Malkia

Sonntag, 24. September 2017
Tamiyoi war die ganze Nacht wach, weil sie zu Pili in den Stall wollte, der direkt neben ihrem ist. Am Abend hatte sie ihn erst gar nicht gesehen, weil er geschlafen hatte, aber nachdem er aufgewacht war, wollte sie gleich zu ihm. Auch Pili kletterte auf die Absperrung zwischen den Gehegen, weil er zu Tamiyoi wollte. Jotto musste in ein anderes Gehege ziehen, um Platz für Pili zu machen, aber er ist ein sehr gutmütiger Elefant und ist mit allem zufrieden. Er hat nun Malkias Gehege, die in Rapas Gehege gezogen ist, der wiederum eines der leeren Gehege bekommen hat. Auch Malkia machte der Umzug nichts aus, aber Rapa war unzufrieden und beschwerte sich die ganze Nacht. Malkia war dann am Morgen die erste, die den kleinen Pili traf, als er herauskam. Mbegu, Godoma, Ndotto, Esampu und Tagwa kamen auch bald hinzu, und so war der winzige Neuling bald von etlichen Elefanten umgeben, die sich um ihn kümmern wollten. Am Ende gewannen Ndotto und Mbegu und nahmen ihn mit.

Samstag, 23. September 2017
Die Waisen waren heute in bester Laune und rannten trötend um die Wette hinaus in den Wald. Sogar Mbegu, Kauro und Ndotto, die normalerweise ganz hinten gehen und aufpassen, dass niemand zurückbleibt, waren ganz vorne mit dabei. Pare, Lasayen und Rapa rangelten ausführlich miteinander, und Godoma, Esampu, Sana Sana und Ndotto rollten sich fröhlich im hohen Gras umher und rutschten aufeinander herum. Sie waren in einer Gegend des Nationalparks, in dem Mundusi, Mteto und Ndiwa zuvor noch nie gewesen waren, und die drei waren ganz damit beschäftigt, die vielen neuen Pflanzen zum Fressen zu erkunden. Als es zur 9-Uhr-Fütterung ging, wollten Maramoja, Malkia, Luggard und Tagwa erst gar nicht mitkommen; erst als sie merkten, dass sie zurückgelassen worden waren, rannten sie los, um die anderen noch einzuholen. Ein kleines, erst drei Wochen altes Baby wurde heute in der Maasai Mara gerettet und Pili genannt.

Freitag, 22. September 2017
Am Morgen schloss sich Giraffe Kiko wieder einmal den Waisen im Busch an. Malkia und Ngilai versuchten, ihn loszuwerden, aber er kam immer wieder von neuem. Er war sehr frech, und als eine Filmcrew kam, um eine Dokumentation zu drehen, machte er den Keepern das Leben schwer; er weigerte sich, auf sie zu hören und jagte sie sogar in der Gegend herum. Als er sogar anfing, nach den kleinen Elefantenbabys zu treten, griffen Mbegu, Godoma, Ndotto und Esampu ein. Sie verscheuchten ihn trompetend, und die Keeper waren froh, dass die älteren Waisen ausgeholfen hatten!

Donnerstag, 21. September 2017
Musiara und Luggard schlafen in benachbarten Gehegen, und so sind die beiden kleinen Bullen sehr gute Freunde geworden. Als sie heute Morgen herauskamen, ging Musiara in Luggards Gehege, um dort von den übriggebliebenen Luzernenheupellets zu fressen, und Luggard rannte in Musiaras Gehege, um dort an den Resten des Grüns zu knabbern. Murit und Malkia wissen, dass Musiara seine Pellets normalerweise nicht auffrisst, und so rannten sie am Morgen schnurstracks zu seinem Gehege – auch weil Malkia gerne Musiara in den Wald begleitet. Als Murit um die Ecke kam, hatte er nicht damit gerechnet, Luggard in Musiaras Gehege vorzufinden, und als Luggard jemanden am Tor hörte, drehte er sich mit aufgestellten Ohren um, bereit, es mit jedem aufzunehmen! Murit, der ihn nicht gleich erkannt hatte, erschrak bei dem Anblick eines so großen Elefanten und machte schnell kehrt. Er ging stattdessen in Luggards Gehege, wo er Musiara vorfand, und gesellte sich zum Pellet-Frühstück zu ihm. Kurz darauf erschien Malkia in Musiaras Gehege, wo immer noch Luggard futterte. Sie schickte ihn hinaus und machte sich dann über Musiaras Pellets her. Irgendwann kamen dann die Keeper und schickten sie alle zusammen in den Wald. Luggard blieb den ganzen Tag über fröhlich und in verspielter Stimmung und nahm es einmal sogar mit Murit und Ngilai gleichzeitig auf! Er rangelte gerade mit Ngilai, als Murit dazukam, weil er mit Ngilai spielen wollte. Luggard überzeugte ihn aber offenbar davon, dass er mit ihnen beiden gleichzeitig spielen konnte – er rangelte in einer Richtung und rannte dann zur anderen Seite, um dort weiter zu schubsen. Das ging so, bis es schließlich Zeit war, zum Schlammbad und der öffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr aufzubrechen.

Dienstag, 19. September 2017
Emoli und Maisha machen sich sehr gut, wenn man bedenkt, dass sie kaum noch am Leben waren, als sie im Waisenhaus ankamen. Sie waren bis jetzt immer im Stall, um wieder zu Kräften zu kommen, bevor sie sich den anderen anschließen konnten. Heute konnten sie zum ersten Mal mit den anderen zur Milchfütterung um 9 Uhr gehen. Zu Beginn machte Emoli es den Keepern nicht leicht, weil er seinen Stall gar nicht verlassen wollte! Da er ganz heiß auf seine Milch ist, dachten die Keeper, er würde der Schubkarre mit den Flaschen hinterher laufen; aber das war nicht so, und die Keeper mussten ihn mit einigen Tricks heraus in den Wald locken. Maisha dagegen war pflegeleicht und brav. Nach der Milchfütterung kam Mbegu, um die sich den beiden anzunehmen, als sie sich ein wenig von der Gruppe entfernt hatten. Nachdem sie beide unter die Lupe genommen hatte, nahm sie Emoli auf einen Rundgang zusammen mit Malkia mit. Sana Sana, Tagwa, Maramoja und Godoma kümmerten sich um Maisha, und die vier blieben den ganzen Tag bei ihr. Irgendwann gingen dann Maisha und Emoli wieder ihrer eigenen Wege. Pare wird auch ein kleiner Raufbold – als er die beiden alleine herumstehen sah, fing er an, sie herumzuschubsen. Doch als Mbegu, Malkia und Godoma sie schreien hörten, rannten sie hinüber, um nach dem Rechten zu sehen, und Pare war schnell im Gebüsch verschwunden.

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