Am 20. Mai sahen Besucher einen Elefantenbullen mit einer schweren Verletzung, die von einer Kabelschlinge um sein Bein verursacht wurde, als er ein Wasserloch im Norden des Tsavo Nationalparks aufsuchte. Das Bein des Elefanten war extrem geschwollen und es war offensichtlich, dass sich die Kabelschlinge durch den Knochen geschnitten hatte. Sein starkes Humpeln war ein Zeichen dafür, dass er unsagbare Schmerzen hatte. Der Kenya Wildlife Service (KWS) wurde kontaktiert, der wiederum Angela Sheldrick im David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) Headquarter über den Zwischenfall informierte, so dass das Sky Vet Team zu der Stelle geflogen werden konnte, um den Bullen zeitnah zu behandeln, bevor er in die weite Wildnis des nördlichen Tsavo Parks verschwand. Dr. Poghon, der die DSWT Mobile Vet Einheit im Tsavo leitet, war zu dem Zeitpunkt für 2 Wochen auf einem Lehrgang in den USA.

 


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Sonntag, 1. Mai 2016
Bei der heutigen öffentlichen Besuchsstunde ging es dramatisch zu, als die Straußen Pea und Pod hinter einem der Keeper her waren. Wir wissen aus Erfahrung, dass Pea und Pod die Regenmäntel und Regenschirme der Keeper nicht mögen. Die Straußen teilten sich gerade das Gras mit den Waisen, das für die Besuchsstunde bereitgelegt worden war, als sie einen Keeper herunter kommen sahen. Pod (wir vermuten, es war Pod, denn sie ist normalerweise die frechere) sah den Keeper, hob ihren Kopf, stellte die Flügel auf und rannte auf den Keeper zu. Er floh hinter die Akazien, doch sie verfolgte ihn! Pea kam hinter ihrer Schwester hergerannt, während die Keeper versuchten, ihrem Kollegen zu helfen. Sie konnten aber nichts ausrichten, bis Naseku und Tusuja ihnen zu Hilfe eilten, sodass die Straußen sich zurückzogen. Sie versuchten, sie mit ihren Rüsseln zu erwischen, damit ihr geliebter Keeper vor den frechen Vögeln fliehen konnte.
Balguda schien heute Nachmittag ein wenig schlecht gelaunt zu sein. Er versperrte seinen Freunden Sokotei, Olsekki und Enkikwe den Weg, als sie schneller als er nach Hause rennen wollten. Er ließ sie nicht vorbei, bis sie kurz vor dem Ziel waren.

Balguda beim Grasen im Busch

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Am Abend des 24. April wurde Angela Sheldrick von Craig Millar von der Big Life Foundation kontaktiert und darüber informiert, dass sie ein einsames Elefantenkalb in einem Wasserloch in Amboseli gefunden hatten.

 

 

Es war zuerst von einem lokalen Bewohner entdeckt worden, der zufälligerweise einen Verwandten unter den Wildhütern bei Big Life hatte. Er informierte die Organisation über das Schicksal des Babys, in der Hoffnung, dass es gerettet werden könnte. Das alles passierte gegen 17 Uhr abends, und es ist nicht klar, wie lange das Baby schon im Schlamm festgesteckt hatte; später stellte sich heraus, dass es gut und gerne zwei Tage gewesen sein könnten. Big Life schickte sofort zwei Fahrzeuge los, in der Hoffnung, das Kalb befreien und mit seiner Mutter wiedervereinen zu können. Als die Ranger aber ankamen, war das Kalb schon von selbst aus dem Schlamm gekommen und wanderte ganz allein herum.
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Am 21. Mai erhielt Angela einen Anruf vom Amboseli Elephant Trust, der von einem Reiseführer über ein einsames Elefantenbaby informiert worden war. Das Baby schien Probleme zu haben und lief in Kreisen. Es war schon später Abend, sodass wir nicht mehr nach Amboseli fliegen und das Kalb abholen konnten, da es schnell dunkel wurde. Die Wildhüter der Big Life Foundation sprangen ein und konnten das Kalb einfangen und über Nacht in Sicherheit bringen – ansonsten wären ihm die Raubtiere sehr gefährlich geworden, insbesondere weil es offenbar nicht gut sehen konnte.

Die RettungsteamsKitenden wartet auf das Flugzeug nach Nairobi

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Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: April 2016

 

Die Hitze der vergangenen Monate hielt bis in den April hinein an. Die Waisen verlängerten regelmäßig ihre Mittagspausen im Schatten der Bäume und nahmen auf dem Heimweg nachmittags am Kone Damm eine kurze Abkühlung im Wasser. Am Ende der Badestunde beschmierten sie sich mit Schlamm oder beschmissen sich mit Erde. Beides bietet guten Schutz vor der Sonne und kühlt den Körper. Nach ein paar Tagen zogen dunkle Wolken am Himmel zusammen und kündigten die Regenzeit an. Aber bis zum 19. April fiel kein Tropfen. In der Nacht zum 20. April setzte dann endlich der Regen ein, und man bemerkte gleich am nächsten Morgen, wie sehr die Waisen die Abkühlung herbeigesehnt hatten. Sie schmissen mit Schlamm um sich und Kilabasi, Mutara, Bongo und Lemoyian badeten ausgelassen, obwohl es sich deutlich abgekühlt hatte. Über die nächsten Tage verteilt gab es ein paar leichte Schauer, aber die so genannte „lange Regenzeit“ ließ noch auf sich warten.

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