr Gesundheitszustand verbessert sich von Tag zu Tag und sie wirkt immer energiegeladener. Nachdem sie am Anfang vorsichtig war, scheint sie nun ihre neue Umgebung sehr zu mögen und hat sich besonders mit Lima Lima, Sonje und Mwashoti angefreundet. So ist sie schon ein ganz natürlicher Teil der Waisenherde in Umani Springs geworden. Ihr neues Umfeld scheint ihr nun sehr viel mehr Abwechslung zu bieten, und bei dem großen Futterangebot ist zu hoffen, dass sie bald wieder ganz gesund wird.

Shukuru futtertShukuru geht voraus

Shukuru im dichten, hohen GrasShukuru gefällt es gut in Umani Springs

Schon in den ersten paar Wochen in Kibwezi hat sie an Gewicht zugelegt, und sie tut inzwischen Dinge, die sie in den letzten Jahren wegen ihrer Gesundheit kaum gemacht hatte: sie wälzt sich enthusiastisch im Schlamm und planscht gern im tiefen Wasser herum. Das sind sehr gute Anzeichen, dass sie sich erholt, und alle sind guter Hoffnung, dass sich der Trend weiter fortsetzt. Shukuru macht jedenfalls einen glücklichen Eindruck in Umani Springs, und das ist sehr ermutigend zu sehen, nachdem sie es zuvor so schwer hatte.

Shukuru beim SchlammbadShukuru genießt das Schlammbad mit Mwashoti

Shukuru watet durch sumpfiges GebietShukuru grast im Wald

(übersetzt aus dem englischen Original)

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