Am 3. März zündete Seine Exzellenz, Präsident Uhuru Kenyatta, 15 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein an.

 


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Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Januar 2015

 

Das neue Jahr begann gleich mit der Rettung eines kleinen Elefanten in Laikipia in Nordkenia. Er wurde aus einem Abwasserschacht geborgen, aus dem er sich nicht hatte selber befreien können und in dem er offenbar schon eine geraume Weile festgesessen hatte, denn er war sehr abgemagert. Nach der Rettung hielt ihn der Adrenalinschub noch auf den Beinen, aber danach ging es ihm von Minute zu Minute schlechter. Er behielt keine Milch bei sich, obwohl er dringend fressen mußte. Da er keine Reserven hatte, war er bald so schwach, daß er das Bewusstsein verlor, und er starb wenige Tage später. Was für ein trauriger Start ins Neue Jahr! Und nur zwei Tage später folgte schon die nächste Rettungsaktion. Dieses Mal handelte es sich um einen winzigen Bullen, der im Sera-Naturschutzgebiet in Nordkenia in ein Wasserloch gefallen war. Beim Versuch sich zu befreien hatte er sich schlimme Verletzungen und Schwellungen zugezogen. Ferner kämpfte er mit einer Lungenentzündung und einer infizierten Wunde auf seinem Rücken. So weit hat er den Monat überstanden, aber die letzten Wochen waren nicht leicht für den kleinen Hamsini. Er ist im Stall neben Ndotto und Lasayen untergebracht, die ihm inzwischen viel Trost spenden. Diese beiden haben gut an Gewicht zugelegt und sie sind ständig damit beschäftigt, alles und jeden anzugreifen. Sie wollen dominieren, obwohl sie selbst noch Miniaturen sind! Eines Tages werden sie zu stattlichen Bullen heranwachsen, aber im Moment sind sie noch kleine Knirpse und eine große Besucherattraktion. Kamok, Ashaka und Mbegu überschütten Klein Hamseni mit ganz viel Empathie und Mitgefühl – es ist immer wieder erstaunlich, wie ausgeprägt die Mutterinstinkte selbst schon bei noch so kleinen Kühen sein können. Aber wahrscheinlich sind ihre eigenen traumatischen Erinnerungen noch so frisch, daß sie gar nicht anders können, als jeden Neuankömmling in ihr Herz zu schließen.

 

Wesesa wake up to find Bada had been taken by Lesanju (1) Weiterlesen

Am frühen Abend des 26. Januar erhielt Angela Sheldrick einen Anruf vom KWS-Veterinäroffizier der DSWT mobilen Tierarzt-Einheit Mara, Dr. Lima, der von einem verwaisten Elefantenkalb berichtete, das die “Save the Elephants” Wildhüter auf ihren täglichen Patrouillen gesehen hatten. Der KWS hatte auch einige Berichte von den lokalen Gemeinden bekommen, dass ein junges Elefantenkalb im Narok-Gebiet umherwandert. Die Gegend ist dicht besiedelt und recht weit von den bekannten Wanderrouten der wilden Elefanten entfernt. Wir wissen nicht, was mit der Mutter des Kalbs und seiner Herde geschehen ist. Um zu verhindern, dass dem Kalb in der Nacht etwas zustößt, fingen die KWS-Wildhüter mit Unterstützung von “Save the Elephants” das Kalb noch am Abend ein. Sie behielten es über Nacht, da es schon zu spät war, ein Rettungsteam aus Nairobi zu schicken.

Siangiki (2)

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Mit großer Freude, staunend und immer wieder verblüfft beobachten wir die wild lebende, neugeborene Emma, wie sie um die Beine ihrer wachsamen Kindermädchen und ihrer Mutter Emily herumwuselt. Emily kam als kleines Kalb zu uns ins Waisenhaus und hatte, wie so viele ihrer neugeborenen Artgenossen, eine sehr schwierige Zeit in ihrem Elefantenleben durchzustehen: die ersten drei Jahre Milchabhängigkeit und insbesondere die vier Monate, in denen die Babys ihre ersten vier Zähne bekommen. Für die Waisen sind diese Monate immer lebensbedrohlich. Sie bekommen Fieber und Durchfälle, die sehr schwer in den Griff zu bekommen sind und einem Babyelefanten innerhalb von wenigen Tagen das Leben kosten können.
Ganz anders als die neugeborenen Waisen ist Emma ein gutgenährtes, gesundes und verspieltes Baby, wie eigentlich jedes Elefantenkind sein sollte. Bis heute verstehen wir immer noch nicht, was die geheimnisvolle Zutat in der Muttermilch ist, die das bewirkt, und selbst nach 50 Jahre langem Ausprobieren und Erfahrungen können wir sie noch immer nicht so erfolgreich nachmachen.

 

 

Nichtsdestoweniger ist es die größte Belohnung, die man sich vorstellen kann, den gesunden und glücklichen Nachwuchs einer von uns geretteten Elefantenmutter zu sehen, der ein normales Leben in der Wildnis führt, geschützt von seiner eigenen Familie von Elefanten, die allesamt selbst einmal Waisen gewesen sind.

 

Von Dr. Dame Daphne Sheldrick

 

(übersetzt aus dem englischen Original)

Unsere Freude war grenzenlos: der vermeintlich wilde Bulle, der sich gelegentlich im Camp von Mark Deeble und Vicky Stones am Unterlauf des derzeit Wasser führenden Voi-Flusses am frischen Duschwasser bediente, entpuppte sich als kein Geringerer als unser 26-jähriger Ex-Waise Ndume. Da die beiden vermuteten, dass der “wilde” Besucher, der sich nicht ganz wie ein wilder Elefant benahm, einer der Ex-Waisen des David Sheldrick Wildlife Trusts sein könnte, wandten sie sich an Angela. Angela schickte zwei langjährige Keeper der Voi-Einheit los, um ihn zu identifizieren, wenn er das nächste Mal vorbeikommen würde. Chef-Keeper Joseph Sauni und Mishak Nzimbi machten sich am 4. Februar auf den Weg, um den “wilden” Bullen unter die Lupe zu nehmen.


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