Am 25. September wurde ein winziges Kalb aus einem Brunnen im Namunyak-Schutzgebiet in Samburu von den Gemeinde-Wildhütern gerettet. Er war offensichtlich in den Brunnen gefallen, der von der Gemeinde für ihre Nutztiere angelegt wurde, der aber in der Trockenzeit im Schutz der Dunkelheit auch häufig von durstigen Elefanten genutzt wird. Für kleine Elefantenkälber sind diese Brunnen sehr gefährlich und sie rutschen öfter hinein. Wegen der vielen Menschen in der Gegend verschwinden die Elefanten aber bei Sonnenaufgang immer wieder, um einem Konflikt mit den Bewohnern aus dem Weg zu gehen. Diese Herde musste die herzzerreißende Entscheidung treffen, das arme Kalb zurückzulassen.

Lasayen umgeben vom Grün des Parks

 

Zum Glück informierte die Gemeinde die Wildhüter der Gegend, als sie den Babyelefanten dort vorfanden und diesen gelang es, ihn aus dem Brunnen zu befreien. Sie hielten ihn noch über Nacht in der Gegend und versuchten, ihn zu einer Elefantenherde zu bringen, in der Hoffnung, ihn wieder mit seiner Familie vereinen zu können.

Die Keeper warten auf dem Flugfeld auf die Ankunft des KalbsEinige der Retter des Kalbs
Das Kalb und seine RetterDas Waisenkalb trifft einen Keeper
Das Kalb kommt im Waisenhaus in Nairobi an
Das funktionierte leider nicht und so wurde der David Sheldrick Wildlife Trust am folgenden Tag, dem 26. September, vom Kenya Wildlife Service informiert und um eine Rettung gebeten. Ein DSWT-Team aus erfahrenen Keepern flog zum Namunyak-Flugfeld und holte das winzige Baby ab. Zu dem Zeitpunkt war er nun sehr dehydriert, da er schon länger ohne Milch auskommen musste. Er wurde von geübten Händen auf den Flug vorbereitet und während des Fluges an eine Infusion gelegt.
Bei seiner Ankunft in Nairobi wurde er in einen vorbereiteten Stall gebracht und bekam Milch, die er gierig trank. Wir haben ihn Lasayen genannt, ein wunderschöner Name aus der Gegend: Der heilige Samburu-Name eines Bergs.

Lasayen mit den anderen Waisen im ParkLasayen
Ndotto und LasayenNdotto und Lasayen mit einem Keeper
Als Lasayen im Waisenhaus ankam, zahnte er bereits, sodass er auf ungefähr einen Monat geschätzt wurde, als er seine Familie verlor. Das ist ein schwieriges Alter und wir verlieren viele Babys während des Zahnungsprozesses, da dann ihr Zustand immer schlechter wird und manchmal nichts mehr zu machen ist. Schwache Kälber fallen häufig dieser Zeit zum Opfer, die sich manchmal über drei Monate erstreckt. Auch Lasayen hatte zu kämpfen, doch das ist normal, denn wir haben im Laufe der vielen Jahre nur wenige gesehen, die ohne Probleme durchgekommen sind. Glücklicherweise wurde er aber wieder kräftiger, nachdem alle seine Zähne gekommen waren, sein Gesamtzustand besserte sich und er war wieder energiegeladen.

Lasayen und ein KeeperLasayen und Ndotto
Lasayen mit einem KeeperLasayen bekommt Milch
Er ist schon ein wunderbarer kleiner Bulle geworden und wird von allen geliebt, besonders von den ihn umsorgenden älteren Waisen. Er hat sich gut eingelebt, ist glücklich und hängt sehr an seinen vielen Elefantenfreunden und den geliebten Keepern.

Süßer LasayenNdotto und Lasayen bekommen Milch
Die Keeper und die Babys

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(übersetzt aus dem englischen Original)

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