Die Waisen im Dezember

Ndotto

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2021

Der Dezember begann fröhlich. Über die vergangenen Wochen und Monate haben wir viele Elefantenwaisen nach Nairobi gebracht, und dadurch war stets eine gute Stimmung, weil es immer wieder neue Bekanntschaften zu schließen gab. Die alteingesessenen Waisen freuen sich jedes Mal, Neuzugänge willkommen zu heißen und ihnen bei der Eingewöhnung zur Seite zu stehen. Selbst wenn die kleinen Neulinge oft noch schwach und traumatisiert sind, ist es gut für sie zu wissen, dass ihnen Artgenossen mit ähnlichem Schicksal zur Seite stehen. Naleku ist da besonders gewissenhaft. Jeden Tag, noch bevor sie sich auf den Weg in den Busch macht, schaut sie bei jedem einzelnen Neuzugang im Stall vorbei. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 27.06.2021

Sonntag, 27. Juni 2021
Am Morgen musste Nabulu das erste Mal ohne ihre beste Freundin aufwachen, mit der sie vor erst einem Monat in Ithumba angekommen war. Immerhin kamen einige Ex-Waisen zu Besuch, was alle etwas aufmunterte. Galana mit Gawa, Loijuk mit Lili, Lenana mit Lapa, sowie Makena, Kilabasi, Narok, Kitirua, Naisula, Ishanga, Tumaren und Ukame tauchten am Morgen auf. Nabulu tröstete sich, indem sie ein wenig mit den kleinen Babys Lapa und Lili spielte. Beinahe wäre sie auch mit den Ex-Waisen im Busch verschwunden, aber die Keeper konnten sie gerade noch zurück holen. Danach schloss sie sich mit Malkia zum Grasen zusammen, die auch schon eine gute Freundin geworden ist und sie begleitete. Esampu bekam Schwierigkeiten mit Gawa, als sie diese herausforderte; die beiden sind etwa gleich groß, aber Gawa ist kräftig, und so musste Esampu bald aufgeben. Kauro plauderte ein wenig mit Ukame, die sich erst vor ein paar Monaten den Ex-Waisen angeschlossen hatte; vielleicht wollte er wissen, wie das Leben in der Wildnis so ist! Ambo hatte unterdessen ein Kräftemessen mit Malima, während Sattao mit Musiara spielte.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 18.06.2021

Freitag, 18. Juni 2021
Maisha wollte am Morgen nur eine Flasche Milch trinken – irgendetwas schien nicht zu stimmen. Als die Waisen hinaus gingen, hatte sie offenbar Schmerzen und humpelte etwas. Die Herde graste dann im Kone-Gebiet, und Maisha war mit dabei, aber Malkia bemerkte, dass Maisha Probleme zu haben schien und leistete ihr und Nabulu Gesellschaft. Bei der Mittagsfütterung trank Maisha auch wieder nur eine Flasche und sah erschöpft aus. Angela wurde benachrichtigt, und sie beschloss, dass Maisha zu den Stallungen zurückgebracht werden sollte, damit sie dort untersucht werden konnte. Malkia und Enkikwe ließen sich nicht davon abbringen mitzukommen. Maisha bekam eine Spritze; am Abend leerte sie dann drei Flaschen Milch, aber sie sah immer noch müde aus.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 06.06.2021

Sonntag, 6. Juni 2021
Nach dem Mittagsschlammbad gingen Sana Sana und Malkia zu einem Baum und ruhten sich eine Weile im Schatten aus. Dabei schienen sie einen kleinen Plausch unter Freundinnen zu halten. Erst als sie Olsekki ankommen sahen, war die vertraute Runde zuende. Karisa und Malima taten sich zusammen und buddelten ein kleines Loch mit den Füßen, um sich etwas lockere Erde für ein Staubbad zu beschaffen. Danach ging Karisa noch Ndiwa zu einem kleinen Ringkampf herausfordern.

Die Waisen im Oktober

Aruba und Mudanda

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Oktober 2021

Diesen Monat hatten wir so viele Neuzugänge wie lange nicht mehr. Die Dürre ist auch an den Wildtieren nicht spurlos vorüber gegangen, inklusive den Elefanten. Viele Monate haben sie sich durchgekämpft, aber jetzt scheint der Tiefpunkt gekommen zu sein. Herden sehen sich gezwungen, die Schwächsten auf den langen Futtersuchen zurückzulassen. Diesen Monat haben wir daher hauptsächlich kleine Dürreopfer bekommen, die entweder keine Kraft mehr hatten, mit ihren Herden weiterzuziehen oder die ihre Mütter durch die Dürre verloren haben.

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