Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.08.2019

Freitag, 30. August 2019
Bei der Mittagsmilch kamen Alamaya und Mwashoti angerannt und hoben ihre Flaschen, die die Keeper schön in einer Reihe aufgestellt hatten, selbst hoch. Das haben sie von Zongoloni gelernt, die damit angefangen hat. Lima Lima kam als letzte angerannt, damit sie nicht die anderen beim Trinken stört. Im Wald war das Trompeten von wilden Elefanten zu hören, und die Keeper waren sich unsicher, ob sie bis zum Wasserloch kommen würden. Lima Lima verschwand im Unterholz und schien nachsehen zu wollen, wer dort war. Offenbar kannte sie die wilde Herde, und sie kam bald wieder zurück zum Wasserloch. Die wilden Elefanten hielten sich noch eine Weile in der Umgebung auf und gingen dann in Richtung der Wasserquellen weiter.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.08.2019

Dienstag, 27. August 2019
Zum Mittagsschlammbad war es kühl und niemand wollte so richtig baden. Murera, Mwashoti und Alamaya gingen zum Schlammloch, um die Temperatur zu testen, aber Mwashoti fand das Wasser offenbar zu kalt und ging lieber schnell zum Staubbad weiter. Shukuru und Lima Lima gingen gar nicht erst in die Nähe des Schlammlochs, sondern soffen lieber nur etwas frisches Wasser. Am Abend ging Shukuru auf dem Heimweg voran, dicht gefolgt von Quanza, Lima Lima und Alamaya. Als sie der Auswilderungsstation näher kamen, übernahm Alamaya die Führung – er schien es eilig zu haben, zu seiner abendlichen Milchflasche zu kommen!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.08.2019

Dienstag, 20. August 2019
Draußen im Busch versuchten heute Ziwa und Zongoloni, den kleinen Alamaya zu ärgern. Das rief Sonje auf den Plan, die aufgeregt hinüber rannte, kollerte und trompetete und die beiden harsch aus dem Weg schubste. Sie ließ nicht locker, bis sie Ziwa weit weg von Alamaya geschoben hatte. Shukuru und Murera schauten sich das ganze aus sicherer Entfernung an.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.08.2019

Montag, 19. August 2019
Am Abend blieben Faraja, Ziwa und Ngasha wieder draußen im Wald, und diesmal schafften sie es, auch Lima Lima zu überreden, ihnen zu folgen. Die Keeper waren nicht gerade begeistert, dass sie Alamaya zurückließ, denn er und auch die anderen Waisen vermissen sie. In der Nacht hörten die Keeper dann Lima Lima trompeten, als sie zurück zur Auswilderungsstation kam, und als ein Keeper sie herein ließ, verlangte sie nach ihrer Flasche. Diese war aber schon von den anderen ausgetrunken worden, denn die Keeper hatten nicht damit gerechnet, dass sie mit den Jungs verschwinden würde. Also musste sie bis zum Morgen warten. Trotz allem gehört es natürlich zum Auswilderungsprozess dazu, dass die Waisen langsam ihre eigenen Wege gehen und ausprobieren, wie es ihnen in der Wildnis geht.