Am Freitag den 20. Januar 2012 kehrte die bereits ausgewilderte Elefanten-Waise Yatta in die Stockades in Ithumba zurück. Dicht neben ihr ein kleines neugeborenes Kalb.
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe:
Weil es immer wieder regnete und der Himmel tagelang finster und bewölkt war, mussten die jüngeren Waisen in diesem Monat öfter länger in ihren Ställen bleiben während die Älteren immer bei Tagesanbruch herausgelassen wurden. Das sorgte natürlich für Aufregung: die älteren Kühe wie Mutara, Shukuru und Tano standen vor den Stalltüren ihrer Schützlinge und warteten, dass diese herausgelassen werden. Naipoki, die im letzten Monat noch sehr eifersüchtig auf Neuankömmlinge wie Orwa war, ist inzwischen fürsorglicher.
Thuma Telegraph
Dezember 2011
Weihnachten steht kurz bevor und ich kann mir die Hektik in Europa und anderswo nur zu gut vorstellen. Diese Jahreszeit ruft immer gemischte Gefühle hervor. Die einen sind traurig darüber, dass ein weiteres Jahr vorüber ist und andere freuen sich auf das, was kommt! Wir als WAG sind sehr gespannt auf 2012. Es gibt so viel zu tun, viele aufregende Projekte, die beginnen sollen und viele Freiwillige Helfer, die sich angekündigt haben. Wir hoffen, im nächsten Jahr unseren Elektro-Zaun um 12 km zu verlängern, um den Konflikt zwischen Mensch und Elefanten weiter einzudämmen. Wir hoffen auch auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung zur Verbesserung ihres Lebensstandards, um ihnen eine Alternative zur Wilderei in Schutzgebieten zu geben. Und natürlich wollen wir weiteren Scouts die Ranger-Ausbildung ermöglichen. In Malawi ist der Dezember nicht nur die Zeit des Weihnachtsfestes, sondern auch Hochsaison für Wilderei. Wir sind ständig in Bereitschaft und den ganzen Tag auf Patrouille im Busch. In diesem Newsletter geht es um die Scouts, ihre Arbeit und das Erreichte im vergangenen Jahr. Wir wünschen Ihnen allen Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches Neues Jahr!
Beste Grüße
Lynn Clifford
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2011
Im vergangenen Monat gab es ganze fünf Rettungsaktionen! Die etwa zweieinhalbjährige Layoni wurde am 4. November aus der Masai Mara zu uns gebracht und hatte Bisswunden einer Hyäne an Hinterteil und Unterbauch, glücklicherweise nur oberflächlich. Die drei Wochen alte Sasab wurde am 8. November gerettet, nachdem sie von den Fluten des Uaso-Nyiro-Flusses fortgerissen und in der Nähe des Sasaab Camps im Samburu-Gebiet Kipsing angespült wurde. Noch am gleichen Tag wurde ein 6-monate altes verwaistes Elefantenweibchen von der Taita Ranch aus dem Nationalpark Tsavo-Ost gebracht. Das Gebiet um Buchuma ist ein Brennpunkt für wildernde Somali. Dem Kälbchen ging es leider schon beim Eintreffen sehr schlecht und sie brach kurze Zeit später zusammen und verstarb am nächsten Morgen. Am 20.11. kam die winzige Kithaka aus dem Imenti-Wald bei uns an. Das erst wenige Tage alte Kälbchen war aus Lewa Downs eingeflogen worden. Der fünfte und letzte Rettungsruf des Monats erreichte uns schließlich am 30. November aus dem Wildreservat Turkana-Süd. In dieser feindseligen Gegend leben noch einige wenige Elefanten, und diejenigen, die von dort gerettet und herausgeschafft wurden, sind wahre Glückspilze. Zu ihnen zählen Nasalot, die in Ithumba wieder in der Wildnis lebt, Turkwel und Kainok. Unser neuester Ankömmling wurde ‚Orwa‘ genannt und ist ein junger Bulle von etwa sechs Monaten. Er war furchtbar ausgetrocknet und unterernährt, ganz furchtbar mit anzusehen! Zwar nahm er schon in der ersten Nacht Milch an, musste beim Aufstehen aber immer noch unterstützt werden. Sollte er überleben, käme dies einem Wunder gleich.
Thuma Telegraph
November 2011
Im Busch leben und arbeiten ist ein Traum, der für mich in Erfüllung gegangen ist. Aber auch Träume haben ihre Kehrseiten…vor allem wenn man krank ist. Drei Wochen mit zwei heftigen Malariaschüben sind vorüber und das Leben im Busch war plötzlich gar nicht mehr aufregend! Allerdings nur bis es wieder bergauf ging! Heute bin ich nun um 4:30 Uhr aufgestanden, Chaka und einer seiner Freunde waren die ganze Nacht in der Nachbarschaft des Camps und ich konnte sie von meiner Hütte hören. Das erste Mal seit drei Wochen geht es mir richtig gut, und ich habe einen Bärenhunger! J Keine Kopfschmerzen, die Sonne geht auf und ich sehe die Elefanten vom Camp aus! Die Welt ist wieder in Ordnung, das ist Afrika!
Seit dem letzten Newsletter ist wieder eine Menge passiert, aber lesen Sie selbst…
Viele Grüße
Lynn Clifford
Kit’s Gruppe
In Andenken an meine Mutter, die Anfang des Jahres gestorben ist, habe ich diese kleine Herde Kit’s Gruppe genannt! Man erkennt Kit an einer großen Kerbe im linken Ohr. Ihrer Herde gehören noch drei weitere Kühe, ihr eigenes Kälbchen und das einer anderen Kuh an.