Mwashoti

Der nächste Stopp der REA-Reise war Umani Springs. In dieser Auswilderungsstation leben zur Zeit 12 Elefantenwaisen: Sonje, Murera, Lima Lima, Quanza, Zongoloni, Jasiri, Faraja, Ziwa, Mwashoti, Ngasha, Alamaya und Shukuru.

 

Gerade für die Elefanten mit Handicap ist Umani ein Paradies: Es gibt genügend Wasser und Grün. Mittlerweile halten sich auch viele wilde Elefanten in diesem Gebiet auf, die vor allem abends den Waisen in den Stockades einen Besuch abstatten.

 

Morgens, wenn die Waisen die Stockades verlassen, bekommt Shukuru ihre Pellets und Akazienschoten noch innerhalb des Geländes, um in Ruhe, ohne von ihren stürmischen Freunden bedrängt zu werden, fressen zu können. Shukuru kam Anfang letzten Jahres aufgrund gesundheitlicher Probleme zurück aus Ithumba in die Nursery und ist jetzt Teil der Umani-Herde.

 

Eine ganz besondere Rolle nimmt Lima Lima ein. Sie fühlt sich für alle ihre „Familienmitglieder“ verantwortlich: für die Vierbeinigen genauso wie für Zweibeinigen. Sie achtet darauf, dass niemand zurückbleibt und warnt alle, sobald sie Gefahr wittert. Ein besonderes Auge hat sie auf Mwashoti, ihrem adoptierten Baby, mit dem sie morgens Seite an Seite in den Busch schlendert.

 

Hier ein paar Eindrücke aus Umani:

 

Umani-Waisen

Umani-Waisen

 

Die Umani-Waisen am Schlammbad

Die Umani-Waisen am Schlammbad

 

Shukuru

Shukuru

 

Murera und ihr Keeper Melchizedek

Murera und ihr Keeper Melchizedek

 

Lima Lima

Lima Lima

 

Mwashoti

Mwashoti

 

 

 

Dienstag, 30. April 2019
Die Elefanten waren früh wach; Alamaya und Mwashoti knabberten an der Rinde ihres Grünfutters herum, das ihnen aber schon zu trocken geworden war. Eine wilde Familie besuchte am Morgen die Waisen und wollte Zongoloni und Faraja kennenlernen, aber die beiden hatten kein Interesse. Bevor die wilden Elefanten sich den anderen nähern konnten, hatte Murera schon ihre Schützlinge zusammengesammelt und war mit ihnen in den Wald aufgebrochen. Beim Mittagsschlammbad tauchte ein freundlicher wilder Bulle auf. Er ließ sich sogar von den Keepern nicht abhalten und ging ruhig an Quanza und Sonje vorbei zum Wasserloch, wo sich ihm Ziwa anschloss. Die beiden schienen eine Weile zu plaudern, bevor der Bulle weiter zur Tränke ging und Ziwa wieder zu den anderen zurückkam, die zusammen mit den Keepern wieder zum Grasen aufbrachen.

Montag, 29. April 2019
Es war ein regnerischer Tag, und da alles nass und rutschig war, hatten es Murera, Sonje und Mwashoti mit ihren beschädigten Beinen schwer, mit den anderen mitzuhalten. Als es aufgehört hatte zu regnen, wollte niemand mehr im Schlammloch baden, da sich alle schon am Vormittag im Wald in den vielen kleinen Pfützen herumgewälzt hatten. Alamaya und Zongoloni rollten sich auf dem Boden herum und färbten sich dunkel ein. Bei der Mittagsfütterung kamen die beiden mit Lima Lima an und schnappten sich ihre Milchflaschen selbst. Als sie leer waren, ließen sie sie allerdings einfach wieder fallen, sodass die Keeper sie aufräumen mussten!

Sonntag, 28. April 2019

Die Waisen sind bereit für den neuen Tag

Die Waisen spielen nach ihrer Mittagsmilch auf dem Boden

Sonje folgt eilig Mwashoti zum Schlammloch

Freitag, 26. April 2019
Die Keeper hatten es heute schwer, die Waisen im Auge zu behalten, denn sie gerieten zwischen die wilden Elefanten. Murera, Shukuru und Mwashoti fanden nicht mehr zurück von ihren wilden Artgenossen, während Sonje sich aus dem Staub machte. Lima Lima merkte gar nichts von der ganzen Aufregung. Als die Waisen dann von der wilden Herde weg lief, versuchten die Keeper zu folgen, und einer von ihnen, Amos, wurde von einem Ast im Gesicht getroffen. Er rief die anderen um Hilfe, und als sie ihm wieder auf die Beine halfen, kam auch Lima Lima zurück, um nach ihm zu sehen! Amos wurde dann von seinen Kollegen zum nächsten Arzt gebracht, damit er am Auge behandelt werden konnte, wo er getroffen worden war.

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