Lemoyian

Montag, 12. November 2018
Im Busch graste heute Lemoyian fleißig, obwohl ihm seine Wunde von dem Löwenangriff vermutlich noch ein paar Schmerzen bereitet. Olsekki und Siangiki waren wie immer gemeinsam unterwegs, und Rapa graste bei ihnen. Sapalan futterte ebenfalls fleißig – er sieht jetzt schon wieder viel besser aus und genießt die Extra-Milch, die er bekommt. Mundusi setzte sich mit Garzi zum Grasen ab. Am Nachmittag wurde ein wilder Bulle mit einer Pfeilwunde gesichtet. Das mobile Tierarztteam wurde gerufen, und der Bulle konnte schnell behandelt werden. Tusuja brachte dann am Abend die Waisen nach Hause zu ihrer Milch zurück.

Mittwoch, 7. November 2018

Mutara und Lulu

Mteto führt die Gruppe zur Milchfütterung an

Lemoyian an den Stallungen nach dem Löwenangriff

Mittwoch, 7. November 2018
Als es sich die Waisen am Nachmittag westlich des Ithumba-Bergs zum Grasen gemütlich gemacht hatten, war plötzlich, gegen 15:30 Uhr, lautes Gebrüll von Löwen in der Nähe zu hören. Innerhalb weniger Sekunden kamen die Waisen zu ihren Keepern gerannt, und diese sahen sich um, um sicherzugehen, dass es allen gut ging. Dabei stellten sie mit großem Schrecken fest, dass bei Lemoyian Blut am Kopf und an den Beinen zu sehen war! Er war glücklicherweise nicht schwer verletzt, aber es ist schon sehr besorgniserregend, dass die Löwen nun schon wieder einen Waisen angegriffen haben, und das noch dazu am hellichten Tag! Es scheint keinen anderen Ausweg mehr zu geben, als diese gefährlichen Raubkatzen umzusiedeln.

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2018

 

Unser letzter Neuzugang diesen Monat ist zwar winzig, hat aber trotzdem schon das Zepter in der Hand! Klein Maarifa ist ein Breitmaulnashornbaby aus dem Nashornschutzgebiet im Meru Nationalpark, wo der David Sheldrick Wildlife Trust im letzten Jahr auch die Arbeit aufgenommen hat. Die örtlichen Wildhüter hatten das Kalb aus dem Schlamm geborgen und danach zwei Tage lang versucht, es zu seiner Mutter zurückzuführen – leider ohne Erfolg. Maarifa hat sich sehr schnell in der Nairobi Nursery eingelebt. Breitmaulnashörner sind sehr friedfertige und freundliche Tiere, und so hatte sie schnell das Herz aller Keeper und Elefanten erobert. Seit sie bei uns ist, füllen sich die Seiten im Monatsbericht mit kleinen Geschichten zu ihren Streichen. Es passiert zum Beispiel häufiger, daß sie im Schweinsgalopp in den Busch davon rennt, und die Keeper dürfen sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Am Ende eines jeden Gallops, läßt sie sich zu Boden plumpsen und muss erst einmal ein Nickerchen halten. Maarifa wird wie alle Nashornwaisen vor ihr getrennt von den Elefanten aufgezogen werden, aber sie werden sich sicher dann und wann im Wald begegnen. Im Moment wohnt sie im Nachbarstall von Maktao, und die beiden sind sich offenbar sehr sympathisch.

Weiterlesen

Samstag, 27. Oktober 2018
Es war wieder ein ruhiger Morgen, nachdem es in der Nacht wieder geregnet hatte. Laragai gab den Weg hinaus in den Busch vor und steuerte mit ihrer Rebellengruppe in Richtung Süden, während die milchabhängigen Waisen nach Norden gingen. Bald überlegte es sich die Nachwuchs-Leitkuh aber anders und ließ die Jungs Kithaka, Garzi, Lemoyian und Barsilinga weiter gehen, während sie sich selbst den Waisen anschloss. Dupotto tat sich beim Grasen mit dem gemächlichen Sapalan zusammen, während Kauro, Kamok, Karisa und Naseku mit dem Wasser spielten, das sich auf den Felsen gesammelt hatte. Sie löschten ihren Durst damit und spritzten sich den Rest hinter die Ohren.

Archiv