Die Rettung von Ziwadi

Ziwadi

Am 6. April 2019 wurde ein einsames Elefantenkalb gesichtet, dass im Oloisukut-Schutzgebiet in der Maasai Mara umherlief. Die Wildhüter des Schutzgebiets bekamen die Aufgabe, es zu beobachten und zu melden, falls es sich wieder einer Herde anschließen sollte. Am 7. April war das Kalb immer noch allein, aber schon 10 Kilometer weiter, nahe der Ortschaft Enasoit. Dort lief es Hirten und ihren Viehherden hinterher und auch Fahrzeugen, die in seine Nähe kamen – offenbar suchte es verzweifelt Anschluss. Leider versuchten einige Bewohner, es mit Pfeilen zu verjagen, von denen zwei das Kalb trafen, und so wurde die mobile Tierarzteinheit des Sheldrick Wildlife Trust (SWT), die mit dem Kenya Wildlife Service (KWS) zusammenarbeitet, informiert. Das kleine Elefantenmädchen war inzwischen schon sehr geschwächt, und sie brachte sich mit ihren Ausflügen auf das Land der Anwohner und in die Nähe der jungen Maasai, die ihr Vieh hüteten, selbst in Gefahr.
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Die Waisen im Juli

Maktao und Sattao (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2019

 

Die Keeper sind nach wie vor verwirrt von Kiasas widersprüchlichen Charaktereigenschaften. Wenn es ums Teilen geht, wie bei der Fütterung oder beim Spielen, ist sie ein richtiger Satansbraten. Und sobald es um Larro geht, ist sie die Liebenswürdigkeit in Person. Daß unsere Nursery-Babys mit schon älteren Elefantenwaisen zusammenleben, ist Segen und Fluch zugleich: Segen, weil die Großen sehr geduldige Mentoren sind und Fluch, weil sich die Kleinen die Marotten der Großen abschauen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

Besuch in Kenia – Teil 1

Grüße von den Elefantenwaisen

Einige unserer Vorstandskollegen sind zur Zeit in Kenia, um die Stationen des Sheldrick Wildlife Trusts zu besuchen, die wir mit Hilfe eurer Spenden unterstützen. Wir möchten euch in den kommenden Tagen von den einzelnen Reise-Etappen berichten. Die erste Station der Reise war das Elefantenwaisenhaus in Nairobi, wo derzeit 14 Elefantenbabies aufgezogen werden. Der jüngste Neuzugang ist Ziwadi, ein kleines Elefantenmädchen, das im April gerettet wurde. Die Kleine wird liebevoll von den Keepern aufgepäppelt und lernt von ihnen, welche Blätter besonders schmackhaft sind. Auch Kiko, die Giraffenwaise, verbringt immer noch gern den Tag mit den Elefanten im Busch und kehrt pünktlich zur abendlichen Flaschenfütterung zurück in seinen Stall. Hier ein paar Eindrücke vom Elefantenwaisenhaus.

 

Grüße von den Elefantenwaisen
Grüße von den Elefantenwaisen

 

Die älteren Waisenmädchen - wie hier im Foto Maisha - sind ganz vernarrt in die kleine Larro.
Die älteren Waisenmädchen – wie hier im Foto Maisha – sind ganz vernarrt in die kleine Larro.

 

Dololo, ein sehr artiger Elefantenjunge, genießt ganz entspannt seinen Abendsnack.
Dololo, ein sehr artiger Elefantenjunge, genießt ganz entspannt seinen Abendsnack.

 

Die kleine Ziwadi mit Keeper Julius.
Die kleine Ziwadi mit Keeper Julius.

 

Kiko
Kiko

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019

 

Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Die Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019

 

Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!

 

Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen