Die Waisen im Dezember

Ndotto

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2021

Der Dezember begann fröhlich. Über die vergangenen Wochen und Monate haben wir viele Elefantenwaisen nach Nairobi gebracht, und dadurch war stets eine gute Stimmung, weil es immer wieder neue Bekanntschaften zu schließen gab. Die alteingesessenen Waisen freuen sich jedes Mal, Neuzugänge willkommen zu heißen und ihnen bei der Eingewöhnung zur Seite zu stehen. Selbst wenn die kleinen Neulinge oft noch schwach und traumatisiert sind, ist es gut für sie zu wissen, dass ihnen Artgenossen mit ähnlichem Schicksal zur Seite stehen. Naleku ist da besonders gewissenhaft. Jeden Tag, noch bevor sie sich auf den Weg in den Busch macht, schaut sie bei jedem einzelnen Neuzugang im Stall vorbei. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.06.2021

Mittwoch, 30. Juni 2021
Am Nachmittag schlichen sich Enkikwe, Rapa, Wanjala und Sapalan davon und verschwanden im Busch. Galana kam gegen 17 Uhr mit ihrer Herde zu den Stallungen, hatten die Ausreißer aber nicht dabei. Als der Rest der Waisenherde zurück nach Hause kam, stellte sich ihnen der kleine Frechdachs Lapa in den Weg und begleitete sie dann auf den letzten Metern in die Gehege, bevor er wieder zu seiner Mutter rannte. Enkikwe, Wanjala, Sapalan und Rapa kamen dann gegen 20 Uhr zurück zur Auswilderungsstation und wurden hinein gelassen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 26.06.2021

Samstag, 26. Juni 2021
Während des Luzernenheufrühstücks am Morgen kamen Nabulu, Rapa, Naseku, Kauro und Olsekki zu Maisha, die wieder eine Infusion bekam, nachdem sie am Morgen noch einmal zusammengebrochen war. Nabulu ging dann mit den anderen hinaus zum Grasen, aber sie schien sich sehr um ihre beste Freundin zu sorgen. Am frühen Nachmittag konnte Maisha dann immer noch nicht aufstehen, und gegen 14 Uhr starb sie. Sie hatte den Kampf gegen die seltsame Krankheit, die sie in den letzten Tagen befallen hatte und wegen der sie erst die Muskeln in den Beinen und dann im Rücken und im Gesicht nicht mehr bewegen konnte, verloren. Die Keeper konnten es kaum glauben, und alle waren unbeschreiblich traurig. Als die Waisen am Abend zurückkamen, trank Nabulu ihre Milch, ging dann zu der Stelle, an der Maisha gestorben war, schnüffelte dort ein wenig und legte sich dann ein paar Minuten trauernd hin. Erst danach stand sie auf, um etwas Grünfutter zu fressen. Genau wie die Keeper wird sie wohl erst einmal verkraften müssen, dass die immer so unternehmungslustige Maisha nun nicht mehr da ist.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 20.06.2021

Sonntag, 20. Juni 2021
Beim Mittagsschlammbad schien die Sonne, aber es wehte ein recht kühler Wind, sodass die Waisen keine Lust hatten zu baden. Nur Rapa und Kauro gingen kurz ins Wasser. Vor allem Kauro überraschte damit die Keeper – normalerweise kann er das Wasser gar nicht leiden und geht nur baden, wenn es unerträglich heiß wird!

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 10.06.2021

Donnerstag, 10. Juni 2021
Die Waisen machten sich heute zum Grasen im Kone-Gebiet breit. Der See ist in der Trockenzeit schon sehr geschrumpft und ist inzwischen nur noch ein großes Schlammloch. Mapia wälzte sich genüsslich darin herum, bis Jotto dazukam und ihn hinaus schob. Das passt Mapia allerdings gar nicht, und er startete eine längere Rangelei. Nach einer ganzen Weile gab Jotto schließlich klein bei und ging mit Pare spielen. Diesmal unterbrach Rapa die beiden und kletterte dann auf Jotto, was zu einem neuen Gerangel führte! Aber auch gegen Rapa kam Jotto nicht an, und so zog er sich schließlich zum Grasen zurück.