Monatsbericht für die Voi-Gruppe: Dezember 2015

 

Lesanjus teilweise unabhängige Herde mit den älteren Waisen besteht mittlerweise aus zehn Mitgliedern: Lempaute, Sinya, Wasessa, Kivuko, Mzima, Taveta, Rombo, Dabassa, Layoni und ihr selbst. Seit der Regenzeit sind alle noch selbständiger, weil es Futter und Wasser im Überfluß gibt und Emily mit ihrer Herde immer in der Nähe war. Zu Emilys Herde gehören ihre Babys Eve und Emma, Edie mit ihren Babys Ella und Eden, Sweet Sally mitsamt ihrem winzigen Neugeborenen Safi, den Kindermädchen Mweya, Thoma, Ndara, Seraa und Icholta, sowie die Bullen Moran, Laikipia und Lokokewe. Der stattliche Siria war diesen Monat ebenfalls wieder mit von der Partie, nachdem wir ihn fast ein Jahr nicht gesehen hatten. Weiterlesen

Rob Brandford

Geschäftsführer des David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) in Großbritannien

 

Im vergangenen Jahr erlebten wir hinsichtlich Afrikas Tierwelt einige unglaubliche Höhen aber auch entsetzliche Tiefschläge. Von Löwen, über Elefanten und Nashörnern bis hin zu Geiern – wir haben unvorstellbar tragische Geschichten über unsere beliebtesten Arten gelesen, die die Weltöffentlichkeit zum Handeln veranlassten. Wir haben aber auch einige positive Geschichten erfahren, die uns Hoffnung gegeben haben, wie z.B. die des Waisenelefanten Simotua.

 

In Anbetracht der Geschehnisse der Vergangenheit wirft ein Blick in die Glaskugel die Frage auf, welche Auswirkungen die drei Ereignisse, die 2015 in Zusammenhang mit Afrikas Tierwelt am meisten Aufmerksamkeit erregten, auf den Naturschutz in diesem Jahr haben. Und was noch viel wichtiger ist, was zeichnet sich für die Schlüsselarten ab. Weiterlesen

Wenn wir uns daran erinnern, wie es mit unserem nun kräftigen, energiegeladenen und lustigen Waisen Kauro einmal angefangen hat, wird uns klar, was für eine Erfolgsgeschichte er geschrieben hat. Es ist so schön, über dieses Wunder berichten zu können. Das Aufziehen von Elefantenbabys ist so herausfordernd, dass Erfolge eine große Rolle spielen.

 


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Icholta wurde 1999 im Marsabit-Nationalpark als neugeborenes Kalb gerettet, als sie in einem austrocknenden Wasserloch feststeckte. Sie wuchs mit ihren Freunden Lolokwe, Edie und Laikipia im Waisenhaus in Nairobi auf, und die drei sind bis heute an ihrer Seite geblieben und leben jetzt alle zusammen ein wildes Leben in Freiheit. Die Freunde wurden im Jahr 2000 alle zusammen in die Auswilderungsstation in Voi gebracht und wurden im Laufe der Jahre wieder zu wilden Elefanten, zusammen mit ihrer fähigen Leitkuh Emily. Emilys Herde verschwindet gerne für längere Zeit, ohne an den Stallungen vorbeizukommen, doch sie sind bisher immer wiedergekommen, um den Keepern, ihrer menschlichen Familie, ihren Nachwuchs zu präsentieren. Und auch diesmal bei Icholta war es nicht anders.

Icholta als neugeborenes KalbIcholta und ihre Freunde als Waisen in Voi im Jahr 2006

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Dienstag, 1. Dezember 2015
Ngasha kam zusammen mit Lima Lima aus den Stallungen, und sie begannen, mit ihren Rüsseln Gras zu pflücken, die Erde davon abzuschütteln und es in ihre Münder zu stecken. Sie hatten es eilig, das leckere frische Gras zu fressen, das es dank des Regens im Wald jetzt im Überfluss gibt.
Die anderen Waisen gingen zu Murera, die in aller Ruhe graste. Sie schien an den anderen gerade nicht interessiert zu sein und ließ sich auch von den sehr ruppigen Babys wie Jasiri und Zongoloni nicht stören. Murera erschrak aber, als sie hörte, wie die Keeper laut ihren Namen riefen. Sie stellte sofort ihre großen Ohren auf und versuchte herauszufinden, wo die Stimmen herkamen. Sie war etwas genervt, weil sie gerade einen sehr leckeren Zweig gefunden hatte, doch sie willigte ein und folgte den Keepern.
Am späten Abend war die Zeit für den Heimweg gekommen. Als die Babys fast die Stallungen erreicht hatten, war es schwierig, sie in zwei Gruppen zu teilen, sodass Murera, Sonje und Ziwa nach den anderen ankommen würden. Ziwa und Sonje wollten nicht zurückbleiben, ebensowenig wie Lima Lima, die auch nicht einverstanden war, in der letzten Gruppe zu sein. Sie fürchtete wohl, dass Quanza ihr die Milchflaschen wegschnappen würde. Quanza ist aber ein liebes Mädchen und weiß, wieviel Milch ihr zusteht. Nach ihren zwei Flaschen geht sie zur Tränke oder zum Grünfutter und beschäftigt sich, bis Lima Lima ankommt, die mit ihr im Gehege wohnt. Lima Lima versuchte hartnäckig, ganz vorne zu bleiben, und schließlich gelang es ihr auch; sie fand eine Abkürzung und rannte davon, ehe die Keeper sie daran hindern konnte. So stürmte sie vor allen anderen Waisen in die Stallungen.

Ngasha frisst im Wald

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