Waisenblogs-Beitrag

Samstag, 8. April 2017
Acht wilde Bullen waren am Schlammloch. Es war immer noch kühl, und nur Tusuja traute sich richtig ins Wasser. Laragai ging zur Tränke und soff dort kurz mit den Bullen. Bongo ging dann mit ihnen zusammen schlammbaden, während Oltaiyoni lieber staubbadete. Den Rest des Tages verbrachten die Waisen dann beim Grasen am Kanziku.

Kamok, Roi und Oltaiyoni ziehen nach Ithumba um

Am 28. Dezember 2016 haben zwei unserer frechen Waisenhausmädchen zusammen mit der ältesten Kuh Oltaiyoni die Reise zur Auswilderungsstation in Ithumba im nördlichen Tsavo-East Nationalpark absolviert. Es hatte dort endlich geregnet, und die Gegend ist jetzt sehr grün, sodass es genau die richtige Zeit dafür war, dass einige der älteren Waisen im Waisenhaus Platz machen. Sie werden natürlich noch längere Zeit abhängig von Milch und Keepern bleiben – vielleicht noch fünf Jahre lang – bevor sie sich sicher genug fühlen, sich mit ihren Ex-Waisen-Freunden in die Wildnis auf zu machen. Trotzdem ist der häufige Kontakt zu den Ex-Waisen und ihren wilden Artgenossen, die unter den für Elefanten hervorragenden Bedingungen in Tsavo leben, für sie sehr wichtig. Das gilt vor allem für Roi und Kamok, die so langsam aus dem Waisenhaus herauswachsen und inzwischen ausnutzen, dass sie dort die Platzhirsche sind; sie benehmen sich häufig nicht mehr, und alles deutet darauf hin, dass sie etwas Erziehung von älteren Elefanten gebrauchen könnten. Der Umzug wurde für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr angesetzt, damit sie in der Jahreszeit in Ithumba ankommen, in der es viel üppiges Grün gibt.

 

 

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Die Rettung von Oltaiyoni

Am 22. Oktober wurde Angela von einem Mitarbeiter der Ziwani-Voyager-Lodge im Tsavo-West-Nationalpark angerufen, weil ein junger einsamer Elefant schon mehrere Tage hintereinander in der Nähe der Lodge gesehen wurden war. Es war offensichtlich, dass es sich um eine Waise handelte, da sich ihr Zustand immer weiter verschlechterte.

 

 

Die DSWT-Keeper aus Voi und das KWS/DSWT-mobile-Tierarzt Team wurden informiert und kamen noch am späten Abend vor Ort an. Mit der Hilfe der Mitarbeiter der Lodge konnte das Team das Kuhkalb einfach fangen und festbinden. Sie wurde vorsichtig auf die Ladefläche des Fahrzeugs geladen und an eine Infusion gelegt, damit sie während der Fahrt zur Auswilderungsstation in Voi im Tsavo-East-Nationalpark nicht noch weiter dehydriert. Sobald sie dort angekommen waren, brachten die Keeper sie in das Eingewöhnungsgehege mit anderen Waisen in der Nähe, die ihr Trost gaben. Sie war noch zu wild, um Milch zu trinken. Da es inzwischen sehr spät war, wurde sie erst für den darauffolgenden Tag für den Flug nach Nairobi eingeteilt.

Julius mit dem WaisenkalbDas Kalb ist in Angriffsstimmung

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