Waisen-Eli-News

Am 23. November hatten wir die herzzerreißende Aufgabe, einen Babyelefanten aus dem Kirisia-Wald in Nordkenia zu retten, dessen Mutter schwer verletzt war – eine Gewehrkugel hatte ihr Bein zertrümmert. Es war ein furchtbares Beispiel für den Mensch-Wildtier-Konflikt, und die Elefantenkuh konnte sich wegen ihrer Verletzung gar nicht mehr bewegen. Sie konnte sich während der ganzen Zeit, in der sie beobachtet wurde, nicht bewegen und wurde von ihrem tapferen zweijährigen Kalb beschützt, das die ganze Zeit an ihrer Seite blieb.

 

 

Weiterlesen

Direkt nach dem ersten Umzug gingen wir sofort wieder an die Arbeit, um die nächsten drei Waisen zur Auswilderungsstation in Ithumba zu bringen, damit sie sich dort ihren Freunden Oltaiyoni, Kamok und Roi anschließen können. Der inzwischen große Junge Kauro, der als winziges Baby zur gleichen Zeit wie Kamok ankam, Tusuja und das kleine Rabaukenmädchen Naseku wurden um 3 Uhr am Morgen des 31. Dezember, dem letzten Tag des Jahres 2016, darauf vorbereitet, in den LKW geladen zu werden. Das Team in Nairobi arbeitete effizient, und ohne viel Hin und Her (außer einem kurzen Zögern von Tusuja) waren die Waisen in den frühen Morgenstunden an Bord.

 

 

Weiterlesen

Am 28. Dezember 2016 haben zwei unserer frechen Waisenhausmädchen zusammen mit der ältesten Kuh Oltaiyoni die Reise zur Auswilderungsstation in Ithumba im nördlichen Tsavo-East Nationalpark absolviert. Es hatte dort endlich geregnet, und die Gegend ist jetzt sehr grün, sodass es genau die richtige Zeit dafür war, dass einige der älteren Waisen im Waisenhaus Platz machen. Sie werden natürlich noch längere Zeit abhängig von Milch und Keepern bleiben – vielleicht noch fünf Jahre lang – bevor sie sich sicher genug fühlen, sich mit ihren Ex-Waisen-Freunden in die Wildnis auf zu machen. Trotzdem ist der häufige Kontakt zu den Ex-Waisen und ihren wilden Artgenossen, die unter den für Elefanten hervorragenden Bedingungen in Tsavo leben, für sie sehr wichtig. Das gilt vor allem für Roi und Kamok, die so langsam aus dem Waisenhaus herauswachsen und inzwischen ausnutzen, dass sie dort die Platzhirsche sind; sie benehmen sich häufig nicht mehr, und alles deutet darauf hin, dass sie etwas Erziehung von älteren Elefanten gebrauchen könnten. Der Umzug wurde für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr angesetzt, damit sie in der Jahreszeit in Ithumba ankommen, in der es viel üppiges Grün gibt.

 

 

Weiterlesen

Donnerstag, 1. Dezember 2016
In der Nacht begann Lima Lima, gegen die Absperrung ihres Geheges zu stoßen und dabei laut zu kollern, um die anderen Waisen zum Mitmachen zu bringen. Zongoloni und Quanza waren auch gleich dabei. Als die Keeper aus ihrem Zelt kamen, um herauszufinden, warum Lima Lima und einige andere so einen Aufstand machten, sahen sie einen wilden Bullen, der am Zaun stand und die Waisen durch diesen hindurch beobachtete. Lima Lima wollte hinaus und den Bullen kennenlernen! Alamaya schrie laut, als er hörte, wie Lima Lima sich beschwerte. Als die Keeper zu den Waisen gingen und beruhigend auf sie einredeten, brach der Bulle in Richtung Wasserquelle auf. Die Babys entspannten sich wieder, und auch Murera und Sonje legten sich wieder zum Schlafen hin.

Murera erntet ein paar Wurzeln

Weiterlesen

Donnerstag, 1. Dezember 2016
Es war ein bemerkenswerter Beginn des Dezembers, denn Emilys Ex-Waisen-Herde stattete in ihrer majestätischen Art den Voi-Stallungen einen Besuch ab. Es war das erste Mal, seit sie für die Trockenzeit zur Mgeno-Farm gegangen waren, um dort nach Futter zu suchen. Wir freuen uns riesig, Emilys Herde wieder zu Hause zu haben und waren froh, sie alle gesund und munter zu sehen. Emily kam mit Ndara, Mweya, Icholta, Sweet Sally, Laikipia, Siria, Wasessa, Rombo, Edie und Morani. Thoma, die erst vor kurzem ihr erstes Kalb Thor zur Welt gebracht hatte, fehlte noch; wir vermuten, dass sie mit ihrem Baby noch auf dem Weg war. Thors Kindermädchen Seraa sowie Irima und Lolokwe waren ebenfalls nicht mit von der Partie.
Laikipia hat eine Schwäche für die Babys Eden und Emma und legte seinen Rüssel liebevoll über die Rücken der beiden. Emma und Eden hatten jede Menge Spaß dabei, auf ihrem Lieblingsfelsen an den Stallungen zu klettern, und Eve kratzte sich wunderschön an ebendiesem Felsen unterhalb der Babys. Mashariki und Arruba forderten Emma zu einem Kräftemessen heraus, das von Mweya und Ndara genau beobachtet wurde.

Emilys Herde besucht die Stallungen

Weiterlesen

Archiv