Murera

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2017

 

Die Ausgabe von leckeren Luzerne-Pellets an der Suhle hat diesen Monat sogar sonst ruhige Waisen – so wie Tamiyoi – in gierige, unverschämte kleine Freßmäuler verwandelt. An einem Tag beobachteten wir Enkesha und Jotto wie sich um den gleichen Haufen stritten, denn Enkesha wollte Jotto partout nichts abgeben. In den Morgenstunden rannten Mbegu, Murit und Tamiyoi zwischen all den Ställen hin und her, um so viele Reste wie möglich aufzusammeln. Zur gleichen Zeit mussten sie sich aber auch vor den Keepern verstecken, die versuchten ihre Schützlinge zusammenzutrommeln, um in den Busch aufzubrechen.

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Montag, 24. Juli 2017
Am Morgen waren wilde Elefanten an den Stallungen, und die Babys wollten sie begrüßen, als sie herauskamen. Alamaya kollerte allerdings protestierend. Er war nicht besonders erfreut über den Besuch der Elefanten, die noch viel größer sind als die Leitkühe der Waisenherde. In der Tat sehen Murera und Sonje eher klein aus im Vergleich zu den wilden Elefanten! Ziwa und Zongoloni gingen der Herde entgegen und wollten mit den wilden Kälbern spielen. Zongoloni versuchte, eines von ihnen am Schwanz zu erwischen, woraufhin es sich lautstark beschwerte. Das brachte seine Mutter auf den Plan, die nachschauen kam, was los war. Zongoloni rannte erschrocken zurück zu Sonje und Ziwa, die gerade von den Akazien an den Stallungen fraßen. Die Keeper hielten sich zurück und beobachteten, was die wilden Elefanten tun würden. Ein wilder Bulle kam zur Tränke heran und soff etwas Wasser, bevor er dem Rest der Herde zurück in den Wald folgte. Die Waisen konnten dann den üblichen Aktivitäten des Tages nachgehen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Alamaya genießt das Luzernenheu

Murera in der Nähe des Schlammbads

Mwashoti und Alamaya am Wasserloch

Sonntag, 23. Juli 2017
Am Morgen war es sehr kalt, und die Babys drängelten sich um die Leitkühe, um etwas Wärme abzubekommen. Mwashoti stellte sich unter Mureras Bauch, während Lima Lima sich um Alamaya kümmerte. Sie strengte sich an, aber Alamaya war etwas zu groß, um unter ihren Bauch zu passen, sodass er versuchte, so dicht wie möglich bei ihr zu stehen, um sich aufzuwärmen. Bei der Kälte fiel es auch Murera schwer, ihr steifes Bein in Gang zu bringen; sie musste sich erst ein Stück warmlaufen, aber nach einer Weile kam sie in Schwung.

Samstag, 22. Juli 2017
Heute gingen die Waisen zu dem natürlichen Wasserloch, an dem die wilden Elefanten normalerweise baden. Ziwa und Ngasha wurde es ziemlich warm, und sie wollten sich abkühlen. Als sie mit Jasiri am großen Wasserloch ankamen, fanden sie dort einen Büffel vor, der im Schlamm schlief! Als er die Elefanten und ihre Keeper hörte, hob er den Kopf und rannte dann aus dem Wasser. Da erst konnte man sehen, wie groß er war! Überraschenderweise fürchteten sich weder Mwashoti noch Murera, die in der Nähe des Büffels standen, vor ihm; sie blieben nur ganz ruhig stehen und schauten ihm nach, als er im Wald verschwand.

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